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Erkältung: Mit diesen Mitteln sind sie schnell wieder fit

Auch wenn Sie gut vorbeugen, viele Vitamine zu sich nehmen und oft an der frischen Luft sind, können Sie eine Erkältung bekommen. Doch Sie müssen nicht gleich zu „harten“ Medikamenten greifen: Naturheilverfahren sind schonender und sehr wirkungsvoll.

Frau liegt mit Erkältung und Fieber im Bett© Fotowerk - Fotolia

Tee und Ruhe

Bei ersten Anzeichen einer Erkältung helfen ein Fußbad und schweißtreibende Tees, beispielsweise aus Linden- oder Holunderblüten. Halten Sie anschließend eine Ruhepause ein: Legen Sie sich am besten dick vermummt ins Bett. Zusätzlich sind täglich 1.000 bis 1.500 mg Vitamin C sinnvoll.

Tipp für einen Tee: Mischen Sie Holunder-, Kamillen- und Lindenblüten zu gleichen Teilen. 1 EL auf 1 Tasse, mit kochendem Wasser überbrühen und so heiß wie möglich trinken, am besten gleich 2 bis 3 Tassen.

Fußbad und Zwiebelhonig gegen Erkältungssymptome

Zum Verstärken des Reizes geben Sie eine Hand voll Kochsalz (besser: Meer- oder Emsersalz) in eine Schüssel mit 36 bis 38 °C heißem Wasser. Das Wasser soll bis unter die Knöchel reichen. Sobald es abgekühlt ist, gießen Sie heißes Wasser nach. Das Bein sollten Sie mit einem Tuch warm halten. Nach zehn Minuten nehmen Sie den Fuß heraus und trocknen ihn oberflächlich ab. Die Fußsohle reiben Sie mit der Schnittfläche einer halbierten Zwiebel kräftig ein. Dann ziehen Sie einen Wollstrumpf über und verfahren mit dem anderen Fuß genauso.

Nach dem Fußbad trinken Sie ein Schnapsglas Zwiebelhonig. So stellen Sie ihn her: Sie schneiden 600 g Zwiebeln klein, quetschen sie zu Brei und vermischen den mit 100 g echtem Bienenhonig. Bei akuter Erkrankung nehmen Sie stündlich, nach Besserung täglich einen Esslöffel davon. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich der Zwiebelhonig eine Woche.

Mit Akupunktur und Naturheilmitteln (z. B. Sonnenhut, den Sie als Fertigarznei rezeptfrei in der Apotheke bekommen) kann die Dauer der Erkältung um ein Drittel bis ein Viertel verkürzt werden. Wichtig: Die Behandlung muss früh beginnen.

Die besten in Studien erprobten Phytotherapeutika

  • Besonders wirkungsvoll ist bei Rhinitis und Bronchitis das Kombinationspräparat Esberitox®.
  • Bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen sind diese pflanzlichen Kombinationspräparate wirkungsvoll: Sinupret®, Gelomyrtol®, Soledum® als Kapseln oder Lösung.
  • Bei trockenem Reizhusten sind Broncho-Sern®-Hustensaft, Eres®-Nlösung oder florabio naturreiner Heilpflanzensaft Huflattich gut.
  • Bei produktivem Husten und zähem Schleim ist besonders Umckaloabo® gut. Alle Präparate bekommen Sie rezeptfrei in der Apotheke.

Ein Tipp zum Gurgeln bei Halsentzündungen oder Husten: Übergießen Sie einen Teelöffel Salbei mit kochendem Wasser, lassen Sie ihn fünf Minuten ziehen und dann abkühlen. Mit dieser Flüssigkeit gurgeln Sie mehrmals täglich. Außerdem sollten Sie Erkältungstee trinken, den Sie in der Apotheke bekommen.

Ein Handtuch hilft bei Hustenschmerz

Husten ist nicht nur unangenehm und anstrengend, sondern er kann auch im Brustkorb schmerzen. Hier gibt es einen einfachen und wirkungsvollen Kniff: Legen Sie sich ein großes, gefaltetes Handtuch um den Rücken und kreuzen Sie beide Enden vorne vor der Brust. Sobald ein Hustenanfall beginnt, ziehen Sie (oder ein Helfer) die beiden Enden vorne zusammen. Die Wirkungsweise ähnelt dem Ziegelverband bei einer Rippenprellung. Rippen und die zwischen den Rippen liegende Muskulatur werden so entlastet. Der Hustenanfall ist so weniger schmerzhaft.

So wirkt die Hühnersuppe gegen Schnupfen und Co.

Wenn die Erkältungswelle anrollt, stehen Hausmittel wieder hoch im Kurs. Besonders beliebt ist dabei die Hühnersuppe. Aber hilft diese wirklich gegen das Leiden? US-amerikanische Wissenschaftler der Universität Nebraska wollten es wissen und gingen dieser Frage auf den Grund. Ihre Forschung ergab: Hühnersuppe dämmt Entzündungsprozesse in Nase und Hals ein und mildert damit die Beschwerden eines Atemwegsinfektes ab. Die Forscher wiesen nach, dass die Zutaten einer frischen Hühnersuppe die Aktivität der weißen Blutkörperchen hemmen, die an Erkältungsprozessen beteiligt sind: Dringen bei einem Infekt Viren in die Schleimhäute Ihrer oberen Atemwege, bewegen sich diese weißen Blutkörperchen genau dorthin. Durch die Ansammlung weißer Blutkörperchen schwellen Ihre Schleimhäute an und es kommt zu Husten und Schnupfen. Durch die Hühnersuppe wird die Aktivität dieser weißen Blutkörperchen herabgesetzt und das verringert Ihre Erkältungsbeschwerden.

Welche Inhaltsstoffe für die wohltuende Wirkung von Hühnersuppe bei Erkältungen verantwortlich sind, konnte das Forscherteam nicht klären. Neben dem gekochten Hühnchen spielen aber die diversen Gemüsearten eine Rolle. Fest steht auch, dass der heiße Dampf der Suppe Ihre Schleimhäute zusätzlich befeuchtet und dafür sorgt, dass das Sekret in Hals und Nase besser abfließt. Außerdem wärmt eine warme Suppe Ihren Körper wohlig von innen und trägt zu Ihrer Flüssigkeitsversorgung bei. Sorgen Sie bei Erkältungen immer dafür, dass Sie ausreichend trinken: mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Die gesunde Brühe enthält Inhaltsstoffe, die Ihr Immunsystem in seiner Arbeit unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Zink, leicht verdauliches Eiweiß, Eisen und Vitamin B12.

So einfach gelingt Ihnen die Hühnersuppe

Sie brauchen nur ein Hühnchen (oder Brathähnchen), zwei Möhren, etwas Sellerie und eine Stange Lauch. Das Ganze lassen Sie mit etwas Salz rund eineinhalb Stunden in einem Topf sanft köcheln. Danach lassen Sie das Huhn auskühlen und entfernen Sie die Haut. Schneiden Sie das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke und geben es zurück in die Suppe.

Entfernen Sie das ausgekochte Gemüse und ersetzen Sie es durch frische Gemüsewürfel (Möhre, Sellerie, Fenchel, Streifen von Lauch oder Staudensellerie). So steigern Sie den Vitamingehalt. Kochen Sie die Suppe nur noch kurz auf. Die entzündungshemmende Wirkung verstärken Sie noch, wenn Sie etwas Ingwer in die Suppe raspeln. Mit frisch gehackter Petersilie servieren.

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