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Hitzewallungen in den Wechseljahren

Hitzewallungen gelten als typische Wechseljahrssymptome. Sehr viele Frauen erkennen an Hitzewallungen und plötzlichen Schweißausbrüchen, dass die Zeit der körperlichen Umstellung begonnen hat. Die meisten Frauen leiden zudem sehr unter den Beschwerden. Die Wallungen können sowohl eine intensive Hitze entwickeln, aber auch als Kältewelle durch den Körper fließen. Im Wechsel auftretend, wenn also dem intensiven Schweißausbruch der Kälteschauer folgt, sind sie für die Betroffene besonders belastend.

Wie lange eine Frau solche „fliegenden Hitzen“ hat, ist individuell verschieden. Manche Frauen spüren sie nur wenige Monate, andere jahrelang. Sie können beginnen, wenn ansonsten außer leichten Zyklus-Unregelmäßigkeiten noch nicht erkennbar ist, dass die Wechseljahre eingetreten sind. Und sie hören mit der letzten Monatsblutung oft noch lange nicht auf.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wie es zu Hitzewallungen kommt
  2. Praktische Tipps bei Schweißausbrüchen
  3. Lindern Sie Ihre Beschwerden natürlich
  4. Die richtige Ernährung macht viel aus

Wie es zu Hitzewallungen kommt

Es ist immer noch nicht vollständig entschlüsselt, wodurch Hitzewallungen und Schweißausbrüche entstehen. Möglicherweise hängen sie damit zusammen, dass das Wärmeregulationszentrum in einer bestimmten Gehirnregion (Hypothalamus) so reagiert, als hätte der Körper seinen Thermostat verstellt. Eventuell liegt dies an den wechselnden Konzentrationen an Gelbkörperhormon (Progesteron) im Blut:

  • Im normalen Zyklus steigt die Körpertemperatur nach dem Eisprung unter Einfluss des Progesteron auf 36,9 bis 37,1 °C an und geht mit Absinken des Hormons zum Zyklusende wieder auf den Ausgangswert zurück.
  • Bei schwankenden Gelbkörperhormonspiegeln, wie sie für die Wechseljahre typisch sind, erhält die Temperatursteuerungszentrale im Hypothalamus keine eindeutigen Signale. Sie weiß nicht: Soll die Körpertemperatur erhöht werden oder nicht?

Auch das Absinken der Östrogenspiegel im Blut infolge des allmählichen Versiegens der Eierstockfunktion spielt wohl eine Rolle: Untersuchungen zeigen, dass die Werte für Östrogen bei Frauen mit starken Wallungen meist deutlich niedriger sind als bei Frauen ohne Hitzewellen. Das bedeutet natürlich auch, dass die Wallungen noch einige Zeit nach der Menopause andauern können, wenn die Eierstöcke nicht genug Östrogen abgeben, damit sich die Gebärmutterschleimhaut dick aufbauen und eine Monatsblutung einsetzen kann. Der Körper hat sich insgesamt noch nicht an den niedrigeren Hormonspiegel gewöhnt. Bis sich ein neues Gleichgewicht dauerhaft eingependelt hat, können weiterhin Hitzewallungen auftreten. Sie können sogar auch länger nach der letzten Menstruation erstmals auftreten, insbesondere bei Frauen, deren Menopause sehr früh erfolgte.

Die „innere Hitze“: Von Frau zu Frau verschieden

Wie stark und wie häufig die Schweißausbrüche sind, lässt sich nicht vorhersagen. Manche Frauen erleben die Wechseljahre völlig ohne Hitzen, andere haben sie täglich zehnmal oder häufiger. Bei manchen Frauen treten sie nur wenige Monate auf, bei anderen zwei bis fünf Jahre lang. Körpergewicht, Berufstätigkeit oder Schlafdauer haben darauf entgegen vielen anders lautenden Annahmen wenig Einfluss.

