MenüMenü

Hühnersuppe vertreibt Erkältungsviren erfolgreich

Heiße Hühnersuppe gilt schon seit Großmutters Zeiten als der perfekte Virenkiller bei Erkältungskrankheiten und wird von der Naturheilkunde gerade wieder neu entdeckt. Eine heiße Hühnerbrühe wirkt wohltuend, wenn wir uns nicht wohl fühlen. Das Geheimnis der heilsamen Wirkung der Brühe liegt in ihren Zutaten und in der Zubereitung. Schon alleine die aufsteigenden Dämpfe befeuchten die Nasenschleimhaut und machen die verstopfte Nase bei Schnupfen wieder frei. Hühnersuppe zählt zu den traditionellen jüdischen Gerichten und heißt hier auch „Jüdisches Penicillin“, denn im Judentum spricht man der Suppe wundersame Heilkräfte zu.

Gemüsenudelsuppe und Holzlöffel im Kochtopf© Carmen Steiner - Fotolia

Hühnersuppe als Wunderwaffe gegen folgende Beschwerden

  • Schnupfen
  • grippale Infekte
  • Halsschmerzen
  • Infekte der oberen Atemwege

Auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) empfiehlt die heilsame Brühe und wendet sie auch als Stärkungsmittel beispielsweise nach einer Entbindung oder langen Krankheit sowie auch zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten.

Der perfekte Virenkiller

Wissenschaftler der Universität Nebraska (USA) konnten zeigen, warum Hühnersuppe Viren so gut bekämpfen kann: Sie hemmt die Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen (neutrophile Granulozyten). Diese Blutzellen bewegen sich bei einer Infektion der Nasenschleimhaut an den Entzündungsort und sammeln sich dort an, wodurch die Nasenschleimhaut anschwillt. Durch die Hühnersuppe wird die Aktivität der weißen Blutkörperchen gebremst, sodass sich die Entzündungssymptome zurückbilden.

Cystein und Zink sind die Wunderwaffen

Ihre heilsamen Wirkungen, die auf der Hemmung der neutrophilen Granulozyten basieren, verdankt die Hühnersuppe vor allem der Aminosäure Cystein, die entzündungshemmend wirkt und die Immunreaktionen des Körpers unterstützt.

Hühnerbrühe hat auch einen hohen Gehalt an Zink, was den immunstärkenden Effekt noch erhöht. Da der Vitalstoff in der Brühe an die Aminosäure Histidin gekoppelt ist, kann er vom Körper besonders gut aufgenommen und verwertet werden.

Es funktioniert nur mit einem frisch gekochten Huhn

Hühnersuppe kann ihre Zauberkraft nur dann entfalten, wenn sie frisch gekocht wird. Tütensuppen und Fertigprodukte reichen an die Wirkung der frischen Brühe nicht heran. Am besten ist es, wenn Sie für Ihre Hühnerbrühe ein Bio-Huhn verwenden. Da diese Tiere langsamer wachsen als die Käfighühner, ist das Fleisch gehaltvoller und schmeckt auch besser.

Sie können die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe noch steigern, wenn Sie ein Stückchen Ingwerwurzel und etwas Chili zu dem Originalrezept hinzufügen.

Das Originalrezept der Zaubersuppe

  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Stange Lauch
  • ¼ Sellerieknolle
  • 2 Stängel glatte Petersilie
  • 2 TL Salz
  • Pfeffer nach Geschmack

Waschen Sie das Huhn und das Gemüse und häuten Sie die Zwiebeln. Legen Sie das Huhn zusammen mit dem kleingeschnittenen Gemüse in einen mit etwa 1,5 Liter Wasser gefüllten, großen Kochtopf und fügen Sie das Salz hinzu. Lassen Sie die Suppe aufkochen und schöpfen Sie den dabei entstehenden Schaum ab. Köcheln Sie das Ganze anschließend zwei Stunden lang auf kleiner Flamme. Nehmen Sie anschließend das Huhn aus der Brühe, befreien Sie es von der Haut und schneiden Sie das Fleisch in mundgerechte Stücke, die Sie dann wieder in die Suppe geben.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

Regelmäßig Informationen über HNO erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Beate Rossbach. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

Alte Kommentare
  • Marion Herget schrieb am 15.01.2013, 10:24 Uhr

    Heisse Hühnersuppe vertreibt nicht nur Erkältungsviren. Genau so eine Suppe hat mir schon mal vor Jahren bei einer Samonellen-Erkrankung geholfen. Auf meinem Speiseplan steht morgen Suppenhuhn,natürlich mit allen Zutaten wie im Bericht geschrieben. Ich wünsche ALLEN Gesundheit Liebe Grüsse und Danke für das Gesundheitswissen Marion Herget

  • Helene schrieb am 15.01.2013, 11:00 Uhr

    Bei den Zutaten fehlt aber noch etwas ganz Entscheidendes, nämlich die Hühnerfüße. In keinem anderen Land würde man jemals eine gute Hühnersuppe ohne die Füße kochen, denn das Wichtige daran sind die in den Knorpeln enthaltenen natürlichen Inhaltsstoffe. Das erst macht eine Hühnersuppe zur natürlichen Medizin. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, warum das in unserem Land niemandem mehr gelehrt wird. Die Pharmaindustrie läßt grüßen!

