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Unersetzlich bei Husten und Bronchitis

Der Huflattich (Tussilago farfara) aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) bevorzugt vollsonnige Standorte an steinigen Wegrändern, Böschungen, mageren Äckern und auf Schuttplätzen. Aus einer kleinen Blattrosette erscheinen ab Ende März zunächst ca. 20 bis 40 cm hohe Blütenstände, die eine gelbe Blüte tragen.

Diese erinnert an eine kleine Löwenzahnblüte. Erst nach dem Abblühen treibt der Huflattich seine flach liegenden, auf der Unterseite weiß bereiften Blätter, die leicht gezähnt sind und bis zu 15 cm lang werden.Zu medizinischen Zwecken dienen Blüten und Blätter. Frisch werden sie zu Sirup und Honig verarbeitet, der Rest wird als Teekraut getrocknet.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Huflattichs sind:

  • Schleimstoffe
  • Bitter- und Gerbstoffe
  • Inulin
  • Mineralstoffe, v. a. Kalium, Zink und Schwefel
  • Flavonoide

Außerdem enthält Huflattich Spuren von Pyrrolizidin-Alkaloiden, die bei Langzeitanwendung die Leber schädigen können. Daher sollten Sie Huflattich-Zubereitungen sicherheitshalber nur maximal 6 Wochen lang pro Jahr einnehmen.

Schon die alten Griechen schworen auf den Brustlattich

Dioscurides (40 bis 90 n. Chr.), einer der berühmten Ärzte des alten Griechenlands, beschrieb als Erster die Heilwirkungen des Huflattichs bei Bronchialerkrankungen. Daher rührt auch die Bezeichnung Brustlattich. Im Mittelalter rauchten Asthmakranke einen Kräutertabak aus getrockneten Huflattich- und Pfefferminzblättern sowie Waldmeisterkraut. Noch heute heißt der Huflattich deshalb in einigen Regionen Tabakkraut.

So wirkt Huflattich:

  • entzündungshemmend
  • auswurffördernd
  • schleimlösend
  • krampflösend
  • zusammenziehend
  • hautreinigend

Den meisten Menschen ist Huflattich nur als Hustenmittel vertraut. Genauso wertvoll wirkt er aber auch bei Hautverletzungen, was schon die heilige Hildegard von Bingen wusste.

Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen Huflattich:

  • akuter Erkältungshusten
  • chronische Bronchitis
  • Heiserkeit
  • Halsentzündung
  • frische Wunden
  • geplatzte Äderchen (Besenreiser)
  • oberflächliche Venenentzündungen
  • unreine oder schlaffe Haut

Bei Atemwegserkrankungen wird Huflattich als Sirup, Honig und Tee eingenommen. Da der Tee am meisten von den potenziell leberschädigenden Alkaloiden enthält, empfehlen wir Ihnen, nur damit zu gurgeln. Bei Wunden und Venenentzündungen haben sich Umschläge mit Huflattich-Tee bzw. gehacktem frischen Kraut bewährt.

Aus Sicherheitsgründen ist die Anwendung von Huflattich während Schwangerschaft und Stillzeit nicht erlaubt.

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