Kaffee und Alkohol hingegen können Hitzewallungen begünstigen, weil sie den Östrogenspiegel senken. Trotzdem brauchen Sie auf eine Tasse Espresso oder ein Glas Wein oder Sekt nicht zu verzichten. Sorgen Sie einfach dafür, dass Sie rasch ein Fenster öffnen und/oder Pullover, Blazer oder Weste ausziehen können.

Warum Sie jetzt schneller an Gewicht zulegen

Es ist traurig, aber wahr: Mit zunehmendem Alter nimmt Ihre Muskelmasse ab und die Fettspeicher wachsen. Dadurch verbraucht Ihr Körper weniger Energie; er kommt also mit weniger Kalorien aus. Eine 50-jährige Frau benötigt täglich 400 Kilokalorien weniger als eine 25-Jährige. Oftmals kommt es deshalb zu einem Anstieg des Gewichts: Statistisch gesehen ist im Alter von 40 bis 49 Jahren jede zweite Frau übergewichtig. 20 Jahre später haben zwei Drittel aller Frauen zu viel Gewicht auf den Rippen.

Ein leichter Anstieg des Körpergewichts ist im höheren Alter aus gesundheitlicher Sicht durchaus wünschenswert. Aber Vorsicht: Achten Sie jetzt besonders auf eine ausgewogene Ernährung, damit sich kein starkes Übergewicht entwickelt.

Praktische Tipps bei Schweißausbrüchen

  • In gut beheizten Räumen werden Sie eine Wallung als stärker und belastender empfinden als in kühleren. Stellen Sie aber die Raumtemperatur nicht unter 19 °C, damit Sie sich nicht erkälten.
  • Tragen Sie am besten Wäsche aus Baumwolle. Kunstfaser lässt Sie noch mehr schwitzen. Seide staut die Wärme und ist darüber hinaus wenig strapazierfähig; sie verschleißt gerade durch Schweiß. Im Winter ist Wäsche aus sehr dünner Wolle zu empfehlen (sofern Sie Wolle vertragen). Sie hält auch in feuchtem Zustand noch warm.
  • Kleiden Sie sich grundsätzlich nach dem „Zwiebel-Prinzip“: mehrere Schichten übereinander, die Sie je nach Bedarf ablegen können.
  • Sehr praktisch und dekorativ sind große Tücher aus dünner Wolle, die Sie um die Schultern legen und rasch beiseitelegen können.
  • Ersetzen Sie beengende Kleidungsstücke durch weite Blusen, fließende Kleider, lockere Pullis, lässige Hosen und Röcke.
  • Schaffen Sie sich mehrere Fächer an, passend für jedes Outfit. Unsere Urgroßmütter schafften sich damit Erleichterung. Wir sollten diese alte, vornehme Tradition wiederbeleben.
  • Schlafen Sie unter einer leichten Einziehdecke aus Wolle, Kamelhaar oder Cashmere (gibt es oft günstig im Schlussverkauf), aber nicht unter einer Daunendecke. Wenn Sie während der Nacht Schweißausbrüche bekommen, ist es gut, eine zweite Decke bereitzulegen, mit der Sie sich zudecken können, wenn die erste schweißnass geworden ist. Auch ein bereitliegendes zweites Laken werden Sie oft brauchen.
  • Schützen Sie die Matratze nicht mit einem Plastikbezug, wenn Sie Probleme mit starkem Schwitzen in der Nacht haben. Davon schwitzen Sie nur umso heftiger. Legen Sie eventuell ein Vliestuch aus Baumwolle unter das Laken oder beziehen Sie die Matratze mit einem Baumwollschutz (in Wäschegeschäften erhältlich). Lassen Sie die Matratze tagsüber gut lüften und drehen Sie sie alle zwei Wochen um. Und wenn die Wechseljahre vorbei sind, schaffen Sie sich eine neue an. Damit starten Sie dann auch auf dieser Ebene in eine neue Lebensphase.
  • Tragen Sie, wenn überhaupt, dünne Nachthemden oder Pyjamas aus Baumwolle. Auch ein T-Shirt oder ein Männerhemd leisten gute Dienste. Haben Sie immer ein Stück zum Wechseln paratliegen.
  • Treiben Sie Sport. Regelmäßiger Ausdauersport (z. B. dreimal pro Woche 30 Minuten Schwimmen, Radeln oder Walken) kann das Auftreten von Hitzewallungen verringern.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen, denn Raucherinnen leiden bis zu dreimal häufiger unter Hitzewallungen.

