Herzmonat: Vorsorge-Aspirin nur bei Herzleiden einnehmen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 10. November 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
blutverdünnende Medikamente können für Gesunde gefährlich werden. Menschen ohne kardiovaskuläre Erkrankungen sollten deshalb auf den Einsatz von Aspirin zur Vorbeugung von Herzanfällen und Schlaganfällen verzichten. Davor warnen jetzt britische Experten, die mehrere Studien zu diesem Thema ausgewertet haben.
In Deutschland schlucken etliche Menschen täglich Acetylsalicylsäure - Aspirin oder ASS - zum Schutz gegen Herzinfarkt und Schlaganfall. Unter ihnen befinden sich auch viele Gesunde. Wie jedes andere Medikament kann auch die Acetylsalicylsäure Nebenwirkungen mit sich bringen. So kann es zu schweren inneren Blutungen kommen. Das ist schon lange bekannt. Erwiesen ist aber auch, dass Menschen, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hinter sich haben, von der blutverdünnenden Wirkung der bewährten Arznei profitieren. Denn bei ihnen ist das Risiko, dass es erneut zu einem Gefäßverschluss kommt, besonders hoch. Bei ihnen überwiegt der Nutzen der ASS-Therapie die mögliche Gefahr einer Blutung.
Bei gesunden Menschen sei der Nutzen jedoch nicht gegeben, sagen die Forscher. Deswegen sollten Sie von einer ASS-Therapie Abstand nehmen - sofern Sie keine Vorbelastungen haben. Das wiederum ist davon abhängig, wie alt Sie sind, ob Sie rauchen, sich falsch ernähren und zu wenig bewegen, ob Sie unter Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten leiden. Die Deutsche Herzstiftung, die den Monat November zum Herzmonat ausgerufen hat, bietet einen Online-Test (www.herzstiftung.de/risikotest/herz1php) an, der Ihr individuelles Risiko ermittelt. Am besten besprechen Sie das Ergebnis dann mit Ihrem Arzt.
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Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von brigitte damm (10.11. 2009 17:31 Uhr):
die internetadresse ist falsch, man kann die seite nicht aufmachen
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