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Erkältung - so können Sie ihr am schnellsten beikommen!

Ihr Hals kratzt und die Nase läuft. Obwohl Sie noch im Bett liegen, wissen Sie bereits, was den Rest der Woche auf Sie zukommt. Am besten schauen Sie sofort nach, ob genügend Taschentücher vorrätig sind. Wieder einmal hat Sie eine Erkältung erwischt. Sie können davon ausgehen, dass Sie sichzwei- bis viermal pro Jahr erkälten. Obwohl Erkältungen so häufig auftreten, ist noch immer kein Gegenmittel bekannt. Vorbeugen ist und bleibt der beste Schutz.

Erkältung

Die kalte Jahreszeit erleichtert die Verbreitung der Viren

Mehr als 200 verschiedene Viren rufen eine gewöhnliche Erkältung hervor. Erkältungsviren gibt es zu jeder Jahreszeit. Dennoch dauert die Erkältungssaison im Allgemeinen nur vom frühen September bis zum März oder April an. Das liegt daran, dass wir in der kälteren Jahreszeit mehr Zeit drinnen verbringen. Der Kontakt zu anderen Menschen ist enger und es ist wahrscheinlicher, dass wir den Viren ausgesetzt sind. Erkältungsviren verbreiten sich über körperlichen Kontakt. Ein Händedruck mit einer erkälteten Person genügt, um sich anzustecken.

Gelangt das Virus auf Ihre Hände, löst es, wenn Sie versehentlich Ihre Augen, Ihre Nase oder Ihren Mund berühren, leicht die nächste Erkältung aus. Eine große Ansteckungsgefahr geht von gemeinsam benutzten Gegenständen aus, sofern diese mit Viren besetzt sind (z. B. Telefon oder Handtücher). Auch wenn Sie infektiöse Partikel einatmen, die zum Beispiel durch Husten oder Niesen in die Luft gelangen, können Sie sich anstecken. Wie anfällig Sie für Erkältungsviren sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Erkältung oder Influenza
SymptomeErkältungInfluenza
Fiebereher selten, dann nur kurzzeitigzwischen 38 und 39 °C, drei bis vier Tage oder länger
Kopfschmerzenseltenhäufig
Müdigkeit, Schwächegeringdauert zwei bis drei Wochen an
Hustentrocken oder mit Auswurftrocken, kann sehr stark werden
extreme Erschöpfungfast niedirekt zu Beginn und stark ausgeprägt
Schmerzenleichtoft stark
verstopfte Nasehäufigmanchmal
Niesenhäufigmanchmal
Halsschmerzenhäufigmanchmal
Schmerzen in der Brustschwachhäufig
National Institute of Allergy und Infectious Disease

Mit den richtigen Hygienemaßnahmen vorbeugen

Viren können über zwei Wege übertragen werden: Entweder direkt von Mensch zu Mensch (z. B. beim Nießen oder Händeschütteln) oder über einen Umweg, zum Beispiel eine Türklinke beziehungsweise eine Haltestange im Bus. Egal wie es geschieht, die Schlüsselrolle nehmen dabei fast immer unsere Hände ein. An ihnen bleiben die Viren so lange haften, bis wir uns beispielsweise ins Gesicht fassen und wir sie dort unterbewusst abstreifen. So gelangen die Erreger an unsere Schleimhäute in Mund, Nase sowie Rachen und schließlich in den Körper. Dieser Weg kann durch gründliches Händewaschen jedoch unterbrochen werden. Folgende Schritte sollten Sie beachten:

  • Halten Sie die Hände unter fließendes Wasser.
  • Seifen Sie sie gründlich ein; auch die Stellen zwischen den Fingern, die Handrücken und die Daumen.
  • Reiben Sie die Seife rund 30 Sekunden lang ein.
  • Befreien Sie Ihre Hände unter fließendem Wasser vom Schaum.
  • Trocknen Sie Ihre Hände abschließend gründlich ab; auf öffentlichen Toiletten am besten mit einem Papierhandtuch.

Die Hände sollten so mehrmals täglich gereinigt werden und zwar nicht nur, wenn Sie offensichtlich schmutzig sind, sondern zum Beispiel auch vor den Mahlzeiten und nach dem Naseputzen.

