HNO ist das Kürzel für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder auch Oto-Rhino-Laryngologie. International wird auch das Kürzel ENT für „Ears, Nose and Throat“ verwendet. Hierbei handelt es sich um ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen und Verletzungen von Ohren, Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Atemwegen und Speiseröhre beschäftigt. Die HNO hat mehrere Schnittstellen mit anderen medizinischen Fachgebieten, beispielsweise der Dermatologie beziehungsweise Allergologie, der Inneren Medizin, insbesondere der Pneumologie, der Kinderheilkunde und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.
Zu den von einem HNO-Arzt behandelten Organen gehören Ohrmuschel, Ohrläppchen, Gehörgang, Mittelohr, Nase, Nasenhaupthöhlen, Nasennebenhöhlen, Nasenrachenraum, Rachenmandeln, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Mundschleimhaut, Zunge, Gaumenmandeln sowie Speicheldrüsen.
Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde darf sich nennen, wer nach erfolgreich absolviertem Medizinstudium eine fünfjährige Facharztausbildung durchlaufen hat, die sich in zwei Abschnitte gliedert: Zuerst durchläuft der zukünftige Facharzt eine zweijährige Weiterbildung auf dem gesamten Gebiet der HNO, bevor er sich in den letzten drei Jahren auf ein Teilgebiet spezialisiert.
Während viele HNO-Krankheiten konservativ behandelt werden können, muss sich auch der HNO-Arzt bisweilen als Operateur betätigen. Mögliche Eingriffe sind beispielsweise eine Eröffnung der Nasennebenhöhlen bei chronischer Sinusitis, der Entfernung der Mandeln bei Kindern oder Erwachsenen oder mikrochirurgische Eingriffe am Kehlkopf oder Innenohr.
Lesen Sie hier mehr über typische unter die HNO fallende Krankheiten, wie beispielsweise Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung oder Tinnitus.