MenüMenü

Bessere Nasenbelüftung durch neue Operation?

In der vergangenen Woche berichtete ich Ihnen über die Möglichkeiten, eine Sinusitis zu bekämpfen. Greifen die beschriebenen schonenden Mittel nicht, um Ihre Nase nachhaltig zu befreien, besteht noch die Möglichkeit einer Operation. Dazu schiebt der Operateur winzige Instrumente durch das Nasenloch, um Engstellen zu erweitern, Knochenteilchen abzutragen oder Polypen zu entfernen. Da im Operationsgebiet sehr spezielle Gegebenheit vorliegen – etwa die Nähe der Hirnhäute, der Augen oder der Gehirnschlagader – bleibt dieser Eingriff sehr prekär und sollte möglichst vermieden werden.

Ein neues Operationsverfahren kommt aus den USA: Bei der Ballon-Sinuplastik schiebt der Arzt einen kleinen Ballon in die Engstelle. Dieser wird dann aufgepumpt und sprengt dabei das umliegende Gewebe. Die Methode wird in der Bundesrepublik noch nicht häufig eingesetzt. Langzeiterfahrungen fehlen. Die Krankenkassen prüfen derzeit, ob die Methode in den Leistungskatalog mit aufgenommen werden soll.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Alte Kommentare
  • Leo Friedl schrieb am 08.09.2010, 17:11 Uhr

    Mir hat ein HNO-Arzt schon vor 50 Jahren geraten, Polypen in der Nase nicht zu schneiden, weil diese wieder nachwachsen. Und je mehr man schneidet um so schneller kommen sie wieder. Bewährt hat sich eine regelmässige Nasenspülung mit einer physiologischen Kochsalzlösung. Gleiches gilt auch für Zysten, nur dass hier logischerweise eine Nasenspülung entfällt. Grüsse von LeO aus Thailand