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Rezepte gegen Beschwerden nach Hildegard von Bingen

Die Hildegard-Medizin ruht af 5 Säulen, wobei eine ausgewogene Ernährung die Basis bildet. Daher kommt der Auswahl der Nahrungsmittel in der Hildegard- Medizin eine bedeutende Rolle zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten zu.

Dabei kommt es nicht auf den Vitalstoffgehalt der einzelnen Lebensmittel an, sondern vielmehr auf ihre Feinstofflichkeit (Subtilität), die den Heilwert bestimmt und auf ihre „Grünkraft“ (Viriditas), die man auch als Lebensenergie bezeichnen könnte.

Gesunde Lebensmittel nach der heiligen Hildegard sind z. B.:

  • Dinkel
  • Bohnen
  • Edelkastanien
  • Äpfel, Birnen (gekocht)
  • Geflügel, Lamm
  • Forellen

Gemieden werden sollten dagegen u. a. Aal, Schweinefleisch, Porree, Pilze und Weizenmehl, die für die Heilkundige „Küchengifte“ darstellten. Bei Erkrankungen wird in der Hildegard-Medizin die heilende Nahrung durch ausgewählte Kräuter und Gewürze ergänzt. So empfiehlt die heilige Hildegard z. B. den ursprünglich aus dem arabischen Raum stammenden Galgant und die mediterrane Pflanze Betram, um den Stoffwechsel zu fördern und das Immunsystem zu aktivieren.Der Auswahl der Nahrungsmittel kommt in der Hildegard-Medizin eine bedeutende Rolle zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten zu.

Dabei kommt es nicht auf den Vitalstoffgehalt der einzelnen Lebensmittel an, sondern vielmehr auf ihre Feinstofflichkeit (Subtilität), die den Heilwert bestimmt und auf ihre „Grünkraft“ (Viriditas), die man auch als Lebensenergie bezeichnen könnte.

Rezepte nach Hildegard von Bingen:

Dinkelbrot
Dinkel, Rezepte nach Hildegard von Bingen© Björn Wylezich – Adobe Stock

Sie brauchen:
1 Kilo dunkles Dinkelmehl (Dinkelmehl bekommen Sie im Reformhaus, in der Biobäckerei oder im Bioladen. Dort können Sie sich das Mehl auch meist frisch mahlen lassen.)
17  g Salz ( 2 TL)
3/4 l Wasser
40 g Hefe

So geht’s:

  • Das Mehl in einer großen Schüssel mit dem Salz vermengen, die in lauwarmer Milch aufgelöste Hefe dazugeben und alles zu einem Teig verrühren. Nach und nach das Wasser dazu gießen und gut durchkneten.
  • Den Teig mit etwas Mehl von der Schüssel lösen und unter einem Handtuch etwa 1 1/2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Den Teig noch einmal durchkneten, zu einem Brot formen oder in eine Brotform geben. Noch einmal eine halbe Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Oberfläche leicht einritzen und mit Milch bestreichen.
  • Im vorgeheizten Backofen (200 bis 220 Grad)  rund 50 Minuten backen.

Gründonnerstags-Suppe aus Wildkräutern

Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 TL Bärlauchblätter
  • 2 TL Brennnesselblätter
  • 2 TL Gänseblümchen
  • 2 TL Gundelrebenblätter
  • 2 TL Löwenzahnblättchen
  • 2 TL Rauke
  • 2 TL Sauerampferblättchen
  • 2 TL Schafgarbenkraut
  • 2 TL Wegerichblätter
  • 1 Zwiebel (nach Belieben)
  • 2 EL Butter
  • 2 TL Weizenmehl
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 3 – 4 EL Sahne oder Sauerrahm

(alle Wildkräuter fein gehackt)

Die Wildkräuter können Sie selbst in der freien Natur sammeln oder im Bioladen kaufen.

Bereiten Sie aus Butter, der fein gehackten Zwiebel und Mehl eine helle Mehlschwitze zu, die Sie mit der Brühe ablöschen. Geben Sie die Kräuter hinzu und lassen Sie die Suppe noch 5 Minuten unter häufigem Umrühren köcheln. Rühren Sie dann Sahne bzw. Sauerrahm ein.


Petersilienwein gegen Herzschwäche

Kochen Sie einen Bund Blattpetersilie etwa fünf Minuten lang in einem Liter säurearmem Weißwein. Seihen Sie den Wein ab und geben Sie einen Esslöffel Weißweinessig und 250 g Bio-Honig hinzu.

