Herzmonat: Sport macht Sie zu Ihrem eigenen Herzchirurgen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 2. November 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
anlässlich des Herzmonats gibt Ihnen mein Kollege Dr. Michael Spitzbart in dieser Woche Tipps, wie Sie Ihr Herz gesund halten können. Heute lesen Sie, warum Dr. Spitzbart Ihnen Sport unbedingt empfiehlt und wie dieser Ihr Herz stärkt:
Das Herz eines Sportlers bietet einen entscheidenden Vorteil: Es lebt länger. Das liegt daran, dass es nicht so häufig beansprucht wird, wie ein untrainiertes Herz. Egal, ob Sie trainiert oder untrainiert sind, Ihr Herz muss immer 5 Liter Blut durch den Körper pumpen. Aber in ein Sportlerherz passt mehr Blut - einfach, weil es größer ist. Es kann bis zu 1700 ml fassen. Zum Vergleich: in ein normales Herz passen 800 ml. So kann es mehr Blut auf einmal in den Kreislauf pumpen, das natürlich dann auch viel mehr Sauerstoff in jeden Teil Ihres Körpers bringt. So bleiben Sie fit, Gehirn und Organe arbeiten besser.
Und während ein untrainiertes Herz dafür zum Beispiel 70 Schläge pro Minute braucht, schlägt ein trainiertes Herz nur 50 Mal. Das sind pro Jahr rund 10 Millionen Schläge, die Ihr Herz weniger machen muss - seine Lebensdauer verlängern Sie so um rund ein Drittel. Aufgrund des größeren Fassungsvermögens kann auch Ihr Herz selbst viel besser versorgt werden - es schlägt ruhiger.
Darüber hinaus ist so ein trainiertes Herz größer, kräftiger und dadurch leistungsfähiger. Auch unter Belastung kann es seiner Arbeit ruhig nachgehen. Während Sie dann zum Beispiel locker die Treppen gehen, wartet Ihr untrainierter Nachbar noch immer auf den Aufzug. Und obwohl Sie gelaufen sind, kommen Sie nicht außer Atem.
Werden Sie zu Ihrem eigenen Herzchirurgen
Wussten Sie, dass Ausdauersport wie ein Bypass wirken kann? In Deutschland werden pro Jahr rund 73.000 Bypässe gelegt. Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich eine ganz einfache Technik. Wenn die Koronararterien rund um das Herz verstopft sind, dann kann kaum noch Blut hindurchfließen. Bevor die Gefäße völlig verstopft sind und es aufgrund dessen zu einem Herzinfarkt kommt, wird eine künstliche Umleitung aus den Beinvenen gelegt. Durch diese kann das Blut wieder fließen - meist hält so ein Bypass zehn Jahre lang.
Dabei wären solche Operationen vermeidbar, denn Ihr Herz ist selbst in der Lage, sich einen Bypass zu schaffen. Wenn Sie sich regelmäßig bewegen, dann bilden sich um das Herz neue Kapillargefäße, die sich wie Umgehungsstraßen rund um die großen Gefäße ziehen. Zudem macht der Sport die Herzgefäße weiter. So werden Sie zu Ihrem eigenen Herzchirurg.
Mehr Informationen zu Ihrer Herzgesundheit finden Sie in Dr. Spitzbart's Gesundheits-Praxis. Klicken Sie dazu gleich hier.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Haenel (04.11. 2009 12:59 Uhr):
Diesen Beitrag fand ich besonders geglückt, lehrreich und motivierend, vielleicht doch mehr für sein Herz zu tun!
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