Wenn die Wallungen Sie im Alltag stark beeinträchtigen, können Sie sich von Ihrem Frauenarzt ein Hormonpräparat mit Estradiol verschreiben lassen.


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Hausmittel: Tipps und Tricks

  • Bereiten Sie sich einen Salbeitee zu und trinken Sie davon täglich zwei bis drei Tassen. Sie können auch zweimal täglich einen Esslöffel Salbei-Frischpflanzensaft aus der Apotheke zu sich nehmen.
  • Salzbäder drosseln die Aktivität Ihrer Schweißdrüsen: Kaufen Sie sich in der Apotheke einen Badezusatz aus dem Toten Meer und bereiten Sie sich nach Packungsbeilage ein Vollbad oder eine Waschmischung zu. Geben Sie noch etwas geriebene Schale von einer Bio-Zitrone (Zitrone wirkt zusammenziehend und desodorierend) und einige Spritzer Saft hinzu.
  • Aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stammt das Tomatenbad: Geben Sie drei Liter Bio-Tomatensaft (sie können ihn natürlich selbst frisch zubereiten) in Ihr Badewasser und legen Sie sich für 15 Minuten hinein. Danach eine halbe Stunde ruhen. Die TCM zählt die Tomate zu den kühlen Nahrungsmitteln. Deshalb hat sie bei Hitzewallungen einen ausgleichenden Effekt. Wenn Sie reichlich Tomaten essen, tun Sie zusätzlich noch etwas gegen Stimmungsschwankungen, denn in den Früchten stecken sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf Ihre gute Laune auswirken.

Bauen Sie Stress ab

Stressige Situationen können Ihre Hitzewallungen deutlich verstärken. Also: Vermeiden Sie Stress. Natürlich ist das in Ihrem Alltag nicht immer möglich. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie gegen die Stressbelastungen aktiv werden. Ideal sind Entspannungsmethoden wie autogenes Training, Meditation oder Yoga. Der einfachste und wirksamste Weg, mit dem Sie Ihren Körper von Stress-Hormonen befreien, ist aber die körperliche Bewegung.

Entspannungstechniken gegen Hitzewallungen© jd photodesign - Fotolia

So bringen Sie mehr Bewegung in den Alltag

Es muss nicht immer Sport sein. Auch im Alltag gibt es viele Möglichkeiten, mit denen Sie mehr Bewegung in Ihr Leben bringen:

  • Nehmen Sie die Treppe anstatt des Aufzugs.
  • Erledigen Sie Gartenarbeit und Hausputz selbst.
  • Gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß.
  • Kleine Besorgungen können Sie mit dem Fahrrad erledigen.
  • Gehen Sie jeden Tag 30 Minuten zügig spazieren.
  • Nutzen Sei das Wochenende oder den Urlaub zum Wandern oder Fahrrad fahren.
  • Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, steigen Sie eine Station früher aus und gehen zu Fuß weiter.
  • Bauen Sie Muskeln auf (Gerätetraining, Gymnastik mit Gewichten oder Therabändern).

Lindern Sie Ihre Beschwerden natürlich

Zur Hormonersatzbehandlung gibt es natürliche Alternativen. Sie stammen zum großen Teil aus dem Erfahrungsschatz der Heilkundigen, die schon in alten Zeiten und in anderen Erdteilen den Frauen in den kritischen Jahren geholfen haben.

