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Grundlagenwissen zum Thema Erkältung

Ihr Hals kratzt und die Nase läuft. Obwohl Sie noch im Bett liegen, wissen Sie bereits, was den Rest der Woche auf Sie zukommt. Am besten schauen Sie sofort nach, ob genügend Taschentücher vorrätig sind. Wieder einmal hat Sie eine Erkältung erwischt. Sie können davon ausgehen, dass Sie sichzwei- bis viermal pro Jahr erkälten. Obwohl Erkältungen so häufig auftreten, ist noch immer kein Gegenmittel bekannt. Vorbeugen ist und bleibt der beste Schutz.

Die kalte Jahreszeit erleichtert die Verbreitung der Viren

Mehr als 200 verschiedene Viren rufen eine gewöhnliche Erkältung hervor. Erkältungsviren gibt es zu jeder Jahreszeit. Dennoch dauert die Erkältungssaison im Allgemeinen nur vom frühen September bis zum März oder April an. Das liegt daran, dass wir in der kälteren Jahreszeit mehr Zeit drinnen verbringen. Der Kontakt zu anderen Menschen ist enger und es ist wahrscheinlicher, dass wir den Viren ausgesetzt sind.

Erkältungsviren verbreiten sich über körperlichen Kontakt. Ein Händedruck mit einer erkälteten Person genügt, um sich anzustecken. Gelangt das Virus auf Ihre Hände, löst es, wenn Sie versehentlich Ihre Augen, Ihre Nase oder Ihren Mund berühren, leicht die nächste Erkältung aus. Eine große Ansteckungsgefahr geht von gemeinsam benutzten Gegenständen aus, sofern diese mit Viren besetzt sind (z. B. Telefon oder Handtücher). Auch wenn Sie infektiöse Partikel einatmen, die zum Beispiel durch Husten oder Niesen in die Luft gelangen, können Sie sich anstecken. Wie anfällig Sie für Erkältungsviren sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Erkältung oder Influenza
SymptomeErkältungInfluenza
Fiebereher selten, dann nur kurzzeitigzwischen 38 und 39° C, drei bis vier Tage oder länger
Kopfschmerzenseltenhäufig
Müdigkeit, Schwächegeringdauert zwei bis drei Wochen an
Hustentrocken oder mit Auswurftrocken, kann sehr stark werden
extreme Erschöpfungfast niedirekt zu Beginn und stark ausgeprägt
Schmerzenleichtoft stark
verstopfte Nasehäufigmanchmal
Niesenhäufigmanchmal
Halsschmerzenhäufigmanchmal
Schmerzen in der Brustschwachhäufig
National Institute of Allergy und Infectious Disease

Weitere Faktoren der Anfälligkeit

  • Alter
  • Erbfaktoren
  • Rauchen
  • Dauer und Intensität des Kontakts mit den Viren
  • ob bereits Antikörper gegen bestimmte Viren vorhanden sind

Was tun, wenn ein Erkältungsvirus Sie erwischt?

Wenn ein Erkältungsvirus zuschlägt, entzünden sich die oberen Atemwege. Die Erkältungssymptome zeigen sich zwei bis drei Tage nach der Ansteckung. Zu den typischen Symptomen gehören eine laufende oder verstopfte Nase, verstopfte Nasennebenhöhlen, Niesen, Halsweh und Husten. Eine Erkältung hält zwischen zwei und 14 Tagen an. Die meisten Menschen überwinden sie jedoch innerhalb einer Woche. Gönnen Sie sich während dieser Zeit zusätzliche Ruhe und trinken Sie viel warme Flüssigkeit. Beides trägt dazu bei, dass Sie sich besser fühlen. Wenn Sie zusätzlich Medikamente einnehmen, lindert dies Ihre Symptome vorübergehend. Sie brauchen allerdings keine Arzneimittel, um die Erkältung zu überwinden.

Zur Behandlung einer Influenza (echte Virusgrippe) gibt es im Gegensatz zu grippalen Infekten (Erkältungen) antivirale Medikamente. Mit Antibiotika werden Erkältungsviren nicht behandelt. Sie wirken nur bei Infektionen durch Bakterien. Der unnötige Gebrauch von Antibiotika erhöht das Risiko der Entstehung von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Dies schwächt im Umkehrschluss das Immunsystem noch mehr.

Alternative Maßnahmen gegen Erkältungen

Wenn es beginnt, im Hals zu kratzen, in der Nase zu kribbeln oder wenn das erste Niesen kommt, wehren Sie gleich den Anfängen. Naturheilkundige empfehlen als erste wirksame Maßnahmen reichlich Flüssigkeit in Form von heißen Suppen, heißem Kräutertee sowie Gurgeln mit Salzwasser. Hier noch ein altes Hausmittel: Ingwerwurzel in feine Scheiben schneiden (ein Teelöffel Wurzelschnitt für eine Tasse), mit kochendem Wasser übergießen, acht Minuten ziehen lassen und abseihen. Wenn Sie den scharfen Geschmack von Ingwer nicht mögen, mildern Sie ihn mit einem knappen Teelöffel Honig. Abends noch einmal eine Tasse, vor einem frühen Schlafengehen für eine möglichst lange Nachtruhe. Grog oder andere Alkoholika helfen nicht. Sie schwächen eher die Immunabwehr und stören den Schlaf in der zweiten Nachthälfte, weil dann nach Ihrer inneren Uhr die Stunde der Leber schlägt, die den Alkohol abbaut.

Sind Sie sehr anfällig für die banale „Grippe“ und leiden Sie häufig unter Erkältungen, halten Sie am besten für die kalten Monate ein Fläschchen mit Echinacea-Tropfen (Sonnenhut, aus der Apotheke) bereit oder ein Präparat, das eine Kombination von Sonnenhut mit anderenimmunstärkenden Pflanzen wie beispielsweise Thuja (Lebensbaum) enthält. Eine Stoßtherapie (nach Anweisung der Hersteller) gleich bei den ersten Anzeichen hilft Ihrem Körper, mit den angreifenden Viren schneller fertig zu werden. Ansonsten hilft es nichts, aus lauter Angst vor Erkältungen immer nur in der warmen Stube zu bleiben. Im Gegenteil: Die beste Vorbeugung ist, bei jedem Wetter hinaus zu gehen und sich kräftig zu bewegen, natürlich entsprechend angezogen. Gut eingefettete, feste Lederschuhe und warme Strümpfe sorgen auf gesündere Weise für trockene Füße als Gummistiefel, in denen Sie entweder frieren oder Schweißausbrüche an Ihren Füßen bekommen. Sollten Sie durchnässt nach Hause kommen, ist ein heißes Bad angezeigt und dazu ein Hausmittel wie oben beschrieben.

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