Heilpflanzen für Frauen: Die Zaubernuss pflegt Ihre Venen und verscheucht Hämorrhoiden

in Täglich Gesund
vom


von Sylvia Schneider

Bei uns ist sie heute beliebt als Gartenpflanze, die jetzt im Herbst – und manchmal noch bis in den Winter hinein – ihre leuchtend gelben, bizarr geformten Blüten zeigt. Doch die wunderschöne Zaubernuss (Hamamelis virginiana) entfaltet eine enorme Heilkraft, die Sie sowohl äußerlich als auch innerlich anwenden können. Vor allem in Form von Wund- und Heilsalbe leistet Hamamelis gute Dienste.


Früher verwendete man Extrakte der Zaubernuss in hiesigen Breiten bei Verbrühungen und Verbrennungen, bei Schwellungen und Entzündungen der Haut. In der Volksmedizin ist sie ein beliebtes Heilmittel gegen Durchfallerkrankungen und Atemwegskatarrhe. In der Frauenmedizin bewährte sie sich bei Schwächezuständen nach der Geburt zur Stärkung der Gebärmutter, bei sehr starken Monatsblutungen und wunden Brustwarzen.

Es können sowohl die Blätter als auch die Zweige und die Rinde verwendet werden. Die Zaubernuss wirkt adstringierend, stoppt Blutungen, schleimigen Ausfluss und hemmt Entzündungen. Die Gerbsäuren der Hamamelis beschleunigen den Heilungsprozess, sie lindern Schmerzen und Schwellungen. Heute gibt es Lotionen, Tinkturen, Cremes und Salben aus den Wirkstoffen der Hamamelis in der Apotheke zu kaufen. Als Lotion oder Salbe lindern sie Krampfadern und Venenentzündungen, juckende Hämorrhoiden und geschwollene, entzündete Haut. Als Kompressen können Sie sie auf schmerzende Brüste legen. Die Tinktur wird zum Gurgeln bei Zahnfleischentzündungen und Aphthen empfohlen. Die Kommission E beurteilt die Wirksamkeit der Zaubernuss positiv.

Innerliche Anwendung als Tee findet sie bei

  • Menstruationsbeschwerden
  • Hämorrhoiden
  • schlecht heilenden Wunden
  • Unterschenkelgeschwüren
  • Schuppenflechte
  • Durchfall und Darmentzündungen
  • Magenblutungen

Äußerlich angewendet wird sie bei

  • Hämorrhoiden
  • wunden Brustwarzen, geschwollenen Brüsten
  • Krampfadern
  • Verstauchungen und Quetschungen
  • leichten Hautentzündungen
  • Zahnfleischentzündungen

In der Homöopathie wird Hamamelis besonders häufig angewendet. Haupteinsatzgebiet sind Venenleiden und Menstruationsbeschwerden.

Zubereitung und Anwendung

Die winterharte Zierpflanze gibt es in der Apotheke in einer Reihe von Fertigpräparaten, zum Beispiel Hametum Salbe und Extrakt, Hamamelis-Salbe-Heel S oder Hamevis-Tinktur. Blätter und Rinde gibt es auch getrocknet in der Apotheke.

  • So bereiten Sie einen Tee zu: Übergießen Sie 2 bis 4 Teelöffel getrocknete Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.
  • Für eine Abkochung setzen Sie 2 Gramm geschnittene oder grob gepulverte Rinde mit 1 Tasse Wasser auf, zugedeckt 10 Minuten leicht köcheln, heiß abseihen. Tee und Abkochung bei Durchfallerkrankungen 2 bis 3-mal täglich trinken.
  • Bei Zahnfleischentzündungen Tee lauwarm als Mundspülung einsetzen.
  • Bei Augenentzündungen abgekühlte Abkochung für eine Augenpackung verwenden. Wattepad durchfeuchten lassen, kurz ausdrücken und auf das Auge legen.

Nebenwirkungen: Bei empfindlichen Frauen oder erheblicher Überdosierung kann es gelegentlich zu Magen-Darm- Reizungen, in ganz seltenen Fällen zu Leberstörungen kommen. Tee und Abkochung nicht über längere Zeit verwenden.


von
Sylvia Schneider

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