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Grundlagenwissen zum Thema Gehörgangsentzündung

Lassen Sie sich bei Verdacht auf eine Gehörgangsentzündung frühzeitig behandeln

Denn Sie könnten eine äußere Gehörgangsentzündung haben (Otitis externa). Die meisten davon verschwinden mit der richtigen Behandlung. Aber unbehandelt können sie lebensbedrohlich sein.

Ohrenschmalz hat eine wichtige Funktion

Unter normalen Umständen hält das Ohrenwachs (Ohrenschmalz, Cerumen) Wasser von der Oberfläche des äußeren Gehörgangs ab, und es hält den richtigen pH-Wert (Säure-Basen-Gleichgewicht) aufrecht, um ein Bakterienwachstum zu verhindern. Wird jedoch dieses Gleichgewicht gestört, kann es zu Irritation und Schmerz durch eine äußere Gehörgangsenzündung kommen.

Das Eindringen von Bakterien sollte verhindert werden

Die äußere Gehörgangsenzündung (Otitis externa) kann in jedem Lebensalter auftreten. Sie kann durch eine Pilz- oder Virusinfektion bedingt sein. Am häufigsten aber ist die bakterielle Infektion. Bakterien können sich ausbreiten bei:

  • exzessiver Feuchtigkeit im Gehörgang– Wiederholter Kontakt mit Wasser kann zum Verlust von Ohrenwachs führen. Die Haut des ungeschützten Gehörgangs wird gereizt. Das normale pH-Gleichgewicht wird gestört und ermöglicht Bakterien das Wachstum. Der Gebrauch eines Hörgeräts kann die Bildung von Feuchtigkeit im Gehörgang fördern.
  • Verletzung oder Reizung der Haut des äußeren Gehörgangs– Das Kratzen im Gehörgang oder die Entfernung von Wachs mit behelfsmäßigen Instrumenten (wie z. B. Haarnadeln) kann die Haut verletzen und dadurch Bakterien eine Eintrittspforte bieten – oder sogar das Trommelfell schädigen. Der Versuch, den Gehörgang mit Wattestäbchen zu reinigen, kann den gegenteiligen Effekt haben – das Hineindrücken von überschüssigem Wachs und abgestorbenen Zellen oder das Verursachen von Verletzungen.

Gelegentlich ruft ein infizierter Haarfollikel eine Reizung hervor

Chronische Hauterkrankungen oder Allergien – Hauterkrankungen wie Ekzem und Seborrhoe (sehr fettige Haut) können Bakterien ein Eindringen erleichtern. Allergien gegen Haarfarben oder Haarsprays können die Haut reizen und zu Infektionen führen.

Anzeichen und Symptome einer Infektion des äußeren Gehörgangs sind u. a. Jucken im Gehörgang, Ohrenschmerzen, Schmerzen beim Berühren des äußeren Ohrs, das Ausfließen von Sekret oder Hörminderung.

Gelegentlich entwickelt sich eine schwere und aggressive Infektion – die invasive Otitis externa. Sie ist häufiger bei Personen mit Diabetes, besonders bei älteren Personen. Auch Personen mit einem geschwächten Immunsystem haben ein größeres Risiko.

Die Infektion beginnt im Allgemeinen als äußere Gehörgangsentzündung. Aber ab einem gewissen Punkt breiten sich die Bakterien von der Haut des äußeren Gehörgangs in benachbarte Gewebe einschließlich Knochen und Knorpel aus Es kann eine Nervenschädigung oder sogar eine Gesichtslähmung auftreten. Unbehandelt kann eine invasive Otitis externa lebensbedrohlich sein.

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