Hier helfen Ihnen Antibiotika und ihre Alternativen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 18.10.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Antibiotika sollten immer die letzte Rettung und nicht die erste Wahl sein. Bei leichteren Infektionen wirken oft schon pflanzliche Antibiotika wie:
- Propolis
- Knoblauch
- Teebaumöl
- Wilder Indigo
- Bartflechte
- Myrrhe
- Thuja
- Salbei
- Ringelblume
Sinnvoll mit Antibiotika behandelt werden diese Erkrankungen:
- Lungenentzündungen
- Harnröhren- und Blasenentzündungen
- Aktinomykose (bakteriell bedingte Entzündung, die einer Pilzinfektion ähnelt)
- Mandelentzündungen
- Scharlach
- eitrige Mittelohrentzündungen
- Scheideninfektionen mit dem Gardnerella-Keim
- bestimmte Darminfektionen (mit Chlostridium difficile, Campylobacter-Enteritis)
- Wundinfektionen
- Mischinfektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, der Lunge oder im Bauchraum
Das sollten Sie vor der Einnahme beachten:
- Sagen Sie Ihrem Arzt, wenn Sie früher bereits einmal eine höhere Dosis eines Antibiotikums eingenommen haben.
- Fragen Sie Ihren Arzt nach Basispenicillin und vermeiden Sie die Einnahme von Reserveantibiotika.
- Lassen Sie sich bei Bagatellerkrankungen die möglichen Alternativen erklären.
- Wenn Sie wirklich Antibiotika einnehmen müssen, nehmen Sie sie wie verordnet zu Ende – auch wenn Sie sich schon wieder fit fühlen.
- Behandeln Sie sich niemals selbst mit übrig gebliebenen Antibiotika.
So vertragen Sie Antibiotika besser:
- Sagen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker, welche Medikamente Sie sonst noch einnehmen, damit überprüft werden kann, ob diese sich mit dem Antibiotikum vertragen.
- Nehmen Sie Antibiotika auf nüchternen Magen ein, denn Essen im Magen kann die Aufnahme der Wirkstoffe hemmen oder verzögern.
- Spülen Sie die Tabletten mit Leitungswasser (möglichst weiches) hinab. Milch und Mineralwasser sind nicht zu empfehlen, denn das darin enthaltene Kalzium kann die Antibiotika unwirksam machen. Grapefruitsaft führt unter Umständen zu starken Durchfällen. Koffeinhaltige Getränke können Herzrasen, Kopfweh und Schwindelgefühle nach sich ziehen, da Antibiotika die Wirkung des Koffeins verstärken.
- Wenn Sie mit der Pille verhüten, sollten Sie während der Einnahme der Antibiotika zur Sicherheit noch Kondome verwenden. Die Tabletten können nämlich die Wirksamkeit der Pille herabsetzen.
- Da Antibiotika die Haut lichtempfindlicher machen, verzichten Sie in diesen Tagen auf Sonnenbäder und Solarien.
- Besondere Aufmerksamkeit braucht Ihre Darmflora. Denn die nützlichen Darmbakterien werden von den Tabletten in Mitleidenschaft gezogen. Verzichten Sie in dieser Zeit ausnahmsweise auf alles, was die Verdauung anregt. Essen Sie mehr Joghurt und Kefir, damit sich die Darmflora wieder aufbauen kann.