Kochen Sie die Mischung nochmals drei Minuten, bevor Sie den Wein heiß in frisch ausgekochte, dunkle Flaschen füllen. Trinken Sie zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems zwei- bis dreimal täglich ein Likörglas von diesem Wein nach dem Essen.


Apfelbaumknospen gegen Migräne

Geben Sie 50 g junge Knospen vom Apfelbaum (im Frühjahr) und 250 ml kalt gepresstes Olivenöl in ein Glas und stellen Sie das verschlossenes Glas für eine Woche in die Sonne. Seihen Sie das Öl in eine dunkle Flasche ab und reiben Sie Ihre Schläfen jeden Abend vor dem Zubettgehen mit dem Öl ein.

Kühl gelagert hält sich das Öl etwa ein Jahr. Diese Hildegard-Rezeptur hilft nicht nur bei akuter Migräne, sondern beugt bei täglicher Anwendung neuen Schmerzanfällen vor.


Bärwurz-Birnen-Honig zur Darmentgiftung

Waschen Sie acht reife Birnen, entfernen Sie die Kerngehäuse und schneiden Sie die Früchte in kleine Stücke. Kochen Sie die Birnen in zwei Esslöffel Wasser weich und zerdrücken Sie sie zu Brei. Erwärmen Sie acht Esslöffel Bio-Honig, schöpfen Sie den Schaum ab und geben Sie 100 g fertige Bärwurzmischung aus Bärwurz, Galgant, Pfeffer und Süßholz in den Honig.

Rühren Sie das Birnenmus hinein, kochen Sie den Honig unter Rühren kurz auf und füllen Sie ihn dann in gut verschließbare Marmeladengläser. Nehmen Sie zur Darmreinigung täglich morgens auf nüchternen Magen einen Teelöffel, nach dem Mittagessen zwei Teelöffel und abends vor dem Zubettgehen drei Teelöffel über vier bis sechs Wochen ein.


Gemüse-Fastensuppe

Kochen Sie eine Tasse Dinkelkörner in drei Tassen Wasser zusammen mit je einer Tasse feingewürfelten Karotten, Fenchelgemüse, Sellerie, Bohnen und Kräutern. Nach 20 bis 30 Minuten seihen Sie die Brühe ab (wenn die Körper weich sind) und würzen diese mit Galgant und Quendel beziehungsweise Gartenthymian. – Fertig ist die Gemüse-Fastensuppe.

Besonders gesund an der Gemüse-Fastensuppe: Galgant und Quendel

Die Gewürze Galgant und Quendel empfahl Hildegard besonders gern. Galgant ist ein ingwerähnliches Gewürz, das Sie im Reformhaus erhalten.

Die bekannteste Wirkung von Galgant ist die Anregung sämtlicher Verdauungsvorgänge und die Stärkung von Herz und Kreislauf.

Quendel gehört zur Familie des Thymians und wird auch Feldthymian genannt. Man findet ihn bei uns kaum noch. Sie können stattdessen, wie bereits gesagt, Gartenthymian verwenden.


Beruhigende Nervenkekse

Die heilkundige Äbtissin empfahl dieses Rezept zur Stärkung der Nerven. Es enthält erstaunliche Mengen Zimtgewürz und Muskatnuss.

Die heilige Hildegard schrieb über die Nervenkekse: „Iss sie oft, und alle Bitternis deines Herzens und deiner Gedanken weiten sich, dein Denken wird froh, deine Sinne werden rein, alle schadhaften Säfte in dir minderer, es gibt guten Saft in deinem Blut und macht dich stark.“

Für die nervenstärkenden Kekse benötigen Sie die folgenden Zutaten:

  • 400 g Dinkelmehl
  • 160 g Butter
  • 80 g braunen Rohrzucker
  • 125 g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 1 Eigelb
  • 1 ganzes Ei
  • 15 g gemahlenen Zimt
  • 15 g Muskatnusspulver
  • 15 g gemahlene Gewürznelken
  • 1 Prise Salz

Kneten Sie alle Zutaten zu einem Teig, und rollen Sie ihn etwa ½ cm dick aus. Stechen Sie mit einem Likörglas runde Plätzchen aus, und backen Sie diese 20 Minuten im auf 180°C vorgeheizten Backofen. Diese Kekse sind keine Nascherei sondern ein Heilmittel, mehr als sechs sollten Sie daher pro Tag nicht davon essen.