  • Michéle Weiß schrieb am 15.01.2013, 11:22 Uhr

    Obwohl ich äußerst selten erkältet bin, hat es mich vor kurzem auch erwischt, nachdem mich ca. 3 Monate lang Gäste und Kollegen angeniest und angehustet haben. Es fing mit rauem Hals an, dann kamen die Gliederschmerzen usw.. Habe gleich bei den ersten Anzeichen die Hühnersuppe (Rezept a la oben) gekocht und gegessen. Außerdem zusätzlich Erkältungsbad gemacht, Lindenblüten- und Thymiantee sowie Spitzwegerich- und Pelargoniensaft getrunken und ohne jegliche Chemie verschwand die Erkältung so schnell wie sie gekommen war. Kann es nur jedem empfehlen, sich die Mühe mit dem Suppenhuhn zu machen!

  • Gitta schrieb am 15.01.2013, 11:41 Uhr

    Herzlichen Dank für die Hinweise in Ihrem Artikel. Dieses alte Hausmittel (Hühnersuppe)hilft tatsächlich und ich freue mich, dass es in Ihrem Gesund-heitswissen einen festen Platz bekom- men hat. Ich lese gern Ihre Artikel und viele gute Anre- gungen habe ich entnommen und in mein Rezeptebuch eingefügt. Weiterhin viel Erfolg in Ihrer Arbeit .

  • Klaus Lamb schrieb am 15.01.2013, 12:02 Uhr

    Frage Wie lange kann man die Brühe aufheben ? Auch konservieren ?

  • Irmgard Bronder schrieb am 15.01.2013, 12:53 Uhr

    Unter Naturmedizin verstehe ich in erster Linie im Einklang mit der Natur zu sein - da wir alle ein Teil der Natur sind. FAZIT: Man tötet keine Tiere, um deren Leichen aufzuessen. Gibt uns die Natur da nicht eine Vielzahl von natürlichen, alternativen und ethisch vertretbaren Mitteln???

    • Dr Hans Häußler antwortete am 16.01.2013, 11:36 Uhr

      Hallo Frau Bronder, ich stimme Ihnen da voll zu. Aber eine Religion sollte man aus dieser sicherlich sehr edlen Einstellung auch nicht machen. Denn, was machen Sie denn, wenn Sie nichts anderes haben? Die Menschheit als Spezies hat z. B. die pleistozänen Vereisungszeiten (die letzte, die Würmeiszeit, endete vor ca. 8000 bis 11000 Jahren, je nach Örtlichkeit) nur deshalb überlebt, weil sie sich auf die karnivore Ernährungsweise umgestellt hat. Das war für unsere damaligen Artgenossen sicherlich nicht einfach, da völlig ungewohnt nach den paradisischen Verhältnissen im warmen Pliozän, aber überlebenswichtig! (Und bedenken Sie bitte auch, daß die damalige Klimaabkühlung durch die kosmischen Impakte sehr spontan vor sich gegangen sein muß!). Ich kann mich noch an die Endvierzigerjahre zurückerinnern: Im Herbst gab es Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Mirabellen. Das war es so ziemlich. Orangen, Bananen etc. waren völlig unbekannt. Meine Mutter hat für den Winter eingeweckt, soweit mein Vater Zucker dafür hat auftreiben können. Äpfel und Birnen wurden im Keller auf Holzrosten eingelagert., ebenso Kartoffel, Eier in gelöschtem Kalk, und Sauerkraut gemacht, das wir Kleinen immer aus dem Keller holen mußten. Im Februar bereits sahen wir dort, daß die Äpfel auf den Holzrosten total verschrumpelt waren ... und viele faul; und aus den Kartoffeln lange Triebe herausgewachsen sind, die sich alle zum kleinen Kellerfenster wuchsen. Wir Kleinen waren mager wie KZ-Kinder, jede Rippe konnte man zählen, waren im Frühjahr immer unvorstellbar müde und bekamen so ziemlich alle Kinderkrankheiten, die man sich vorstellen konnte meist mit sehr schweren Verläufen. Meine ersten Schneeschuhe waren aus Pappkarton, schauten aus wie Leder, waren aber keines und haben sich dann im nassen Schnee aufgelöst. So gefroren wie damals habe ich später mein ganzes Leben nie mehr, weil unsere Kleidung hauptsächlich aus Zellstoff war. Wolle war teuer und rar. Glauben Sie mir, wenn wir das Übrige, was wir damals auf den Tisch bekamen, verweigert hätten, weil es tierischen Ursprungs war, wären wir sehr wahrscheinlich an Unterernährung gestorben. Wer garantiert Ihnen denn, daß so eine Zeit nicht wieder kommt? Gerade heute, wo die Möglichkeit der lokalen Versorgung fast völlig verschwunden ist, alles per Lkw oft von weit her angeliefert werden muß, ist eine bereits durch geringste Störungen, z. B. der Treibstoffversorgung, ein Zusammenbruch der Lebensmittelversorgung viel totaler als es nach dem 2. Weltkrieg der Fall war. Deshalb rate ich Ihnen dringend, das Essen von Fleisch zwar zu minimalisieren aber nie ganz aufzugeben. Dazu kommt das Risiko einer Unterversorgung mit Vitamin B12 (das vor allem im Fleisch vorhanden ist), die Sie erst nach 10 bis 20 Jahren bemerken mit all den damit verbundenen Ausfallerscheinungen wie Osteoporose etc.. Man benötigt Jahre langfristige B12-Mängel wieder auszugleichen, falls man überhaupt herausfindet, was die Ursache ist.

