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Asthma: Vermeiden Sie die Auslöser

Im Falle einer unklaren Diagnose hilft ein Metacholintest beim Ausschließen von Asthma. Der Test besteht darin, dass Sie Metacholin inhalieren. Dies ist eine Subtanz, die Ärzte nur für Testzwecke (Provokationstest) verwenden. Wenn Sie an Asthma leiden, verursacht Metacholin eine vorrübergehende messbare Verengung (Spastik) der Atemwege.

Bei den meisten Menschen besteht die Behandlung darin, die auslösenden Ursachen zu vermeiden und die richtigen Medikamente einzunehmen. Identifizieren Sie die auslösenden Faktoren und eliminieren Sie diese, indem Sie folgendes tun:

  • Vermeiden Sie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), wenn Sie empfindlich auf Acetylsalizyläure (ASS, z. B. Aspirin®) reagieren.
  • Vermeiden Sie Konservierungsstoffe wie Sulfite, die häufig an Salaten in Restaurants und in Weinen vorkommen.
  • Regelmäßiges Staubwischen mit einer Staubmaske, Säubern und Auswechseln von Lüftungsfiltern, Klimaanlagen und Luftbefeuchter helfen ebenso wie milbensichere Matratzen und Bettwäsche. Einige Automodelle mit Klimaanlage sind mit Pollenfiltern ausgerüstet.
  • Sorgen Sie für eine optimale Luftfeuchtigkeit, die Hausstaubmilben und Schimmelpilze hemmt.
  • Waschen Sie Ihr Bettzeug wöchentlich bei 60°C, um den Staub zu minimieren.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, ob eines Ihrer Medikamente, die nicht für die Behandlung des Asthma bestimmt sind, für Ihre Asthmaanfälle verantwortlich sein kann.

Gefahr durch Schimmelpilze

Was Naturmediziner seit Jahrzehnten vermuten, bestätigte eine erste wissenschaftlich fundierte Studie: Schimmelpilze in feuchten Wohnungen verstärken ein bestehendes Asthma und können diese schwere Bronchialerkrankung sogar verursachen. Im Auftrag des finnischen Nationalen Gesundheitsinstituts in Helsinki untersuchte das Team unter der Leitung von Dr. Juha Pekkanen die Wohnbedingungen von mehr als 300 Schulkindern, von denen 121 an Asthma erkrankt waren. Asthmaerkrankungen traten dreimal häufiger bei den Kindern aus feuchten Wohnungen mit Schimmelpilzen auf als in trockenen Behausungen. Dem Bericht der Fachzeitschrift European Respiratory Journal vom März 2007 zufolge kann man dieses Ergebnis auf Erwachsene übertragen.

Schimmelpilze an den Wänden (oft unter der Tapete) und am Fensterrahmen (in der Kittrille) stellen häufig die Folge einer falschen Belüftung dar. Lüften Sie Ihre Wohnung drei- bis viermal täglich per Durchzug etwa fünf bis zehn Minuten lang. Küche und Bad sollten Sie nach jedem Kochen oder Duschen gründlich mit frischer Luft versorgen.

Gefahr durch Bakteriengifte im Hausstaub

Giftige Stoffwechselprodukte von Bakterien (Endotoxine) im Hausstaub gelten als gefährliche Asthmaverstärker. Besonders vergiftet ist der Staub auf dem Fußboden von Schlafzimmern. Dies fand Dr. Peter Thorne vom umweltmedizinischen Zentrum der Universität Iowa anhand von Bodenproben heraus.

Wie das Nationale Gesundheits-Institut der USA im September 2005 in einer Pressemitteilung erläuterte, analysierte der Forscher mehr als 2.500 Staubproben aus 831 Häusern und Wohnungen. Das Ergebnis: Je höher die bakterielle Endotoxinbelastung des Staubs, desto stärker die Asthmabeschwerden der Bewohner. Dies geschah unabhängig davon, ob dem Asthma eine Allergie zu Grunde lag oder nicht. Eingeatmete Endotoxine reizen die Atemwege, führen zu Mikroentzündungen und verschlimmern bestehende Asthmabeschwerden. Verzichten Sie aus dem Grund im Schlafzimmer auf Teppiche, die wahre Staubfänger sind. Wählen Sie glatte, leicht wischbare Bodenbeläge wie das moderne Laminat oder oberflächenversiegeltes Holz.

Ozon: Gut oder Böse?

Unter erhöhten Ozonwerten der Luft bei schönem Sommerwetter können Menschen mit vorgeschädigten oder erkrankten Atmungsorganen erheblichen Schaden nehmen. Da Ozon die Schleimhaut der Luftwege angreift, macht es sie durchlässiger für Allergie auslösende Stoffe. Tabakrauch verschärft das Problem. Ozon hat für uns Menschen zwei Gesichter: Auf der einen Seite bildet es die Schutzhülle für unsere Erde und hält die UV-Strahlen ab. Auf der anderen Seite erweist es sich als gesundheitsschädlich, wenn es sich als Gas in der Nähe des Erdbodens bildet. Es belastet zusammen mit anderen Schadstoffen den Organismus.

Wenn Sie unter Atemwegs- und Kreislauferkrankungen leiden, bemerken Sie die Ozon-Auswirkungen. Sie führen von Kopfschmerzen über Müdigkeit bis hin zu Irritationen der Schleimhaut. Leiden Sie unter Asthma oder ähnlichen Erkrankungen, treten bei hohen Ozonwerten unter Umständen Luftnot und Hustenanfälle auf. Achten Sie aus diesem Grund auf Ozonmeldungen im Radio oder Fernsehen. Verlegen Sie bei hohen Ozonwerten Ihr Training nach drinnen oder in die kühlen Abendstunden. Nach 18 Uhr sind die Ozonwerte im Sommer am niedrigsten. Menschen mit empfindlichen Bronchien, Asthma oder Herzproblemen sollten sich ab einer Konzentration von 160 Mikrogramm im Freien nicht körperlich belasten.

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