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Wie Sie die Beschwerden bei einer chronischen Bronchitis lindern

Wenn Husten und Auswurf wenigstens drei Monate in mindestens zwei aufeinander folgenden Jahren bestehen, handelt es sich um eine chronische Bronchitis. In Deutschland leiden etwa 20 % der Männer und mehr als 7 % der Frauen an dieser dauerhaften Entzündung der Bronchien. Wenn Sie selbst eine chronische Bronchitis haben, kann die Erkrankung bis zum beginnenden zweiten Stadium noch vollständig ausheilen – allerdings nur, wenn Sie die krankmachenden Schadstoffe sofort meiden. Schon etwa vier Wochen nach der letzten Zigarette werden Sie keine Hustenanfälle und keinen Auswurf mehr haben. Natürliche Methoden unterstützen dabei die Bronchien in ihrer Funktion, aktivieren die Reparaturmechanismen in den geschädigten Schleimhautzellen und stärken die Atemmuskulatur.

Durch das Aufsetzen von Schröpfköpfen kann die Lungenfunktion aktiviert werden. Bei Atemnot wird der Schröpfkopf u. a. auf den Akupunkturpunkt Fengmen (Tor der Winde) aufgesetzt, der in Höhe des zweiten Brustwirbels neben der Wirbelsäule liegt. Der dabei entstehende Unterdruck im Gewebe setzt einen Reiz, der Sie leichter durchatmen lässt. Dieselbe Stimulation erreicht auch eine Neuraltherapie. Dabei setzt der Arzt mit einem lokalen Betäubungsmittel (z. B. Procain, Lidocain) kleine Quaddeln in die Haut des Brustkorbs. Beide Behandlungen müssen Sie mit etwa 40 € pro Sitzung selbst bezahlen.

Aus der Traditionellen Chinesische Medizin stammt die Gua Sha Massage (Gua = schaben, Sha = Hautveränderungen). Sie nutzt das Prinzip, dass Körperareale und innere Organe über Energiebahnen (meridiane) in Verbindung stehen. Die Haut über dem zu behandelnden Meridian wird zunächst mit einem durchblutungsfördernden Öl eingerieben, anschließend schabt der Therapeut mit abgerundeten Hornkämmen so lange über den Hautbereich, bis sich eine deutliche Rötung und Blutung unter der Haut bildet. Durch die Behandlung, die etwa 30 € kostet, werden der Lungenstoffwechsel und der Energiefluss angeregt, wodurch sich die geschädigte Bronchialschleimhaut regenerieren kann.

Um Ihre Atemnot zu reduzieren, sollten Sie zweimal wöchentlich Lungensport treiben. In einer Lungensportgruppe trainieren Sie unter fachkundiger Anleitung Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen und erlernen dabei unterstützende Entspannungs- und Atemtechniken.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Christel schrieb am 26.02.2014, 21:52 Uhr

    Hallo, kann man die o.g. Anwendungen und div. Tees auch bei einer COPD-Erkrankung anwenden bzw. trinken?

    • FID Gesundheitswissen antwortete am 28.02.2014, 23:03 Uhr

      Hallo Christel, leider können wir an dieser Stelle keine individuellen Tipps geben. Generell lässt sich jedoch sagen, dass die oben beschriebenen natürlichen Methoden die Körperfunktionen unterstützen und daher nicht schaden können. Viele Grüße, Ihr Team von FID-Gesundheitswissen