Agnus castus (Mönchspfeffer)

Seit Langem bewährt ist beispielsweise der Mönchspfeffer (Agnus castus). Er enthält keine Östrogene, sondern wirkt auf die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), die eine wichtige Steuerungsfunktion im komplizierten Hormonhaushalt innehat.

Lässt im Zuge der Hormonumstellung zuerst der Gegenspieler der Östrogene (Progesteron) nach, kommt es zu einem relativen Östrogenüberschuss. Östrogene wiederum stimulieren ein anderes Hormon (Prolaktin), das eigentlich für die Milchbildung zuständig ist. Dafür wird es jetzt nicht gebraucht. Auf diese Weise überschüssig, verursacht es indirekt über die komplizierten Steuerungsmechanismen der Hirnhangsdrüse Beschwerden des PMS und der Wechseljahre. Hier setzt Agnus castus an und kann damit regulierend auf den Monatszyklus wirken und Beschwerden lindern.

Cimifuga racemosa (Traubensilberkerze)

Einen besonders hohen Gehalt an stark wirksamen pflanzlichen Östrogenen besitzt Cimifuga racemosa, die Traubensilberkerze (auch Wanzenkraut genannt) aus der Familie der Hahnenfuß-Gewächse. Diese Arzneidroge wird bei Östrogenmangel ärztlich verordnet. Traditionell wird sie auch als Beruhigungsmittel und gegen psychisch bedingte Beschwerden oder Schmerzen eingesetzt. Lassen Sie sich dazu ärztlich beraten.

Präparate aus Kälbermilz

Eine andere Möglichkeit, vor der Menopause und ein Jahr danach östrogenmangelbedingte Beschwerden zu mildern, bieten Präparate aus getrockneter Kälbermilz. Sie stimulieren die Eierstöcke, mehr Östrogene zu bilden; sind also nur geeignet, solange die Eierstöcke auf eine solche Stimulation reagieren. Das ist meist der Fall, wenn die Menstruation noch erfolgt oder etwa noch ein Jahr danach. Eine hormonelle Behandlung sollte noch nicht stattgefunden haben. Außerdem bildet ein hormonabhängiger Tumor eine Gegenzeige für Kälbermilzpräparate.

Wolfstrapp, Rhabarber und Ginseng

Auch Wolfstrapp (Lycopus) und pontischer Rhabarber (Rheum rhaponticum) aus der Apotheke oder Ginseng aus dem Reformhaus sind wirksame Mittel gegen Hitzewellen. Nehmen Sie ein solches Präparat nach Anweisung des Arztes bzw. der Hersteller ein. Allerdings wirken diese pflanzlichen Mittel meist erst nach einigen Wochen.

Soforthilfe mit Salbei

Sehr rasch wirkt bei vielen Frauen ein Tee aus Salbei: Ein Teelöffel Kraut pro Tasse mit kochendem Wasser überbrühen und zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich genommen, hat er noch einen zweiten positiven Effekt: Er beruhigt ein in den Wechseljahren oft strapaziertes Nervenkostüm.

Homöopathische Arzneien gegen Hitzewallungen

Die Homöopathie kennt ausgesprochene Frauenmittel. In homöopathisch ausgerichteten Apotheken können Sie sich beraten lassen, wenn Sie fertige Kombinationen gegen bestimmte Wechseljahrsbeschwerden bevorzugen. Um aber ein individuell auf Sie und Ihre Persönlichkeit abgestimmtes Mittel zu erhalten, das Sie wahrscheinlich auch von manchen anderen Beschwerden befreit, sollten Sie eine klassisch homöopathische Praxis aufsuchen.