Von Erkrankten Abstand halten und so einer Erkältung vorbeugen

Wenn eines Ihrer Familienmitglieder Erkältungs- oder gar Grippesymptome wie Husten, Schnupfen und Fieber aufweist, sollten Sie dringend Abstand halten. Natürlich geht das nicht immer: Eltern müssen sich selbstverständlich um ihr krankes Kind kümmern. Sie sollten jedoch darauf achten, ihr Kind während der Erkrankungszeit nicht auf den Mund zu küssen. Genauso ist es ratsam, vom Erkrankten benutztes Geschirr gleich in die Spülmaschine zu geben, damit nicht ein weiteres Familienmitglied zum Beispiel aus der gleichen Tasse trinkt.

Nicht nur zu Hause ist es wichtig, Abstand zu halten: Auch im Büro sollten Sie darauf achten. Wenn sich ein Arbeitskollege krank ins Büro schleppt, müssen Sie nicht schüchtern sein: Weisen Sie denjenigen ruhig auf die Ansteckungsgefahr hin und bitten Sie Ihn, doch lieber daheim das Bett zu hüten.

Frau liegt mit Erkältung und Fieber im Bett© Fotowerk – Fotolia

Das richtige Klima, um einer Erkältung vorzubeugen

Grund für Ihre Infektanfälligkeit durch wechselnde Temperaturen ist, dass sowohl Kälte als auch die trockene Wärme, die im Winter vorherrschen, sich negativ auf die Schleimhäute auswirken. Diese sind durch die Temperaturunterschiede angegriffen und können Krankheitserreger nicht mehr abwehren. Das Wetter außen können Sie nicht beeinflussen, das Raumklima aber sehr wohl. Und das ist auch gut so, denn trockene Heizungsluft entzieht den Schleimhäuten in Mund und Rachen Feuchtigkeit, was sie anfälliger für Krankheitserreger macht. So ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen. Dies gelingt mit folgenden Maßnahmen:

  • einem Luftbefeuchter, den Sie im Raum aufstellen
  • einer mit Wasser gefüllten Schale, die Sie auf der Heizung platzieren
  • feuchten Handtüchern, die Sie über die Heizung hängen
  • frisch gewaschener Wäsche, die Sie im Wohnzimmer, anstatt in der Waschküche aufhängen

Daneben sollten Sie darauf achten, dass Sie immer ausreichend frische Luft in die Räume lassen. Stoßlüften sollte daher alle paar Stunden auf dem Plan stehen. Sie können Ihren Körper und Ihre Schleimhäute auch trainieren, damit sie nicht mehr so anfällig Kältereizen gegenüber sind. Dazu können Sie zum Beispiel in die Sauna gehen. Hier führen Sie den Wechsel zwischen Warm und Kalt bewusst herbei, das stärkt auf Dauer Ihre Abwehrkräfte und macht Sie so widerstandsfähiger. Auch morgendliche Wechselduschen stärken Ihr Immunsystem. Achten Sie bei diesen Duschen darauf, dass Sie mit dem warmen bzw. kalten Wasser herzfern, also auf der rechten Seite Ihres Körpers, anfangen und sich dann zur linken Seite vorarbeiten.

Ein starkes Immunsystem zur Vorbeugung einer Erkältung

Wer einer Erkältung vorbeugen möchte, braucht vor allem eines: ein starkes Immunsystem. Dies erlangen Sie, indem Sie Ihrem Körper Gutes tun. Was heißt das konkret? Zum einen sollten Sie auf Ihre Ernährung achten. Diese sollte viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten.

Mindestens genauso wichtig ist aber auch Bewegung. Regelmäßige Sporteinheiten an der frischen Luft stärken die Abwehrkräfte. Besonders gut geeignet ist Ausdauersport wie Joggen, Walken oder Fahrradfahren. Etwa dreimal wöchentlich sollte Sport auf dem Programm stehen. Wer krank ist, sollte eine Pause einlegen. Denn übermäßige körperliche Aktivität kann die Viren zur Wanderschaft anregen, was wiederum das Herz belasten kann.

