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Wirksame Soforthilfe: Wie Sie eine beginnende Erkältung im Keim ersticken

Erkältungskrankheiten haben Hochsaison, wenn nasskaltes Wetter, zu wenig Licht und ein Mangel an frischer Luft unser Immunsystem gegen Viren anfällig machen.

Maßnahmen zur Immunstärkung sind:

  • ausreichend Schlaf
  • Bewegung an der frischen Luft
  • einmal wöchentlich Saunabaden
  • tägliche Wechselduschen
  • kalte Teilgüsse
  • wechselwarme Fußbäder
  • regelmäßiger Ausdauersport

Auch psychischer Stress belastet das Immunsystem ganz erheblich. Im medizinischen Sprachgebrauch nennt man dies eine „Frustrations-Immunsuppression“. Zur Abwehr von Erkältungen können sich also auch Entspannungsübungen eignen

Fuß- und Überwärmungsbäder: So bremsen Sie die Viren aus

Wenn sich eine Erkältung ankündigt, beispielsweise durch leichtes Kratzen im Hals oder körperliche Schwäche, so gibt es kaum ein besseres Mittel als das ansteigende Fußbad, um ihr entgegenzuwirken. So gehen Sie vor: Füllen Sie eine Wanne mit angenehm warmem Wasser bis über die Knöchel. Dann gießen Sie langsam heißes Wasser zu und erhöhen damit allmählich die Temperatur. Die Badedauer sollte etwa 10 Minuten betragen. Danach trocknen Sie Ihre Füße gründlich ab, schlüpfen in warme Wollsocken und legen sich ins Bett. Eine sehr starke Reizwirkung hat das Überwärmungsbad nach Schlenz. Es kann Krankheitsabläufe beschleunigen und hilft so, eine Erkältung schneller zu überwinden. Empfohlen wird es bei allen fieberhaften Erkrankungen. So gehen Sie vor: Messen Sie zuerst Ihre Körpertemperatur, und bringen Sie dann Ihr Badewasser exakt auf diese Temperatur. Dann legen Sie sich möglichst ausgestreckt in die Wanne. Lassen Sie jetzt nach und nach heißes Wasser einlaufen, bis sich das Wasser um 1 bis 1,5 Grad erwärmt hat. Mit der Wassertemperatur steigt auch die Körpertemperatur an. So wird ein künstliches Fieber erzeugt. Die Dauer des Bades sollte eine halbe Stunde nicht überschreiten. Danach richten Sie sich kurz auf, trocknen sich gut ab und legen sich ins Bett. Trinken Sie dort einen Lindenblütentee, der leicht schweißtreibend wirkt. Nicht geeignet ist das Überwärmungsbad bei: Herz- und Kreislaufschwäche Krampfadern Arterienverschlusskrankheit Wenn Ihre Konstitution im Allgemeinen eher schwach ist oder Sie an einer chronischen Krankheit leiden, sollten Sie ebenfalls vorher Ihren Arzt um Rat fragen. Auch sollten Sie ein solches Bad nicht nehmen, wenn Sie allein zu Hause sind.

Bei Halsschmerzen oder Nebenhöhlenentzündungen helfen Kartoffelwickel

Warme Halswickel sind ideale Mittel, um eine beginnende Erkältung zu lindern. Für einen Kartoffelwickel kochen Sie 5 bis 6 kleine Kartoffeln mit der Schale. Packen Sie die dampfenden Kartoffeln in Haushaltspapier und wickeln Sie das Ganze in ein Baumwolltuch. Dann zerdrücken Sie die Kartoffeln in den Tüchern mit einem Nudelholz. Für einen Zwiebelwickel hacken Sie 4 bis 5 Zwiebeln, dünsten diese kurz in etwas Wasser und schlagen sie wie beim Kartoffelwickel in Haushaltspapier und ein Baumwolltuch ein. Testen Sie vorher wieder die Temperatur, bevor Sie die Wickel um den Hals legen. Zur besseren Wärmeisolierung können Sie um den Wickel noch ein Frotteetuch schlagen. Die Wickel bleiben so lange liegen, wie Sie sie als angenehm empfinden. Falls sich die Symptome trotz der vorgestellten naturheilkundlichen Methoden nach drei Tagen nicht bessern oder wenn neue Krankheitssymptome auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dann könnte möglicherweise eine bakterielle Infektion vorliegen, die auf jeden Fall ärztlich überwacht werden muss. Das ist jedoch eher die Ausnahme, und in den meisten Fällen reichen natürliche Mittel aus, um unter einer Erkältung nicht mehr zu leiden als unbedingt nötig.

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