Halten Sie Abstand zu Eichenprozessionsspinnern

in Täglich Gesund
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Er verwandelt Baumkronen in riesige Spinnennetze - der Eichenprozessionsspinner. Dabei handelt es sich bei ihm um einen unscheinbaren grauen Falter. Aber seine Raupen haben es in sich. Sie fressen nicht nur komplette Baumkronen kahl; sie häuten sich auch sechsmal und wachsen enorm.


Und nach der dritten Häutung werden sie unangenehm - nicht mehr nur für die Bäume, sondern auch für uns Menschen. Denn neben der normalen Behaarung prägen sich so genannte Brennhaare aus.

Berühren Sie diese Haare, dann sondern sie ein Nesselgift ab. Dieses führt zu starken Jucken und Entzündungen auf der Haut, in Augen oder Schleimhäuten. Besonders gefährlich sind die mit Widerhaken versehenen Haare für Menschen mit Asthma - es kann zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen.

In vielen Fällen wissen die Betroffenen gar nicht, warum es zu den Beschwerden kommt. Denn da die Haare über Jahre hinweg giftig bleiben, sind eventuell gerade gar keine Bäume befallen. Das äußere Zeichen für die Eichenprozessionsspinner fehlt also.

Zudem sind die Härchen so leicht, dass sie mit dem Wind weggeweht werden können - oder sie bleiben einfach irgendwo hängen: an Holz, am Boden oder an anderen Pflanzen.

Wichtig ist daher, dass Sie sowohl sich als auch Ihre Kinder von den magisch aussehenden Netzen fern halten oder - noch besser - befallene Gebiete meiden. Haben Sie Gespinste berührt, sollten Sie so schnell wie möglich duschen und Ihre Kleidung waschen sowie die Schuhe reinigen.


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
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Kommentar von Monika Gärtner

Sehr geehrte Frau Dr. Hahn-Hübner, ich lebe seit mehreren Jahren in Südamerika und behaarte Raupen sind hier keine Seltenheit. Es gibt aber ein fantastisches "Haus-" oder besser gesagt "Indianer-Hausrezept". Jede Raupe hat in sich das eigene Gegengift! Das Rezept ist einfach. Man nehme die Raupe, die einen berührt hat, zermatsche sie mit ein paar Tropfen Öl und schmiere sich diese Pasta auf die juckende Stelle. In wenigen Sekunden ist der Schmerz vorbei. Das erstemal kostet vielleicht etwas Überwindung - aber es funktioniert ausgezeichnet! Liebe Grüße Monika

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