MenüMenü

Setzen Sie bei Erkältung auf die chinesische Stachelbeere

von Martina Hahn

Schnief, Hust, Prust – das sind, lautmalerisch ausgedrückt, die Töne, die sicherlich nicht nur mich im Moment umgeben. Sowohl Freunde als auch Kollegen hat es mal wieder erwischt … die Erkältung geht um. Es bleibt dann auch nicht unbedingt beim harmlosen Schnupfen, oft kommt dann auch Fieber hinzu. Ich versuche, diesen Bakterienangriffen zu trotzen – bisher noch recht erfolgreich. Ein Mittel gibt es, was mich dabei stark unterstützt: Frisches, farbenfrohes Obst mit vielen Vitaminen.

Mandarinen, Mangos, Kiwis, Litschis, Bananen und andere Exoten kommen meist aus Ländern, in denen es heiß und sonnig ist: aus Chile, Italien, Neuseeland, Indien, Burma oder Südafrika. Schnee und eisige Kälte sind dort selten. Nach einer langen Reise liegen die Früchte in den Regalen unserer Supermärkte, vollgetankt mit Sonne. Sie sorgen für einen Vitaminschub, den unser Immunsystem in dieser trüben Jahreszeit dringend braucht.

Diese exotischen Früchte sind reich an Vitamin C und E. Darüber hinaus liefern sie appetitanregende Fruchtsäuren und Aromastoffe, verdauungsfördernde Ballaststoffe und Pektine, die im Darm unerwünschte Stoffe binden. Viele Obstsorten enthalten Carotinoide, die Vorstufe des Vitamin A, sowie Kalium, Eisen und Magnesium. Die Carotinoide lassen die Früchte gelb oder rot leuchten, fangen zellschädigende Sauerstoffverbindungen ab und stärken unser Immunsystem.

Mit einem Wasseranteil von 75 bis 90 Prozent sind die Vitaminspender leichte Kost. Eiweiß und Fett enthalten sie nur in Spuren, dafür umso mehr Trauben- und Fruchtzucker. Die Kohlenhydrate gehen schnell ins Blut und stillen den kleinen Hunger. Jetzt im Winter haben vor allem Bananen, Mandarinen, Kiwis, Ananas, Litschis und Mangos Saison.

Kiwi: Ihren Namen bekam die braun-grüne Frucht in Neuseeland. Die Beere wurde nach dem ähnlich aussehenden Vogel Kiwi-Kiwi benannt, der das Wahrzeichen des Landes ist. Ursprünglich stammt die Kiwi aber aus China. Daher ihr zweiter Name: „chinesische Stachelbeere“. Heute ist Neuseeland, neben Italien, Frankreich, Chile und Griechenland, einer der größten Kiwi-Produzenten. Die leckeren Früchte werden unreif geerntet. Bis sie so richtig schmecken, vergehen einige Wochen. Lassen Sie sie einfach bei Zimmertemperatur nachreifen, falls sie noch hart sind. Sie enthalten viel Vitamin C, Kalium und Magnesium.

Ananas: Sie ähnelt einem großen Kiefern- oder Pinienzapfen, deshalb haben sie die Engländer „Pineapple“ (Pinienapfel) genannt. Die Ananas ist reich an Mineralstoffen (Eisen, Mangan), Vitamin C und Betakarotin. Sie enthält das Enzym Bromelin, das bestimmte Eiweißstoffe spaltet und so die Verdauung fördert. Deshalb ist die Frucht auch als Schlankmacher bekannt. Reife Ananas erkennen Sie am intensiven Duft. Auf Fingerdruck geben sie nach, und die Blätter lassen sich mühelos aus dem Blattschopf ziehen.

Banane: Für den Botaniker sind Bananen „Beeren“. Sie kommen mit dem Schiff unreif aus Südostasien und Südamerika. In Europa wandern sie in Bananenreifereien und werden mit dem Hormon Ethylen besprüht. Dieser Stoff bewirkt, dass die neutral schmeckende Stärke der Früchte in süße Ein- und Zweifachzucker gespalten wird. Vollreife Bananen erkennen Sie an kleinen dunklen Flecken auf der Schale. Die krummen Sattmacher enthalten viel Kalium, Magnesium, Eisen und Carotinoide.

Litschi: Genauso wie die süßen Kiwis stammen die kleinen, kugeligen Litschis aus dem Reich der Mitte. Wegen ihrer Form werden sie auch „chinesische Hasel-nüsse“ genannt. Reife Litschis haben eine rötlichbraune Schale, die sich fest anfühlt. Sind die Früchtchen kurz vor dem Verderben, ist ihre Schale weich. Litschis werden reif geerntet. Bei kühler Lagerung sind sie drei bis vier Wochen haltbar. Die leckeren Exoten sind reich an Vitamin B und C.

Mango: Die Heimat der ovalen bis nierenförmigen Mangofrüchte ist Indien und Burma. Meist müssen Sie noch ein wenig reifen, wenn sie in die Supermarktregale kommen. Reife Mangos verströmen einen intensiven Duft, und die Schale gibt auf leichten Druck nach. Zu Hause lagern Sie die Mango am besten dunkel und kühl, aber nicht im Kühlschrank. Das gelbe Fruchtfleisch ist besonders reich an Carotinoiden, Vitamin C und E, Eisen und Kalium.

Mandarine: Wie Orangen, Zitronen und Pampelmusen gehören Mandarinen zu den Zitrusfrüchten. Sie stammen aus China und haben sich von dort aus in Asien, Afrika, Amerika und im Mittelmeerraum verbreitet. Es gibt viele Arten, zum Beispiel die Mittelmeer-Mandarine, Satsuma oder Tangerine. Bei uns ist die Clementine die wohl bekannteste Sorte. Sie ist tieforange, enthält kaum Kerne und schmeckt aromatisch süß-sauer. Damit sie beim Transport nicht verschimmeln, werden Mandarinen chemisch behandelt oder gewachst. Sie sind reich an Kalium, Carotinoiden und Vitamin C.

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit und einen gesunden Tag,

Ihre Martina Hahn

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten