Herzschwäche: Was Mutter Natur alles für Ihre Leistungskraft tun kann
Täglich Gesund
vom 15.08.2005 16:00 Uhr
GNL5223
Die Herzschwäche (med.: Herzinsuffizienz) ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen. Allein in Deutschland sind weit mehr als 1 Million Menschen betroffen, Frauen ca. doppelt so häufig wie Männer. Von den über 70-Jährigen leidet bereits jeder 10. an einer Herzschwäche, die meist mit starken schulmedizischen Medikamenten behandelt wird. Doch gerade im Anfangsstadium einer Herzschwäche können Ihnen Heilpflanzen, z. B. Weißdorn, Maiglöckchen und Meerzwiebel, genauso wirksam, aber viel sanfter helfen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Zubereitungen vor und sagen Ihnen auch, mit welchen Vitalstoffen Sie Ihr Herz zusätzlich unterstützen können.
Eine Herzschwäche entwickelt sich meist schleichend
Bei einer so genannten Rechtsherzschwäche pumpt die rechte Herzkammer nicht genügend "verbrauchtes" Blut aus dem Körperkreislauf zur Lunge zurück. Das Blut staut sich vor dem Herzen. Die Folge sind Wassereinlagerungen, v. a. an den Knöcheln, später auch im Bauchraum. Bei einer Linksherzschwäche pumpt die linke Herzkammer zu wenig sauerstoffreiches Blut von der Lunge in den Körper zurück. Das Blut sammelt sich in der Lunge, was v. a. nachts im Liegen zu asthmaähnlichen Beschwerden (Asthma cardiale) führen kann. In höherem Alter sind häufig beide Herzkammern geschwächt. Tückischerweise macht eine beginnende Herzschwäche nur sehr unspezifische Beschwerden.
Das sind Frühwarnsignale für eine beginnende Herzschwäche:
- schnelle Ermüdbarkeit
- allgemeine Abgeschlagenheit
- nachlassende körperliche Ausdauer, z. B. Atemnot beim Treppensteigen
- vermehrte Schweiße, v. a. nachts
Nehmen Sie diese Beschwerden nicht als unvermeidbare Alterserscheinung hin. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt gründlich untersuchen und auch eine Ultraschalluntersuchung Ihres Herzens durchführen. Das gilt ganz besonders, wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit) bzw. hohem Blutdruck leiden oder eine Herzmuskelentzündung, z. B. nach einer verschleppten Virusinfektion in jüngeren Jahren, durchgemacht haben. Falls sich der Verdacht einer beginnenden Herzschwäche bestätigt, kann Ihnen Mutter Natur mit zahlreichen Heilpflanzen hilfreich zur Seite stehen.
Diese Heilpflanzen können Ihnen bei Herzschwäche helfen:
- Maiglöckchen (Convallaria majalis)
- Meerzwiebel (Scilla maritima)
- Adonisröschen (Adonis vernalis)
- Strophantus (Strophantus kombè)
- Weißdorn (Crataegus oxyacantha)
- Arnika (Arnica montana)
- Khella (Ammi visnaga)
- Ginkgo (Ginkgo biloba)
- Knoblauch (Allium sativum)
Die ersten vier wirken direkt auf den Herzmuskel, die anderen verbessern seine Versorgung.
Maiglöckchen und Meerzwiebel geben Ihrem Herzmuskel neue Kraft
Maiglöckchen, Meerzwiebel, Adonisröschen und die Strophantusliane enthalten herzwirksame Glykoside, kurz Herzglykoside. Das sind Zuckerverbindungen, die die Kontraktionsfähigkeit und Pumpleistung des Herzmuskels direkt erhöhen. Herzglykoside wirken sehr stark, denken Sie nur an das – inzwischen – synthetisch hergestellte und rezeptpflichtige Herzglykosid des Roten Fingerhuts. Daher sollten Sie pflanzliche Herzglykoside nur unter Aufsicht Ihres Therapeuten einnehmen. Zubereitungen zum Selbermachen sind wegen möglicher Überdosierung der Herzglykoside unter keinen Umständen zu verantworten!
Weißdorn & Co. Stärken Ihren Herzmuskel
Arnika, Khella, Weißdorn, Ginkgo und Knoblauch unterstützen den Herzmuskel indirekt. Sie verbessern v. a. die Durchblutung der Herzkranzgefäße, sodass der Herzmuskel mehr Sauerstoff und Nährstoffe erhält. Ein gut versorgter Herzmuskel kann natürlich besser pumpen. Dazu liegen für Weißdorn und Ginkgo zahlreiche neue Studien vor, während die Wirkung der anderen drei vorwiegend auf Erfahrungswissen beruht.
Auch das Herz braucht Vitamin D
Vitamin D fürs Herz? Ja! Das hat eine Studie der Universität Bonn zusammen mit dem Herzzentrum Bad Oeynhausen im Jahr 2003 ergeben. Danach lagen die Vitamin-D-Werte von Patienten mit einer mittelschweren Herzinsuffizienz um bis zu 50 % niedriger als bei Gesunden. Je schwerer die Herzleistungsschwäche, desto ausgeprägter war auch der Vitamin-Mangel. Das bedeutet zwar nicht, dass Vitamin D eine Herzschwäche heilen könnte. Ein Mangel kann sie aber ganz offenbar verschlimmern. Nehmen Sie daher unbedingt genügend Vitamin D zu sich. Der Vitamin-D-Tagesbedarf für Erwachsene beträgt 5 µg bzw. 1.000 Internationale Einheiten. Da Vitamin D unter Einfluss von UV-Licht bis zu 90 % vom Körper selbst gebildet wird, sollten Sie sich täglich mindestens eine halbe Stunde im Freien aufhalten. Fisch, Butter, Sahne, Hartkäse, Eigelb und Milch sowie Fertigpräparate (z. B. Vitamin D3-Hevert®, Tagesdosis 0,07 €) liefern Ihnen die Bausteine und auch schon fertiges Vitamin D. Carnitin und Coenzym Q 10 stärken die Pumpleistung Zur Unterstützung der Energiegewinnung im Herzmuskel haben sich auch Coenzym Q 10 und Carnitin bewährt. So empfahl die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen erst im März 2004 Senioren die tägliche Einnahme von 1 bis 2 g L-Carnitin, das übrigens auch Ihre geistige Fitness fördert (z. B. Biocarn ® Sirup, Tagesdosis 0,35 €). Ihren Tagesbedarf von 15 bis 30 mg Coenzym Q 10 können Sie durch Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Unitec 10, Tagesdosis 0,59 €) decken. In der Regel dauert es 6 bis 8 Wochen, bis die genannten pflanzlichen Mittel greifen und auch die richtige Dosis gefunden ist. Haben Sie also Geduld – bei schulmedizinischen Herzmitteln ist das übrigens auch nicht anders.
Interessiert es Sie, wie Sie Ihren Körper auch gegen andere Krankheiten natürlich stärken können? Dann ist das hier etwas für Sie:
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