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Warum Sie mit Asthma nicht tauchen dürfen

Man schätzt, dass etwa 10 Prozent der Gelgenheitstaucher unter Asthma leiden. Bei jedem zweiten tödliche Tauchunfall wurden Risikofaktoren und Gegenanzeigen nicht beachtet, wie das Ärzteblatt „Medical Tribune“ berichtet. Tauchen verlangt von Ihrer Lunge Schwerstarbeit – vor allem auch in Abhängigkeit von Ihrem Lungenvolumen und der Art des benutzten Tauchgerätes. Das Atmen der komprimierten Luft aus der Pressluftflasche erfordert eine verstärkte Atemarbeit. Diese Belastung erhöht sich immer weiter mit den getauchten Metern und wachsender körperlicher Anstrengung.

Beim Auftauchen kommt es am häufigsten zu Zwischenfällen: Das in der Tiefe eingeatmete Gas dehnt sich in Ihrer Lunge aus. Tauchen Sie nun zu schnell auf oder halten die Luft an, können die Lungenbläschen einreißen. Das kann verheerende Folgen haben – unter anderem eine tödliche Gasembolie.

Menschen mit Lungenerkrankungen wie Asthma sind besonders gefährdet, weil ihre Lungen bereits vorgeschädigt sind. Deshalb gilt für sie Tauchverbot. Zumal es bei Asthmatikern beispielsweise auch durch das Einatmen der kalten trockenen Luft oder die Anstrengung zu Krämpfen in den Bronchien kommen kann. Das erhöht des Risiko des Ertrinkens.

Wer ein leichtes Asthma hat und dennoch tauchen will, dem gibt der Tübinger Sportmediziner Dr. Kay Tetzlaff folgende drei Richtlinien:

  • es darf den vergangenen Tagen nicht zu akuten Asthmasymptomen gekommen sein
  • Sie müssen gut eingestellt sein und lang wirkende Medikamente einnehmen
  • Sie dürfen nicht tief tauchen und nur sehr langsam wieder aufsteigen.
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Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]