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Chronischer Schnupfen – Beschwerden, Diagnose, Behandlung

Chronischer Schnupfen – was hilft?

Hin und wieder einen Schnupfen zu bekommen, ist völlig normal. Vor allem im Herbst haben die Erreger, die für ihn verantwortlich sind, Hochsaison – und lassen sich in Zeiten der großen Ansteckungswellen kaum bremsen. Doch was kann dahinterstecken, wenn die Beschwerden chronisch werden? Erfahren Sie hier alles zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sich chronischer Schnupfen lindern lässt.

Junge Frau im Herbst mit Taschentuch und Schnupfen© Adobe Stock

Wie sich chronischer Schnupfen äußert

Von chronischem Schnupfen spricht der Arzt dann, wenn typische Erkältungsbeschwerden über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten hinweg auftreten. Diese Symptome umfassen unter anderem

  • schleimiges Sekret, das aus der Nase tritt,
  • Probleme bei der Nasenatmung,
  • Halsschmerzen,
  • Husten,
  • Heiserkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • Beeinträchtigungen des Riechsinns und
  • Abgeschlagenheit.

Hat der Betroffene nur kurzzeitig mit solchen Beschwerden zu tun, kann er das meist noch recht gut verkraften, ohne eine dauerhafte Beeinträchtigung seiner Leistungsfähigkeit. Chronischer Schnupfen dagegen hat meist weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Wohlbefinden und die Lebensqualität. Die Erkrankten fühlen sich dauerhaft krank und unkonzentriert – die begleitende, ausgeprägte Erschöpfung macht den Alltag zur Herausforderung.

Chronischer Schnupfen und wie er sich entwickelt

In vielen Fällen ist ein chronischer Schnupfen auf Veränderungen in Nase und Rachen zurückzuführen. Bilden sich Polypen aus, ist es zu einem operativen Eingriff gekommen oder weist die Nasenscheidewand eine starke Krümmung auf, kann das chronischen Schnupfen zur Folge haben. Doch auch Allergien, eine ständige Reizung der Nasenschleimhaut oder das häufige Auftreten von Erkältungen kann einen chronischen Schnupfen auslösen. Dann wird die Schleimhaut in der Nase extrem empfindlich und beginnt anzuschwellen.

Durch die Produktion großer Mengen an Sekret sollen die Auslöser einfach „weggespült“ werden – was im Fall des chronischen Schnupfens allerdings kaum möglich ist. So wird die Erkrankung zum schier endlosen Teufelskreis, der auf Dauer sogar umliegende Nerven und Knochen angreifen kann. Zudem erstreckt sich die Entzündung meist auch auf die Nasennebenhöhlen und führt neben dem Schnupfen zusätzlich zur Sinusitis.

Chronischer Schnupfen: Diagnose und Behandlung

In den meisten Fällen lässt sich schon allein von der Beschreibung der Dauer und Schwere der Symptome auf die Diagnose „Chronischer Schnupfen“ schließen. Um ganz sicher zu gehen und mögliche Ursachen ausfindig zu machen, kann der Arzt außerdem eine endoskopische Untersuchung durchführen. Dabei schiebt er eine dünne, schlauchartige Vorrichtung mit winziger Kamera in die Nase – so kann er direkt den Zustand der Nase beurteilen und erkennen, ob beispielsweise eine verkrümmte Nasenscheidewand als Auslöser infrage kommt.

Zur ersten Linderung der Beschwerden eignet sich im Anschluss an die Diagnose die Gabe kortisonhaltiger Medikamente. Die Maßnahmen, die der Arzt ansonsten zur Behandlung des chronischen Schnupfens ergreift, hängen einzig und allein von der zugrundeliegenden Ursache ab. Steckt zum Beispiel eine Allergie hinter den Beschwerden, muss das Allergen erkannt und von nun an gemieden werden. Zusätzlich wirken sich Inhalationen oder auch Nasenspülungen positiv aus. Im schlimmsten Fall kann ein operativer Eingriff nötig werden, bei dem kranke Teile der Nasenschleimhaut entfernt und Hindernisse beseitigt werden, welche eine normale Belüftung der Atemwege unterbinden.

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