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Mit Tanne, Fichte und Kiefer können Sie wieder befreit aufatmen

Kaum etwas erinnert mehr an Weihnachten als der Geruch von Tannen und Fichten im Haus. Was da so herrlich duftet, sind ätherische Öle. Wussten Sie, dass solche Öle schon seit Jahrhunderten in der Pflanzenmedizin vor allem bei Erkältungen, Bronchitis und Rheuma genutzt werden?

Schon seit dem Altertum werden Nadelbäume wie Tanne, Kiefer und Fichte zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Alle enthalten etwa die gleichen Wirkstoffe (u. a. Limonen und Pinen), deshalb haben sie auch ein gemeinsames Anwendungsspektrum.

Hildegard von Bingen stellte aus ihnen Rheumasalben her, und Sebastian Kneipp empfahl Tannentee aus frischen Trieben bei fest sitzendem Husten und Bronchitis.

Das sind die Anwendungsgebiete von Tanne, Kiefer und Fichte:

Äußerlich (Einreibungen, Inhalation, Badezusatz):

  • Bronchitis, Erkältung
  • rheumatische Erkrankungen, Gelenkschmerzen
  • Muskelverspannungen

Innerlich (Kapseln, Tropfen):

  • Bronchitis, Erkältung
  • Harnwegsinfekte
  • Nervenschmerzen
  • (z. B. Phantomschmerzen)

Die Wirkstoffe werden sowohl aus den Nadeln als auch aus den Zapfen und dem Harz der Bäume gewonnen.

Bewährte Hausmittel: Franz- branntwein und Latschenkieferöl

Wenig bekannt ist, dass auch das beliebte Hausmittel Franzbranntwein (neben Campher und Menthol) Fichtennadelöl enthält. Sie können seine kühlende und entspannende Wirkung u. a. bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Prellungen und Zerrungen nutzen, indem Sie die betroffenen Stellen damit einreiben.

Bei Erkältungen hat sich Latschenkieferöl bewährt. Geben Sie davon 2 bis 3 Tropfen in eine Schüssel mit heißem Wasser zum Inhalieren oder 5 bis 10 Tropfen in die Badewanne für ein warmes Vollbad (es wirkt auch gegen schmerzhafte Verspannungen und Gelenkschmerzen). Massieren Sie das Latschenkieferöl dagegen nicht direkt in die Haut ein, da es oft zu Hautreizungen führt.

Ein Tee aus Tannen- oder Fichtenspitzen wirkt schleimlösend und tötet Bakterien ab. Das macht ihn zum idealen Heilgetränk, wenn Sie an fest sitzendem Schnupfen oder Husten leiden. Sie können sich entsprechende Kräuter aus der Apotheke oder auch frisch aus dem Wald besorgen. Zur allergrößten Not können Sie sogar Ihren Weihnachtsbaum (sofern er eine Fichte oder Weißtanne und noch relativ frisch geschlagen ist) an einer versteckten Ecke „plündern“. Überbrühen Sie 1 TL gewaschene Nadeln mit 200 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee etwa 15 Minuten ziehen. Dann seihen Sie ihn ab und trinken ihn in kleinen Schlucken möglichst frisch zubereitet.

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