Weitere Faktoren der Anfälligkeit

  • Alter
  • Erbfaktoren
  • Rauchen
  • Dauer und Intensität des Kontakts mit den Viren
  • ob bereits Antikörper gegen bestimmte Viren vorhanden sind

Mythen zum Thema Erkältung

  • Kälte verursacht eine Erkältung: Das ist nur bedingt richtig. Ansteckende Viren verursachen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Kälte schwächt das Immunsystem, sodass der Körper den eindringenden Viren wenig entgegensetzt.
  • Grippe und grippaler Infekt sind dasselbe: Ein grippaler Infekt ist eine harmlose Erkältung, die schleichend beginnt. Im Gegensatz dazu stellt die Grippe eine ernste Erkrankung dar, die schlagartig und unter Umständen mit Komplikationen auftritt. So hilft die Grippeschutzimpfung ausschließlich gegen die echte Grippe und nicht gegen Erkältungen.
  • Ein Saunabesuch hilft gegen Erkältungen: Zwar stärken regelmäßige Besuche in der Sauna auf Dauer das Immunsystem, doch belastet das Saunieren Kreislauf und Körper sehr. Erkältete Menschen sollte die Sauna unbedingt meiden.
  • Kalte Füße verursachen eine Erkältung: Diesen verbreiteten Irrglauben erklärt man durch die subjektive Wahrnehmung: Ist im Herbst oder Winter eine Erkältung im Anmarsch, frieren und frösteln wir oft. Natürlich sind die Füße in dem Falle kälter als sonst.
  • Nase hochziehen ist schädlich, man sollte lieber regelmäßig kräftig schnäuzen: Wer mit großem Druck die Nase putzt, drückt die Nasensekrete nicht nur ins Taschentuch, sondern auch in die Nebenhöhlen. Dort vermehren sie sich vermehren und lösen eventuell eine Nasennebenhöhlenentzündung aus. Lieber nur sanft und ohne großen Druck schnäuzen und das benutzte Taschentuch sofort entsorgen. Des Weiteren ist das dezente Hochziehen der Nase erlaubt.

Was tun, wenn ein Erkältungsvirus Sie erwischt?

Wenn ein Erkältungsvirus zuschlägt, entzünden sich die oberen Atemwege. Die Erkältungssymptome zeigen sich zwei bis drei Tage nach der Ansteckung. Zu den typischen Symptomen gehören eine laufende oder verstopfte Nase, verstopfte Nasennebenhöhlen, Niesen, Halsweh und Husten. Eine Erkältung hält zwischen zwei und 14 Tagen an. Die meisten Menschen überwinden sie jedoch innerhalb einer Woche. Gönnen Sie sich während dieser Zeit zusätzliche Ruhe und trinken Sie viel warme Flüssigkeit. Beides trägt dazu bei, dass Sie sich besser fühlen.

Wenn Sie zusätzlich Medikamente einnehmen, lindert dies Ihre Symptome vorübergehend. Sie brauchen allerdings keine Arzneimittel, um die Erkältung zu überwinden. Zur Behandlung einer Influenza (echte Virusgrippe) gibt es im Gegensatz zu grippalen Infekten (Erkältungen) antivirale Medikamente. Mit Antibiotika werden Erkältungsviren nicht behandelt. Sie wirken nur bei Infektionen durch Bakterien. Der unnötige Gebrauch von Antibiotika erhöht das Risiko der Entstehung von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Dies schwächt im Umkehrschluss das Immunsystem noch mehr.

Nehmen Sie Nasenspray nur im Notfall

Abschwellende Nasentropfen oder -sprays enthalten die Wirkstoffe Oxymetazolin oder Xylometazolin (z. B. in Nasivin®, Olynt® der Otriven®), die zu einer Gefäßverengung in der Nasenschleimhaut führen. Aufgrund der verringerten Durchblutung schwillt die Schleimhaut ab und die Nase wird für einige Zeit wieder frei. Bei längerer Anwendung können diese Substanzen jedoch zu einer regelrechten Abhängigkeit führen und selbst die Ursache für einen chronischen Schnupfen sein.

Um die Durchblutung zu steigern, schwillt die Nasenschleimhaut als Gegenreaktion noch stärker an und Sie müssen immer öfter Nasentropfen nehmen, um überhaupt noch Luft zu bekommen. Benutzen Sie daher abschwellende Nasentropfen nie länger als eine Woche. Beschränken Sie sich dabei auf die Anwendung vor dem Zubettgehen, um mit freier Nase durchschlafen zu können.

Alternative Maßnahmen gegen Erkältungen

Wenn es beginnt, im Hals zu kratzen, in der Nase zu kribbeln oder wenn das erste Niesen kommt, wehren Sie gleich den Anfängen. Naturheilkundige empfehlen als erste wirksame Maßnahmen reichlich Flüssigkeit in Form von heißen Suppen, heißem Kräutertee sowie Gurgeln mit Salzwasser.

