Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom
Eingewachsene Fußnägel können höllische Schmerzen bereiten. Der Schmerz geht von heftig pochend bis ziehend. Meist ist der Nagel des großen Zehs betroffen. Er wächst dann seitlich der Nagelfalz ein und verletzt dabei die Haut. Diese schwillt an, rötet und entzündet sich. Es bildet sich „wildes" Fleisch, also neues Gewebe. Durch die Verletzung können Bakterien in die Wunde eintreten und die Infektion nimmt unter Umständen gefährliche Ausmaße an. Eine Blutvergiftung droht. Die Entzündung wird so schmerzhaft, dass Gehen unmöglich wird.
Oft werden die Nägel seitlich zu tief abgeschnitten. Auch eine zu starke Belastung beim Sport kann die Ursache sein. Die Form des Nagelbettes, die Krümmung der Zehennägel und Übergewicht spielen ebenfalls eine Rolle. Und ich komme nicht darum herum, es mal wieder zu erwähnen: Zu enge und zu hohe Damenschuhe üben einen immensen Druck auf die Zehennägel aus - insbesondere auf den Nagel des großen Zehs.
Ein eingewachsener Zehnagel braucht Hilfe, denn er heilt nicht von allein wieder aus. Deswegen sollten Sie mit einem solchen Problem einen Hautarzt oder einen Sportmediziner aufsuchen. Die Wunde muss gesäubert und antiseptisch behandelt werden. In den meisten Fällen wird Ihnen der Doktor dann zu einer Nagelspange raten. Sie übt Druck auf die Mitte Ihres Nagels aus und hebt dadurch die Nagelkanten etwas an. Die Betroffenen fühlen sich relativ schnell entlastet und schmerzfrei. Das Verfahren kostet etwa 130 Euro, die Sie selbst zahlen müssen.
- Kommentar von Eva Maria Kost Ruhl
Ich habe an beiden großen Zehen dieses Problem gehabt und habe darunter sehr lange gelitten. Ich habe dann das Problem dauerhaft folgendermaßen gelöst: den Nagel ganz runtergeschnitten, damit der Druck erstmal weg ist. Die Stelle mit Betaisadona großzügig bestrichen, Pflaster drauf. Das macht das Gewebe weich. Diesen Vorgang wiederholen, bis der Nagel wieder rausgewachsen ist (dauert ein paar Wochen). Zwischendurch Fußbäder und den Nagel mit einer Feile etwas lockern, den Rand etwas freilegen. Da die Haut durch das Betaisadona weichgehalten wird und zusätzlich auch das Fußbad für Geschmeidigkeit sorgt, geht das relativ schmwerzfrei. Ich habe das vor ca. 10 Jahren gemacht, nachdem ich ebensolange darunter gelitten habe und habe seit dem keine Probleme mehr. Ich mache allerdings vor der Fußpflege, vor den Säubern der Nägel immer ein kurzes heißes Fusbad und achte darauf, den Nagel nicht unter den seitigen Rand zu schneiden. Sollte das doch mal passieren, einfach den Vorgang Betaisadona und Pflaster wiederholen. Noch ein Tipp: dunkle Strümpfe tragen, das Betaisadona geht sehr schlecht aus weißen Socken raus und sieht nicht so schön aus.
Antworten- Kommentar von Eva Kampczyk
Lieber Herr Erb, als med. Fußpflegerin muß ich Ihnen widersprechen, bei einem eingewachsenen Nagel kann nur der Fußpfleger und nicht der Hautarzt oder Sportarzt helfen, denn der Fußpfleger ist darin ausgebildet!!!
Antworten- Kommentar von Fritz Stenger
Man kann dem Einwachsen vorbeugen, indem man etwas Toilettenpapier unter den Nagel der grossen Fusszehe schiebt. Das ist billiger als eine Spange und genauso wirksam.
Antworten- Kommentar von Isabelle
Wenn man bei den ersten Beschwerden ein kleines Dreieck aus der Mitte des vorderen Nagelrands schneidet, wächst der Nagel mehr zur Mitte und vom Rand weg. Eine ärztliche Behandlung ist dann nicht nötig.
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