Zysten: Wann eine Behandlung nötig ist
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Bei kleineren funktionellen Eierstockzysten, die keine Beschwerden machen, rät der Arzt, zunächst abzuwarten und zu beobachten. Oft bilden sie sich nach ein bis zwei Menstruationszyklen von selbst wieder zurück. Falls nicht, wird der Arzt oder die Ärztin einen Ovulationshemmer (Pille) verordnen, der das Zystenwachstum hormonell eindämmt bzw. rückgängig macht. Bleiben die Zysten auch danach noch bestehen, wird eine diagnostische Laparoskopie durchgeführt. Ergibt diese tatsächlich den Befund „funktionelle Zysten“, kann der sie zur weiterführenden Diagnostik und eventuell auch zur Therapie punktieren. Die abgezogene Flüssigkeit wird dann im Labor auf eventuelle bösartige Zellen untersucht.
Für die Behandlung polyzystischer Ovarien ist die Frage ausschlaggebend, ob die Frau schwanger werden möchte oder nicht. Im ersten Fall versucht der Arzt, durch Verabreichung von Clomifen einen Eisprung auszulösen. Möchte die Frau dagegen verhüten, kommen gestagenbetonte Ovulationshemmer oder Antiandrogene (mit Cyproteronacetat) in Betracht. Letztere helfen auch gegen den vermehrten Haarwuchs und die Akne, die polyzystische Ovarien oft begleiten. Ganz selten wird heute die früher übliche Keilresektion durchgeführt, bei der ein Teil der Eierstöcke operativ entfernt wird, um den Eisprung zu erleichtern. In 10 bis 20% der Fälle kommt die Ovulation spontan ohne Therapie in Gang.
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