Salbeitee© Printemps – adobe

Tee und Ruhe

Bei ersten Anzeichen einer Erkältung helfen ein Fußbad und schweißtreibende Tees, beispielsweise aus Linden- oder Holunderblüten. Halten Sie anschließend eine Ruhepause ein: Legen Sie sich am besten dick vermummt ins Bett. Zusätzlich sind täglich 1.000 bis 1.500 mg Vitamin C sinnvoll.

Tipp für einen Tee: Mischen Sie Holunder-, Kamillen- und Lindenblüten zu gleichen Teilen. Ein Teelöffel auf eine Tasse, mit kochendem Wasser überbrühen und so heiß wie möglich trinken, am besten gleich zwei bis drei Tassen.

Fußbad und Zwiebelhonig gegen Erkältungssymptome

Zum Verstärken des Reizes geben Sie eine Hand voll Kochsalz (besser: Meer- oder Emsersalz) in eine Schüssel mit 36 bis 38 °C heißem Wasser. Das Wasser soll bis unter die Knöchel reichen. Sobald es abgekühlt ist, gießen Sie heißes Wasser nach. Das Bein sollten Sie mit einem Tuch warm halten. Nach zehn Minuten nehmen Sie den Fuß heraus und trocknen ihn oberflächlich ab. Die Fußsohle reiben Sie mit der Schnittfläche einer halbierten Zwiebel kräftig ein. Dann ziehen Sie einen Wollstrumpf über und verfahren mit dem anderen Fuß genauso.

Nach dem Fußbad trinken Sie ein Schnapsglas Zwiebelhonig. So stellen Sie ihn her: Sie schneiden 600 g Zwiebeln klein, quetschen sie zu Brei und vermischen den mit 100 g echtem Bienenhonig. Bei akuter Erkrankung nehmen Sie stündlich, nach Besserung täglich einen Esslöffel davon. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich der Zwiebelhonig eine Woche. Mit Akupunktur und Naturheilmitteln (z. B. Sonnenhut, den Sie als Fertigarznei rezeptfrei in der Apotheke bekommen) kann die Dauer der Erkältung um ein Drittel bis ein Viertel verkürzt werden. Wichtig: Die Behandlung muss früh beginnen.

Die besten in Studien erprobten Phytotherapeutika

  • Besonders wirkungsvoll ist bei Rhinitis und Bronchitis das Kombinationspräparat Esberitox®.
  • Bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen sind diese pflanzlichen Kombinationspräparate wirkungsvoll: Sinupret®, Gelomyrtol®, Soledum® als Kapseln oder Lösung.
  • Bei trockenem Reizhusten sind Broncho-Sern®-Hustensaft, Eres®-Nlösung oder florabio naturreiner Heilpflanzensaft Huflattich gut.
  • Bei produktivem Husten und zähem Schleim ist besonders Umckaloabo® gut. Alle Präparate bekommen Sie rezeptfrei in der Apotheke.

Ein Tipp zum Gurgeln bei Halsentzündungen oder Husten: Übergießen Sie einen Teelöffel Salbei mit kochendem Wasser, lassen Sie ihn fünf Minuten ziehen und dann abkühlen. Mit dieser Flüssigkeit gurgeln Sie mehrmals täglich. Außerdem sollten Sie Erkältungstee trinken, den Sie in der Apotheke bekommen.

Ein Handtuch hilft bei Hustenschmerz

Husten ist nicht nur unangenehm und anstrengend, sondern er kann auch im Brustkorb schmerzen. Hier gibt es einen einfachen und wirkungsvollen Kniff: Legen Sie sich ein großes, gefaltetes Handtuch um den Rücken und kreuzen Sie beide Enden vorne vor der Brust. Sobald ein Hustenanfall beginnt, ziehen Sie (oder ein Helfer) die beiden Enden vorne zusammen. Die Wirkungsweise ähnelt dem Ziegelverband bei einer Rippenprellung. Rippen und die zwischen den Rippen liegende Muskulatur werden so entlastet. Der Hustenanfall ist so weniger schmerzhaft.

Eukalyptus-Bad für freie Nasenatmung

Ein Vollbad mit Eukalyptusöl lässt die Nasenschleimhaut abschwellen und wirkt entzündungshemmend. Sie benötigen:

  • 8 bis 10 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl
  • eine Badewanne mit 37 bis 38 °C-warmem Wasser

Fügen Sie dem Badewasser das ätherische Öl hinzu und baden Sie 15 bis 20 Minuten lang darin.

