Haben Tiere Humor? Oder haben Forscher keinen?

in Naturmedizin aktuell
vom


von Sylvia Schneider

Liebe Leserin,
lieber Leser,

je einsamer ein Mensch ist, desto eher vermenschlicht er Gegenstände. So das Ergebnis einer aktuellen Studie. Zum Beispiel gibt er seinem Auto einen Namen. Er nennt es Henry, Knubbel, Pupsi oder Hobel. Und behandelt es, als wäre es sein bester Freund und hätte eine Seele. Auch unser Auto hat einen Namen. Nicht weil wir einsam wären, sondern weil wir es uns mühsam zusammengespart haben. Andere nützliche Einrichtungen bekommen bei uns ebenfalls einen Namen. So heißt unsere Geschirrspülmaschine Anna, die Waschmaschine Therese und meine Schwiegermutter Maja.


Einsame Menschen neigen dazu, auch Tiere zu vermenschlichen

Auf diese Binse kamen unlängst amerikanische Forscher. Sie hat sich auch bis zum Nürnberger Zoo herumgesprochen. „Man soll Eisbären ja nicht vermenschlichen“, beschwor sich der Pfleger von Flocke letzten Samstag im TV quasi selbst. Dabei gab er dem süßen Matz die Flasche, wartete auf das Bäuerchen und massierte das Bärenbäuchlein zwecks besseren Stuhlgangs. Flocke muss man einfach vermenschlichen – solange bis er selbst den Eisbären herauskehrt. Schon bei Knut ließ sich doch die Interaktion zwischen Mensch und Tier blendend verfolgen. Für die Kommunikation war der Eisbär ebenso verantwortlich. Er nahm seinen Pfleger sehr beredt in die Pflicht.

Forscher, die solche Thesen aufstellen, haben meines Erachtens von Tieren keinen blassen Schimmer. Diese "Untierischen" bestreiten, dass Tiere logisch denken, traurig und schlecht gelaunt sein können, dass sie lachen, Humor haben und genau wissen, wann sie sich daneben benehmen.

Das Gelächter der Ratten entlarvt die Arroganz des Menschen

Der amerikanische Neurowissenschafter Jaak Panksepp hat sogar nachgewiesen, dass Ratten sehr humorvoll sind und über diverse Dinge in heiteres Gelächter ausbrechen. Seine Kollegen bekämpften ihn lange dafür. Denn – so ihre einhellige Meinung – Tiere haben keine menschenähnlichen Gefühlsregungen. Doch inzwischen konnten er und einige seiner Kollegen das Lachen der Ratten wissenschaftlich wasserdicht nachweisen. Ratten sind sogar kitzlig und geben vor Vergnügen Freudentöne von sich.

Jeder, der mit Tieren lebt, weiß auch ohne solche Nachweise, dass der Emotionsforscher recht hat. Warum sollen wir unsere Tiere auch nicht vermenschlichen? Sie vertieren uns ja auch. Und ich kenne niemanden,der mehr Humor hat als unser Kater. Und keiner lacht herzlicher als unsere Katze, wenn Sie sich amüsiert.

Wie sehen Sie das?

Ihre Sylvia Schneider


von
Sylvia Schneider

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