Salbenwein für frischen Atem

Kochen Sie einen Esslöffel Salbeiblätter ein bis zwei Minuten lang in einem Viertel Liter Weißwein kräftig auf. Dabei entweicht der Alkohol fast völlig. Vom Herd nehmen und absieben, täglich ein bis zwei Gläser warm und schlückchenweise trinken – natürlich nur, sofern Sie keine Probleme mit Alkohol haben.

Quendelsuppe gegen Hautreizungen

Das brauchen Sie:
2 Hand voll Quendel oder Gartenthymian
1 Tasse Dinkelschrot
2 EL Butter
1 1/2 l gute Fleischbrühe
1 bis 4 Blättchen Ysop und Liebstöckel2 El süße Sahne
1 Messerspitze Muskat, Salz, Pfeffer.

So geht’s:

Den Quendel oder Thymian klein hacken (wenn Sie getrockneten Thymian nehmen, reicht 1 TL), in der Butter andünsten, langsam den Dinkelschrot dazurühren.

Wenn die Masse goldgelb ist, nach und nach die Fleischbrühe dazugeben. Etwa 15 Minuten leise simmern lassen. Die gehackten Kräuter dazugeben und mit der Sahne verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Muskat-Kekse gegen Depressionen

Das brauchen Sie:

315 g dunkles Dinkelmehl
125 g geriebene Mandeln
315 g Butter
200 g Zucker
3 Eigelb
2 Eier
1 Prise Salz,
1/2 Päckchen Backpulver
25 g Muskat
22 g Zimt
3 g Gramm Nelken

Muskat-Kekse gegen Depressionen – so geht’s:

Die Zutaten zu einem lockeren Mürbeteig verarbeiten und kleine Häufchen auf ein gefettetes Backblech spritzen.
Bei etwa 200 Grad rund 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Wenn Sie den Teig lieber ausrollen wollen, nehmen Sie von den Eiern nur die Hälfte bis ein Drittel.


Gegen Rückenschmerzen

Kochen Sie 500 g Weizenkörner mittelweich und lassen Sie sie durch ein Sieb gut abtropfen. Legen Sie eine Plastikfolie auf Ihr Bett, darüber ein Laken aus Leinen und ein Handtuch. Verteilen Sie die heißen Weizenkörner auf dem Handtuch und legen Sie sich mit nacktem Rücken darauf, sobald die Hitze erträglich ist.

Wickeln Sie das Leintuch um sich herum und ruhen Sie etwa drei Stunden. Wiederholen Sie diese Anwendung einmal täglich maximal fünf Tage lang.


Gelöschter Wein für einen erholsamen Schlaf

Erhitzen Sie ein halbes Glas von Ihrem Lieblingswein bis zum Siedepunkt. Dabei verlässt der Alkohol den Wein. Sobald Bläschen aufsteigen, ein Schuß kaltes Wasser dazugeben. Den Wein vom Herd nehmen und vor dem Schlafengehen schluckweise trinken. Das soll laut Hildegard von Bingen auch ein hervorragendes Rezept gegen schlechte Laune sein.


Zypressenbad löst Krämpfe und mindert Nervosität

Schneiden Sie eine Hand voll selbst gepflückter Zypressenzweige in kleine Stücke, in zwei Litern Wasser15 Minuten lang auskochen, den Sud in die Badewanne geben und mit warmem Wasser auffüllen, Badezeit: 20 Minuten. Sie können aber auch einige Tropfen Zypressenöl aus der Apotheke ins Badewasser geben.

Das Öl der Zypresse wirkt gefäßverengend, krampflösend und desinfizierend. Ebenfalls wirksam als Badezusatz ist das so genannte Zypressenkraut, das Sie in der Apotheke bekommen. Es hemmt Entzündungen und verbessert die Verdauung. Das Zypressenkraut – auch Heiligenkraut genannt – ist mit der Zypresse nicht verwandt.


Quendelsuppe gegen Hautreizungen

Sie brauchen

•2 Hand voll Quendel oder Gartenthymian,

•1 Tasse Dinkelschrot, 2 EL Butter,

•1 1/2 l gute Fleischbrühe,

•3 bis 4 Blättchen Ysop und Liebstöckel,

•2 EL süße Sahne,

•1 Messerspitze Muskat,

•Salz, Pfeffer.

So geht’s: Den Quendel oder Thymian klein hacken (wenn Sie getrockneten Thymian nehmen, reicht 1 TL), in der Butter andünsten, langsam den Dinkelschrot dazurühren. Wenn es goldgelb ist, nach und nach die Fleischbrühe dazugeben. Etwa 15 Minuten leise simmern lassen. Die gehackten Kräuter dazugeben und mit der Sahne verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.