Zysten: Zystadenome und Dermoidzysten
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Zystadenome sind keine reinen Zysten mehr, sondern Geschwülste der Eierstöcke, die mit flüssig-festen oder hautähnlichen Bestandteilen gefüllt sind. Die gutartigen serösen (wässrigen) Zystadenome können in jedem Alter auftreten, am häufigsten sind sie im dritten und vierten Lebensjahrzehnt. Gewöhnlich lösen sie keine besonderen Beschwerden aus. Vielleicht fallen sie auf, weil sie so groß werden und zur Zunahme an Gewicht und Leibesumfang der Frau führen oder auf andere Bauchorgane drücken. Seröse Zystadenome sind in der Regel gutartig, können allerdings hin und wieder auch entarten.
Ist ein Zystadenom mit einer fadenziehenden, gallertigen Flüssigkeit gefüllt, heißt es muzinös (Muzin = Schleimstoff). Es kann riesige Ausmaße erreichen. Die gutartige Form findet sich am häufigsten bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren, die bösartige bei älteren Frauen.
Dermoidzysten sind ebenfalls Geschwülste der Eierstöcke. Sie enthalten Bestandteile von Haut und Hautanhangsgebilden wie Haare oder Zähne und auch Talgdrüsen. Das mag Ihnen im Zusammenhang mit Eierstöcken sehr seltsam vorkommen. Dermoidzysten entwickeln sich aber aus den Keimzellen, die normalerweise die Eizelle und damit die Vorstufe allen menschlichen Gewebes hervorbringen. Unter diesem Aspekt ist ein solcher Befund schon eher verständlich. Obwohl sie meist schon von Geburt an vorhanden sind, werden Dermoidzysten vorwiegend bei jüngeren Frauen entdeckt, wenn sie so groß geworden sind, daß sie Beschwerden im Unterleib verursachen. Sie sind in der Regel gutartig, können aber auch zu Krebsgeschwülsten werden.
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