Ingwermilch als Erkältungsbremse

Die Scharfstoffe der Ingwerwurzel wärmen den Körper von innen, weshalb die Traditionelle Chinesische Medizin Ingwer auch gegen Erkältungskrankheiten einsetzt.

Sie benötigen:

  • 1 TL frisch geriebene Ingwerwurzel
  • 1 Tasse Milch
  • 1 TL Honig

Kochen Sie den Ingwer in der Milch auf, und seihen Sie den Ansatz nach ein paar Minuten ab. Süßen Sie die Milch mit dem Honig und trinken Sie bei den ersten Anzeichen einer beginnenden Erkältung mehrmals täglich eine Tasse davon.

So wirkt die Hühnersuppe gegen Schnupfen und Co.

Wenn die Erkältungswelle anrollt, stehen Hausmittel wieder hoch im Kurs. Besonders beliebt ist dabei die Hühnersuppe. Aber hilft diese wirklich gegen das Leiden? US-amerikanische Wissenschaftler der Universität Nebraska wollten es wissen und gingen dieser Frage auf den Grund. Ihre Forschung ergab: Hühnersuppe dämmt Entzündungsprozesse in Nase und Hals ein und mildert damit die Beschwerden eines Atemwegsinfektes ab. Die Forscher wiesen nach, dass die Zutaten einer frischen Hühnersuppe die Aktivität der weißen Blutkörperchen hemmen, die an Erkältungsprozessen beteiligt sind: Dringen bei einem Infekt Viren in die Schleimhäute Ihrer oberen Atemwege, bewegen sich diese weißen Blutkörperchen genau dorthin. Durch die Ansammlung weißer Blutkörperchen schwellen Ihre Schleimhäute an und es kommt zu Husten und Schnupfen.

Durch die Hühnersuppe wird die Aktivität dieser weißen Blutkörperchen herabgesetzt und das verringert Ihre Erkältungsbeschwerden. Welche Inhaltsstoffe für die wohltuende Wirkung von Hühnersuppe bei Erkältungen verantwortlich sind, konnte das Forscherteam nicht klären. Neben dem gekochten Hühnchen spielen aber die diversen Gemüsearten eine Rolle. Fest steht auch, dass der heiße Dampf der Suppe Ihre Schleimhäute zusätzlich befeuchtet und dafür sorgt, dass das Sekret in Hals und Nase besser abfließt. Außerdem wärmt eine warme Suppe Ihren Körper wohlig von innen und trägt zu Ihrer Flüssigkeitsversorgung bei. Sorgen Sie bei Erkältungen immer dafür, dass Sie ausreichend trinken: mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Die gesunde Brühe enthält Inhaltsstoffe, die Ihr Immunsystem in seiner Arbeit unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Zink, leicht verdauliches Eiweiß, Eisen und Vitamin B12.

So einfach gelingt Ihnen die Hühnersuppe

Sie brauchen nur ein Hühnchen (oder Brathähnchen), zwei Möhren, etwas Sellerie und eine Stange Lauch. Das Ganze lassen Sie mit etwas Salz rund eineinhalb Stunden in einem Topf sanft köcheln. Danach lassen Sie das Huhn auskühlen und entfernen Sie die Haut.

Schneiden Sie das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke und geben es zurück in die Suppe. Entfernen Sie das ausgekochte Gemüse und ersetzen Sie es durch frische Gemüsewürfel (Möhre, Sellerie, Fenchel, Streifen von Lauch oder Staudensellerie). So steigern Sie den Vitamingehalt. Kochen Sie die Suppe nur noch kurz auf. Die entzündungshemmende Wirkung verstärken Sie noch, wenn Sie etwas Ingwer in die Suppe raspeln. Mit frisch gehackter Petersilie servieren.

Inhalieren gegen Erkältungsbeschwerden

Das Inhalieren von heißen Dämpfen gehört zu den ältesten und beliebtesten Hausmitteln. Gerade in der nass-kalten Jahreszeit haben Inhalationen wieder Hochkonjunktur. Denn um eine beginnende Erkältung im Keim zu ersticken oder Husten und Schnupfen auszukurieren, gibt es kaum etwas Wirkungsvolleres als das Inhalieren von Kräuter- oder Salzdämpfen.

