Erkältungen: So werden Sie sie schnell los
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Erkältung
GNL5356
Manchmal nützt die beste Vorbeugung nichts. Zum Beispiel dann, wenn um Sie herum alle Arbeitskollegen husten und schniefen. Oder wenn die komplette Familie flachliegt. Dann wird es Sie wahrscheinlich auch erwischen. Was also ist zu tun, wenn sich die Erkältungsviren nicht haben abhalten lassen?
Wenn Sie ein Husten erwischt hat, ist das Mittel erster Wahl das Inhalieren. So beruhigen Sie nicht nur Ihre Schleimhäute, sondern lösen auch den festsitzenden Schleim auf den Bronchien, den Sie dann leichter abhusten können. Dazu sollten Sie sich ein Eukalyptusöl in der Apotheke kaufen. Geben Sie 10 Tropfen Öl auf rund 6 Liter heißes Wasser. Dann beugen Sie Ihr Gesicht über die Schüssel mit Wasser und decken den Kopf mit einem Handtuch ab. Atmen Sie 5 bis 10 Minuten lang den Dampf ein. Inhalieren Sie bis zu 3-mal pro Tag.
Hustenanfälle können Sie lindern, indem Sie Meerrettich-Saft trinken. Den erhalten Sie im Reformhaus. Schon 3 kleine Meßbecher pro Tag reichen aus. Die Senföle in dem Saft stärken nichtnur die Atemwege, sondern beruhigen auch Ihre Bronchien.
Halsschmerzen sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Wenn Fieber hinzukommt, müssen Sie unbedingt zum Arzt. Es kann sich um eine Mandelentzündung handeln, die unbehandelt sogar Herzkrankheiten nach sich ziehen kann. Bei leichten Halsschmerzen sollten Sie jeden Tag 3- bis 4-mal gurgeln und so die Viren aus der Halsgegend spülen. Dazu eignet sich eine l%ige Kochsalzlösung, die Sie selbst herstellen können. Geben Sie dazu einen Teelöffel Kochsalz in ein Glas Wasser.
Lassen Sie dagegen die Finger weg von Halsbonbons, die Zucker enthalten. Zucker brauchen die Bakterien als Nahrung. Handelt es sich also um eine bakterielle Halsentzündung, wird sie dadurch nur noch schlimmer.
Schnupfen ist lästig, allein schon wenn die Nase vom vielen Naseputzen rau ist und die Haut rissig wird.Hier helfen Taschentücher mit Balsam – gerade bei häufigem Naseputzen sehr ratsam. Gegen rote Schnupfennasen hilft es, wenn Sie die Haut zweimal täglich mit einer Kamillen- oder Vitamin-E-Salbe einreiben.
Vorsicht dagegen bei Nasentropfen mit dem Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid. Das Mittel schädigt die Flimmerhärchen in der Nase. Die Nasenschleimhaut wird dadurch in ihrer Selbstreiningungsfunktion gestört und kann austrocknen. Das bedeutet aber, dass Sie „abhängig" werden von anfeuchtenden Nasensprays. Eine gute Alternative zum Nasenspray ist Jojoba-Öl. Mischen Sie einen Esslöffel dieses Öls mit 2 Tropfen Basilikum-Öl. Ziehen Sie die Mischung durch die Nase.
Hält Ihr Schnupfen länger als 2 Wochen an, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Es könnte sich ein bakterieller Nebenhöhleninfekt entwickelt haben. Wichtig ist, dass Sie auch bei Schnupfen viel trinken. 2 Liter pro Tag empfehle ich Ihnen, am besten sind Lindenblüten- oder Holunderblütentee. Diese Tees verflüssigen den Nasenschleim – Ihre Nase verstopft nicht.