Wenn die Gelenke schmerzen
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Wechseljahre
GNL5356
Wechseljahre
In den Wechseljahren bekommen viele Frauen durch die Hormonumstellung Beschwerden. Am häufigsten machen ihnen Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Reizbarkeit, depressive Verstimmung und Schlafstörungen zu schaffen. Woran sie meist nicht denken, ist, dass auch Schmerzen in den Gelenken durch den Abfall an Östrogenen bedingt sein können. Die Beschwerden treten vor allem morgens auf und machen sich oft an den Fingergelenken bemerkbar. Die Finger sind steif, und es dauert nach dem Aufstehen einige Zeit, bis sie wieder voll beweglich werden.
Jede Bewegung verursacht Beschwerden, kein Wunder, dass die Betroffene als Erstes ihre sportlichen Aktivitäten reduziert. Aber es sind nicht nur die Gelenke, die weh tun. Bisweilen schmerzen ganze Muskelpartien, vor allem im Rücken oder in den Armen.
Natürlich muss bei allen Weichteilund Gelenkerkrankungen eine internistische Abklärung erfolgen. Treten die Beschwerden allerdings erstmals im Klimakterium auf, sollten Sie auch an ein Östrogendefizit denken. Östrogene fördern die Durchblutung und steigern die Synthese von Gelenkschmiere und Kollagenen (wichtige Bestandteile von Bindegewebe, Knorpel und Knochen). Fallen sie aus, vertrocknen die Gelenke.
Oft vergehen diese Beschwerden, sobald sich ein neues hormonelles Gleichgewicht eingestellt hat. Aber es ist sinnvoll für Sie, sich in der gynäkologischen Praxis beraten zu lassen. Hormonbegleitung oder auch pflanzliche Östrogene können helfen (z. B. in Cimifuga racemosa als Medikament oder in der Nahrung, s. Sonderausgabe „Wechseljahre” S. 12).
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