Zysten: Diagnose
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Nachdem die Ärztin oder der Arzt nach Beschwerden, Krankengeschichte und medizinischen Auffälligkeiten in der Familie gefragt hat, folgt die körperliche Untersuchung, bei der die Bauchorgane über die Vagina und mit der anderen Hand über die Bauchdecke abgetastet werden. Liegen Zysten vor, kann die beidhändige Untersuchung Schmerzen verursachen. Ergänzend können Bluttests notwendig sein, etwa zur Hormonbestimmung, falls sich ein Verdacht auf polyzystische Ovarien ergeben hat.
Eine der wichtigsten Methoden zur Aufdeckung von Zysten ist die Sonographie (Ultraschall). Mit Hilfe von Schallwellen lassen sich die inneren Organe bildlich darstellen und dabei die Größe der Eierstöcke und der Umfang sowie die Zahl eventuell vorhandener Zysten ermitteln. Auch die Beschaffenheit des Zysteninhalts – flüssig oder fest – ist mit Ultraschall zu erkennen. Bei festem Inhalt sorgt eine Röntgenaufnahme bzw. Computeroder Kernspintomographie für weitere Klärung, denn solide Geschwülste im Eierstock sind gelegentlich bösartig.
Wenn die exakte Diagnose mit diesen Methoden noch nicht gestellt werden kann, etwa bei Endometriose, hilft oft nur der direkte Blick auf die Organe, die Laparoskopie. Dabei wird ein Endoskop, ein Instrument mit winzigem Sichtgerät, durch einen kleinen Bauchschnitt unterhalb des Nabels eingeführt. Mit der Endoskopie lassen sich die Beckenorgane genau betrachten, auch Endometriose-Herde sind zu sehen, die dann mittels Koagulation (Einschmelzung) beseitigt werden können. Kleinere Zysten lassen sich punktieren oder ganz entfernen. Das Zystenpunktat wird zur histologischen Begutachtung eingeschickt und gibt Auskunft darüber, ob das Zystenmaterial bösartig ist oder nicht.