Zysten: Eierstockzysten bringen Hormone durcheinander
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GNL5356
Es gibt Frauen, bei denen aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts der Eisprung über längere Zeit ausbleibt und bei denen dann eine ganze Reihe von Follikelzysten in den Eierstöcken (Ovarien) entstehen. Dann handelt es sich um polyzystische Ovarien (poly = mehrere, viele). Die Eierstöcke sind meist auf das Zwei- bis Fünffache vergrößert und mit zahlreichen kirschkerngroßen Zysten durchsetzt. Polyzystische Ovarien machen sich meist durch Ausbleiben der Menstruationsblutungen und Sterilität bemerkbar. Die Störung kann infolge des hormonellen Ungleichgewichts auch mit vermehrter Körperbehaarung, Akne und Fettsucht einhergehen.
Da wegen des fehlenden Eisprungs auch die sonst folgende Gelbkörperphase (Corpus-luteum-Phase) ausbleibt, wird kein oder nur sehr wenig Progesteron gebildet. Es herrscht nahezu ausschließlich der Einfluß von Östrogen. Über längere Zeit kann er die Entstehung von Zellveränderungen in Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) und Brust begünstigen. Mit anderen Worten: Diese Frauen tragen unter Umständen ein erhöhtes Risiko für Endometriumkarzinom und Brustkrebs; sie sollten besonders achtsam die regelmäßigen Termine der Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.