Akupunktur gegen Hitzewallungen

Chinesische Forscher haben zwölf Studien ausgewertet, an denen insgesamt rund 900 Frauen zwischen 40 und 60 Jahren teilgenommen hatten. Diese erhielten drei Monate lang unterschiedliche Akupunkturbehandlungen:


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  • Elektro-Akupunktur
  • traditionelle Akupunktur
  • Akupressur
  • Laser-Akupunktur
  • Ohr-Akupunktur

Einige Studienteilnehmerinnen, die die Kontrollgruppe bildeten, erhielten keine Behandlung. Es zeigte sich, dass die Akupunktur erfolgreich war: Egal, welche Methode angewandt wurde: Die Beschwerden reduzierten sich. Die Häufigkeit sank um ein Drittel, die Schwere der Hitzewallungen um fast 45 Prozent. Allerdings wirkte die Akupunktur nur gegen die Hitzewallungen, bei anderen Beschwerden der Wechseljahre hatte sie keinen Erfolg. Warum dies so ist, wissen die Forscher noch nicht. Sie vermuten, dass die Akupunktur die Freisetzung bestimmter Botenstoffe im Gehirn verringert und so auf die Thermoregulation des Körpers wirkt.

Die richtige Ernährung macht viel aus

Mit gezielter Ernährung können Sie sanft zur Ausgeglichenheit Ihres Östrogenspiegels beitragen, denn viele Nahrungsmittel enthalten pflanzliche Östrogene. Östrogenempfindliche Frauen oder solche mit östrogenabhängigen Tumoren brauchen aber keine Angst vor den pflanzlichen Östrogenen zu haben. Diese können sogar das Wachstum von Tumoren hemmen. Darüber hinaus entfalten Phytoöstrogene auch herzschützende Effekte, weil sie das schädliche LDL-Cholesterin zu senken vermögen. Nach heutigen Erkenntnissen tun Phytoöstrogene allerdings direkt nichts gegen Osteoporose.

Die wichtigsten Nahrungspflanzen mit leicht östrogener Wirkung sind:

  • Sojabohnen (Tofu)
  • alle Vollkornprodukte
  • Samen
  • Beeren (insbesondere Blau-, Johannis- und Stachelbeeren)

Beherzigen Sie diese Ernährungstipps

So halten Sie Ihren Körper in Form:

  • Essen Sie jeden Tag drei Portionen Gemüse oder Salat und zwei Portionen Obst.
  • Verzehren Sie täglich drei Portionen fettarme Milch und Milchprodukte; etwa ein Glas Milch, einen Becher Joghurt und eine Scheibe Käse. Wählen Sie täglich eine weitere eiweißreiche Portion wie Fisch, fettarmes Fleisch, Geflügel oder Ei.
  • Setzen Sie auf eine fettbewusste Zubereitung: Täglich nicht mehr als drei bis vier Teelöffel Streichfett und zwei Esslöffel hochwertiges Öl (z. B. Rapsöl).
  • Ersetzen Sie fettreiche Zubereitungsarten wie Frittieren, Panieren und Braten in Öl durch fettbewusstere wie Braten in beschichteten Pfannen, Dampfgaren und Garen in Folie.
  • Bevorzugen Sie Lebensmittel mit geringem Energie- und hohem Nährstoffgehalt; etwa gering verarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte, Obst, Kartoffeln, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte und mageres Fleisch.
  • Stark verarbeitete Lebensmittel wie Süßigkeiten, Gebäck, Kuchen und Fertiggerichte sind meist energiereich und nährstoffarm. Genießen Sie hiervon nur kleine Mengen.
  • Ideale Getränke sind Trink- und Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie gelegentlich dünne Fruchtsaftschorlen (ein Teil Saft auf drei Teile Wasser).
  • Limonaden, Erfrischungsgetränke und pure Fruchtsäfte sind weniger geeignet, weil sie viel Energie liefern, aber nicht satt machen.

