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Erkältungssalben: Wirkung endlich untersucht und bestätigt

Schon seit langem verwenden Eltern von kleinen „Schnupfennasen“ gerne Erkältungssalben, um ihren Kindern eine ruhige Nacht zu bereiten. Sie sollen die Nase frei halten, so das Atmen erleichtern und verhindern, dass die kleinen erkälteten Patienten durch den Mund atmen, um den Husten nicht noch zu verschlimmern. Aber immer wieder wurden diese Salben als Placebo abgetan – denn bisher war nicht bekannt, ob sie überhaupt helfen. Erst jetzt wurden sie wissenschaftlich untersucht.

Forscher des Penn State College of Medicine hatten 138 Kinder zwischen zwei und elf Jahren untersucht, deren erste Erkältungssymptome in der Nacht vor dem Test aufgetreten waren. Die Eltern der Kinder erhielten nach dem Zufallsprinzip eine Dose Erkältungssalbe, eine Dose Vaseline oder ein leeres Gefäß. Diejenigen, die Salbe oder Vaseline erhielten, sollten ihren Kindern 30 Minuten vorm zu Bett gehen Brust und Nacken einreiben. Damit sie nicht merkten, welche Salbe sie bekommen hatten, schmierten sie sich selbst vorher eine stark riechende Salbe unter die Nase. Am nächsten Morgen wurden die Eltern dann daraufhin befragt, wie gut oder schlecht ihre Kinder geschlafen hatten.

Die Kinder, die die Erkältungssalbe erhalten hatten, hatten zwar weiterhin eine laufende Nase. Aber sie bekamen viel besser Luft und husteten deutlich weniger. Vaseline zeigte überhaupt keine Besserung.

Aber Vorsicht: Wenn Sie ein kleines Kind haben, sollten Sie mit Erkältungssalben vorsichtig sein und erst den Kinderarzt fragen. Die Salben enthalten meist sehr hohe Anteile an ätherischen Ölen und sind dadurch für ganz kleine Kinder unter zwei bis drei Jahren nicht geeignet. Sie können zu Atemnot führen.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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