Asthma bronchiale: 3 Übungen aus dem Qi Gong
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1. Verfolgen Sie Ihren Atem: Setzen Sie sich auf einen Stuhl. Wichtig ist, dass Sie beide Füße auf den Boden setzen. Spüren Sie diese „Erdung". Nun richten Sie sich auf; stellen Sie sich vor, dass Sie wie eine Marionette am Faden gerade hochgezogen werden. Spüren Sie, wie sich Ihre Wirbelsäule streckt und schließlich gerade ist. Merken Sie, wie sich Ihr Nacken, Ihre Schultern entspannen. Atmen Sie jetzt tief und gleichmäßig ein. Beobachten Sie Ihren Atem und verfolgen Sie ihn durch den ganzen Körper. Spüren Sie, wie er in Sie hereinströmt, den Brustkorb weitet, bis in die Lungenspitzen vordringt und schließlich den Körper wieder durch die Nase verlässt. So werden Sie Ihren Atemstrom besser kennen lernen.
2. Luftballon: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Beine schulterbreit gespreizt, die Arme hängen locker an Ihrem Körper herunter. Nun atmen Sie langsam ein und verfolgen Ihren Atem, wie er in Ihren Brustkorb strömt und diesen weitet. Atmen Sie dann wieder aus und verfolgen Sie Ihren Atem ebenfalls, wie er aus dem Brustkorb durch die Nase Ihren Körper verlässt. Nun atmen Sie erneut ein und heben Ihre gestreckten Arme bis auf Schulterhöhe -Sie dürfen die Schultern aber nicht hochziehen. Stellen Sie sich jetzt vor, dass der Atem bis in den Bauch geht und Ihr Bauch sich durch das Einatmen wie ein Luftballon aufbläht. Danach atmen Sie wieder aus. Stellen Sie sich vor, wie der Luftballon langsam wieder schlapp wird. Ziehen Sie Ihre Ellenbogen zum Körper zurück, dann lassen Sie auch die Unterarme wieder seitlich an den Körper sinken.
3. Der balancierende Affe: Stellen Sie sich mit schulterbreit geöffneten Beinen hin. Halten Sie den rechten Arm seitlich auf Höhe Ihrer Schulter, die Handfläche zeigt nach unten, der linke Arm ist auf Schulterhöhe nach vorne ausgestreckt, die Handfläche zeigt nach vorne. Ihr Kopf ist gerade. Während Sie nun einatmen, drehen Sie Ihre rechte Handfläche nach oben und strecken den rechten Arm nach vorne aus, während Sie wieder ausatmen, ziehen Sie Ihren linken Arm zurück. Diese Übung wiederholen Sie 12 Atemzyklen lang — sie beruhigt und stärkt ihre Atemmuskeln.
Qi Gong hat sich auch bei zahlreichen Multiple-Sklerose-Patienten als hilfreich erwiesen.Bei akuten Schübenmuss natürlich die medikamentöse Behandlung sein.Aber zwischen diesen Schüben leiden die Betroffenen häufig unter Bewegungsstörungen – hier können die Übungen des Qi Gong Linderung schaffen.
So vertiefen Sie Qi Gong optimal
Qi Gong hat den Vorteil, dass es eine relativ verletzungsarme Bewegungstechnik ist. Die Übungen, die ich Ihnen hier vorstelle, können Sie sofort nachmachen. Wollen Sie aber tiefer ins Qi Gong einsteigen, empfehle ich Ihnen, dies nicht im Selbststudium zu machen. Sie könnten doch einige Bewegungen nicht richtig durchführen, was dann zu Beschwerden, zum Beispiel in den Knien, führen kann. Zudem könnten Sie sich falsche Körperhaltungen angewöhnen – dann hat Qi Gong keinen Erfolg. Ich empfehle Ihnen, einen Kurs zu machen. Selbst Krankenkassen haben diese Kurse heute schon im Angebot – hier lernen Sie die richtigen Bewegungen und können danach zu Hause weiter üben.