Spüren Sie Auslöser für Hitzewallungen auf

Einige Lebensmittel und Lebensmittelzusätze können Hitzewallungen bei Ihnen fördern. Zu den häufigsten Auslösern zählen:

  • Alkohol
  • Nikotin
  • Koffein
  • scharf gewürzte Speisen
  • Erdnüsse
  • verarbeitete Nahrungsmittel
  • Schokolade

Wenn Sie nicht wissen, welche Faktoren bei Ihnen die Hitzewallungen auslösen, führen Sie ein Ernährungstagebuch: Schreiben Sie auf, was Sie essen oder trinken, ob Sie unter Stress stehen und wann sich die Hitzewallung gemeldet hat. So können Sie herausfinden, welche Faktoren bei Ihnen die Hitzewallungen fördern.

Sie müssen nicht hungern, um schlank zu bleiben

Untersuchungen zeigen, dass die gefürchteten Hitzewallungen und Schweißausbrüche besonders häufig auftreten, wenn der Blutzuckerspiegel zwischen Ihren Mahlzeiten stark abfällt. Hungern Sie sich daher auf keinen Fall durch den Tag, um Ihre Figur in Form zu halten. Dadurch fördern Sie nicht nur Hitzewallungen, sondern auch Heißhungeranfälle.

Achten Sie darauf, dass Ihre einzelnen Mahlzeiten nicht zu weit auseinander liegen. Legen Sie regelmäßig kleine Zwischenmahlzeiten ein, auch wenn sich noch kein nagendes Hungergefühl bei Ihnen meldet. Ideale Snacks sind Sauermilchprodukte, Obst und Rohkost in Form von Gemüsesticks. Meiden Sie scharfe Gewürze, Alkohol und Kaffee, die das Auftreten von Hitzewallungen verstärken können.

Kalziumreiche Mineralwässer bevorzugen

Wenn Sie in den Wechseljahren sind und unter Schweißausbrüchen leiden, verlieren Sie mit dem Schweiß auch Mineralstoffe, unter anderem das Knochenmineral Kalzium. Um diesen Verlusten zu begegnen, ist es zur Vorbeugung einer Osteoporose angebracht, ein kalziumreiches Mineralwasser zu wählen. Beim Kuratorium Knochengesundheit e. V. können Sie online eine Mineralwasserliste anfordern (www.osteoporose.org).

Hilfe durch Nahrungsergänzungsmittel?

Um Alternativen zu einer Östrogenbehandlung bei Hitzewallungen zu finden, sind mehrere Studien mit Nahrungsergänzungspräparaten und Medikamenten durchgeführt worden, die für andere Indikationsgebiete zugelassen sind. Aus mehreren Gründen waren diese aber im Fall von Hitzewellen nicht zu empfehlen:

  • Vitamin E: In einer Studie mit mehr als 100 Frauen, die vorher Brustkrebs gehabt hatten, wurden die Hitzewallungen von Frauen, die Vitamin E einnahmen, nur geringfügig im Vergleich zur Placebo-Gruppe reduziert. Die angewandte Dosis betrug dabei 800 IE (Internationale Einheiten) Vitamin E täglich.
  • Soja-Phytoöstrogene: Phytoöstrogene pflanzlicher Herkunft aus Sojabohnen sind dem natürlich vorkommenden weiblichen Hormon Östrogen ähnlich, ihre Wirkung ist jedoch schwächer. Die Ergebnisse mehrerer klinischer Studien zeigen, dass Sojaprodukte Hitzewallungen nicht wesentlich beeinflussen.
  • Clonidin: Untersuchungen ergaben, dass dieses Bluthochdruckmedikament Hitzewallungen im Vergleich zu einem Placebo um 15 Prozent reduzierte. Jedoch waren einige der Nebenwirkungen (Verstopfung, Mundtrockenheit und Benommenheit) bei Einnahme des Medikaments eher abschreckend.
  • Megestrolacetat: Laut Studien wird dieses Hormon gut vertragen und reduziert Hitzewallungen um bis zu 80 Prozent. Es ist jedoch unsicher, ob es (wie das Östrogen) ein erneutes Krebswachstum bei Frauen fördert, die wegen Brustkrebs behandelt wurden.
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