Hilfe für Angehörige in den ersten schweren Stunden
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 17. September 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Wenn etwas Schlimmes passiert - etwa ein schwerer Verkehrsunfall, ein Feuer, ein Überfall, eine Straftat, ein Selbstmord - dann ist mit dem Eintreffen von Notärzten, Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen für die Opfer professionell gesorgt. Doch wer kümmert sich um die Mutter, die wegen ihres verunfallten Kindes unter Schock steht, wer sorgt für den Mann, der vor Angst um seine Frau nicht mehr ein noch aus weiß, oder für die Tochter, deren Mutter überfallen wurde? Oft fehlen Zeit und Ansprechpartner für die Angehörigen, Begleiter, Freunde der Opfer oder diejenigen, die den Opfern in der Not zur Seite sprangen. Diese Lücke wird jetzt unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz durch ein Kriseninterventionsteam - kurz KIT - geschlossen. Es kann von den professionellen Einsatzkräften zu jeder Tages- und Nachtzeit angefordert werden, wenn sie das Gefühl haben, die Angehörigen sollten nicht allein bleiben, aber auch von allen anderen Personen. Nach 30 bis 60 Minuten ist die Hilfe da. Sie konzentriert sich ausschließlich auf das jeweilige Ereignis, vermittelt aber weiterführende Hilfe, wenn nötig, und ist kostenlos.