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So behandeln Sie Bronchitis richtig

Unser Leser Karl B. hat folgende Frage:

Jedes Jahr das Gleiche: Ich bekomme eine Bronchitis. Meine Frau meint, ich hätte das schon chronisch. Ab wann wird eine Bronchitis eigentlich chronisch?

Lieber "täglich gesund" Leser,

die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert eine Bronchitis dann als chronisch, wenn man in 2 aufeinanderfolgenden Jahren mindestens 3 Monate pro Jahr Husten mit Auswurf hat. Weitere Symptome sind: Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber, Schmerzen im Brustkorb. Diese Entzündung der Schleimhaut in den Atemwegen darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wer sie nicht ausheilt, sondern immer wieder verschleppt, riskiert im Laufe der Jahre ein Fortschreiten der Krankheit so weit, dass dauerhafte Atembeschwerden zurückbleiben.

Daher sollte man bei einer akuten Bronchitis gleich von Anfang an richtig handeln: Gehen Sie nicht zur Arbeit, sondern bleiben Sie so lange zu Hause, bis das Fieber vollständig abgeklungen ist! Sie müssen nicht den ganzen Tag im Bett verbringen, sollten Ihren Körper aber vor jeder unnötigen Belastung schützen. Trinken Sie hustenlösenden Tee und inhalieren Sie Kamillen-Dampf.

Dessen Wirkstoffe hemmen nachweislich die Entzündung in den Bronchien. Für ein Dampfbad übergießen Sie eine Handvoll Kamillenblüten in einer großen Schüssel mit einem Liter kochendem Wasser. Den Kopf darüber beugen, mit einem großen Handtuch ringsherum gut abdecken und abwechselnd durch Mund und Nase tief einatmen. Eine Inhalation empfiehlt sich auch schon zur Abwehr, wenn der Husten erst im "Anflug" ist. Nach Ausheilen der akuten Bronchitis sollten Sie alles tun, um Rückfälle zu vermeiden. Sorgen Sie für ein ordentliches Raumklima in Ihrer Umgebung: Temperaturen von höchstens 21 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 Prozent.

Meiden Sie staubige Arbeitsplätze und verqualmte Räume. Falls Sie rauchen, sollten Sie damit aufhören, denn Zigaretten lähmen den Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien. Abgelagerte Schadstoffe und Erreger haben es dann viel leichter, immer wieder Entzündungen zu verursachen. Atmen Sie nicht durch den Mund ein, sondern durch die Nase. Auf diesem Weg wird die Luft vorgewärmt und gefiltert. Wichtig ist gerade im Herbst und Winter ein intaktes Immunsystem, das Sie durch gesunde Ernährung (Zufuhr von Enzymen z.B. Mobenzym, Vitamine, Mineralien, Selen und Zink), regelmäßige Ausdauersportarten, wie Joggen, Langlauf, Schwimmen und durch ausreichenden Schlaf aufrechterhalten. Dadurch wird den Bronchien eine Ausheilung ermöglicht oder somit schon am besten im "Keim" erstickt. Mehr dazu lesen Sie auch im am Wochenende erscheinenden Spezialreport.

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