Wenn Sie gegen Ihre Erkältungsbeschwerden Medikamente einnehmen, erreichen diese die entzündeten Schleimhäute nur über den Umweg durch das Verdauungssystem und den Blutkreislauf. Viel gezielter und direkter wirkt da eine Inhalationstherapie, denn die heilsamen Dämpfe dringen auf direktem Weg zum Entzündungsort vor.

Heilende Dämpfe erreichen die Schleimhäute auf direktem Weg

Inhalationen helfen Ihnen bei diesen Beschwerden:

  • akute und chronische Bronchitis
  • Erkältungshusten
  • Schnupfen
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Halsentzündung

Zusammen mit dem Dampf atmen Sie feinste Partikel der im heißen Wasser gelösten Heilmittel ein. Die einfachste Form der Inhalation ist dabei das Kopfdampfbad. Dazu fügen Sie die von Ihnen gewählte heilende Substanz einer Schüssel mit heißem Wasser hinzu und atmen die aufsteigenden Dämpfe etwa eine Viertelstunde lang unter einem großen Handtuch ein.

Sie können allerdings auch in der Apotheke einen Stand-Inhalator mit einem Fertigpräparat zur Inhalation kaufen (z. B. Wick® Vaporup, Soledum®, Bronchoforton®). Durch die Maske an diesen Geräten gelangen die Dämpfe nur in Mund und Nase, Ihre Augen werden durch die aufsteigenden ätherischen Öle nicht gereizt. Derartige Inhalationsgeräte können Sie natürlich auch zu Inhalation mit Kräuterextrakten oder ätherischen Ölen nutzen.

Mit diesen Substanzen können Sie Inhalationen zubereiten

  • Tinkturen aus Heilpflanzenauszügen
  • getrocknete Heilkräuter
  • ätherische Öle
  • Salze
  • Fertigarzneien

Von den ätherischen Ölen fügen Sie etwa fünf Tropfen dem heißen Wasser hinzu. Achten Sie darauf, für Ihre Inhalationen ausschließlich naturreines ätherisches Öl zu verwenden. Synthetische Duftöle haben keine therapeutische Wirkung. Getrocknete Kräuter (ein bis zwei Esslöffel) sollten Sie zuerst in die Schüssel geben, dann mit heißem Wasser übergießen und vor der Inhalation zunächst zugedeckt etwa fünf Minuten ziehen lassen.

Frau sitzt an einer Schüssel zum Inhalieren© drubig-photo – Fotolia

Die Top-Heilpflanzen für Dampfinhalationen

Eukalyptus

  • wirksame Inhaltsstoffe: Cineol, Pinen
  • Wirkung: keimtötend, auswurffördernd
  • Anwendungsgebiete: Erkältungen
  • Zubereitungen: ätherisches Öl (z. B. Pinimenthol® Erkältungsinhalat, 10 ml ab 3,70 €; Primavera® Eukalyptus, 5ml ab 4,50 €)

Kamille

  • wirksame Inhaltsstoffe: Bisabolol, Azulen
  • Wirkung: entzündungshemmend, schleimhautberuhigend
  • Anwendungsgebiete: Schnupfen, Halsentzündung
  • Zubereitungen: getrocknete Kamillenblüten, Fertigextrakte (z. B. Kamillosan® Konzentrat, 30 ml ab 4,60 €; Kamillin Konzentrat Robugen®, 100 ml ab 9,50 €)

Myrte

  • wirksame Inhaltsstoffe: Myrtol
  • Wirkung: schleimlösend, entzündungshemmend
  • Anwendungsgebiete: Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung
  • Zubereitungen: Dragonspice Naturwaren, Myrtenöl, 10 ml ab 3,80 e; Gelomyrtol® forte, 20 Kps. ab 6,50 €

Thymian

  • wirksame Inhaltsstoffe: Thymol, Carvacrol
  • Wirkung: schleimlösend, reizlindernd
  • Anwendungsgebiete: Bronchitis, Husten, Nebenhöhlenentzündung
  • Zubereitungen: getrocknetes Kraut, ätherisches Öl aus dem Bioladen

Erkältung Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Grippale Infekte: Im Dschungel der frei verkäuflichen Erkältungsmittel

In Apotheken und Drogerien stapeln sich die frei verkäuflichen Erkältungsmittel in den Regalen. Aber worauf sollten Sie dabei achten?

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