    • Dr Hans Häußler antwortete am 17.01.2013, 23:20 Uhr

      Hallo Frau Bronder, ich stimme Ihrer Antwort vollauf zu. Auch Prof. Lothar Wendt, Frankfurt hat in den 70er Jahren bereits auf die Folgen der Eiweißüberernährung hingewiesen durch das Risiko der Eiweißspeicherung und damit Verstopfung der Arterienwandungen. Aber es ging ihm dabei immer um den Konsum und seinen Folgen von zu viel (!) tierischem Eiweiß und nie um dessen gänzliche Vermeidung. Die traditionellen Bewohner Chinas haben z. B. eine Eßkultur, bei der viel Gemüse gegessen wird, aber, falls möglich, immer (als akzessorischer Bestandteil), mit wenig Fleisch (ca. 5 %). In der traditionell lebenden Bevölkerung Chinas sind Massenerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma, Diabetes u. a. weitgehend unbekannt. Dies dürfte einer der Hauptgründe dafür sein. Ich bete zu Gott, daß Sie recht behalten werden, daß uns solche Hungerkatastrophen wie nach dem 2. Weltkrieg (insbesondere der Hungerwinter 46/47), in aller Zukunft erspart bleiben mögen. Persönlich glaube ich aber, nach allem, was ich dazu an Hintergrundinformationen zu Gesicht bekommen habe, nicht daran, daß sich dieser unser aller sehnlichste Wunsch erfüllen wird. Die Anzahl der "failed states" wird kontinuierlich weltweit ausgeweitet. Wir stehen zwar noch nicht auf der nächsten Liste, aber sehr wahrscheinlich auf der über- oder überübernächsten. Wer die Agenda "Jener" kennt, versteht, was ich meine.

  • Dr Hans Häußler schrieb am 15.01.2013, 23:33 Uhr

    Das wichtigste Ingredienz haben Sie leider vergessen: Der frische Knoblauch, den man aber erst zum Schluß, also in den Teller, geben sollte (also nicht mitkochen).

    • Irmgard Bronder antwortete am 17.01.2013, 17:08 Uhr

      Hallo Herr Dr. Häußler, herzlichen Dank für Ihren Kommentar - zunächst war ich erstaunt, dass Naturmedizin meinen Kommentar überhaupt veröffentlichte - Hut ab! Ich darf mir erlauben, hier noch ein paar Gedanken dazu zu äußern: Zum einen mache ich keine Religion aus meiner Einstellung - es ist eben lediglich meine Einstellung. Zum anderen sind wir im heutigen Zeitalter in unserer Zivilisation nicht mehr in der Situation, nichts anderes zum Essen zu haben. Die Zeiten des Hungers - so wie Sie diese noch erlebt haben, waren sicherlich sehr sehr schwere Zeiten, an die man sich nicht gerne zurück erinnert. Danke auch für Ihren Rat, das Essen von Fleisch zu minimalisieren und nie ganz aufzugeben... Wissenschaftliche Studien belegen inzwischen ganz klar und deutlich, dass tierisches Eiweiß für unsere heutigen Zivilisationskrankheiten wie Osteoporose, Diabetes, Bluthochdruck, Arthrose usw. usw. verantwortlich ist. Falls Sie sich hier auf dem neuesten Stand informieren möchten: Der Doku-Film "Gabel statt Skalpell" informiert auf wissenschaftlicher Grundlage über die schädlichen Einflüsse von tierischem Eiweiß auf uns. Mit anderen Worten: Man sollte nicht nur auf Fleisch sondern auch auf tierisches Eiweiß der Gesundheit zu liebe verzichten - und auf pflanzliche und genügend vorhandene Eiweißquellen zurückgreifen. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute. Beste Grüße Irmgard Bronder

  • swissherm schrieb am 17.01.2013, 22:53 Uhr

    besten dank - aber bitte pfeffer richtig schreiben - damit kein schlechtes beispiel fuer unsere jugendlichen entsteht. mfg

  • Max schrieb am 22.01.2013, 18:34 Uhr

    Dieses Hausrezept gibt es schon lange.Aber warum wichtige Stoffe entfernen. Der Schaum ist perfektes Eiweiß und beim langsamen köcheln wird die Brühe nicht trüb sondern er erfolgt noch eine Klärung der Brühe. Desweiteren sollte man noch etwas frischen Ingwer dazu geben. Das erhöht den Effekt der Brühe.