Wechseljahre: Hitzewallungen
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Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind typische Wechseljahrssymptome. Lästigerweise können sie auch Monate oder Jahre nach der letzten Regel andauern oder sogar erstmals auftreten. Ein Grund zur Sorge ist dies nicht, und es gibt zahlreiche Hilfen für Sie, besser damit zurechtzukommen.
Sehr viele Frauen erkennen an Hitzewallungen und plötzlichen Schweißausbrüchen, dass die Zeit der körperlichen Umstellung begonnen hat. Wie lange eine Frau solche „fliegenden Hitzen“ hat, ist individuell verschieden. Manche Frauen spüren sie nur wenige Monate, andere jahrelang. Sie können beginnen, wenn ansonsten – außer leichten Zyklusunregelmäßigkeiten – noch nicht erkennbar ist, dass die Wechseljahre eingetreten sind. Und sie hören mit der letzten Monatsblutung oft lange nicht auf.
Viele Frauen sind beunruhigt, wenn die Hitzewallungen andauern, obwohl sie schon länger nicht mehr menstruieren – oder wenn die Hitzen gar erst Monate oder Jahre nach der Menopause (der letzten Monatsblutung) einsetzen. Doch brauchen Sie sich deshalb nicht zu sorgen, denn Hitzewallungen haben mit der Menstruation direkt nichts zu tun.
Wie kommt es zu Hitzewallungen?
Es ist immer noch nicht voll entschlüsselt, wodurch Hitzewallungen entstehen. Möglicherweise hängen sie damit zusammen, dass das Wärmeregulations-Zentrum in einer bestimmten Gehirnregion, dem Hypothalamus, so reagiert, als hätte der Körper seinen Thermostat verstellt. Eventuell liegt dies an den wechselnden Konzentrationen an Gelbkörperhormon (Progesteron) im Blut. Im normalen Zyklus steigt die Körpertemperatur nach dem Eisprung unter Einfluss des Progesteron auf 36,9 bis 37,1 Grad an und geht mit Absinken des Hormons zum Zyklusende wieder auf den Ausgangswert zurück. Bei schwankenden Gelbkörperhormon-Spiegeln, wie sie für die Wechseljahre typisch sind, erhält die Temperatur-Steuerungszentrale im Hypothalamus keine eindeutigen Signale. Sie weiß nicht: Soll die Körpertemperatur erhöht werden oder nicht?
Auch das Absinken der Östrogenspiegel im Blut infolge des allmählichen Versiegens der Eierstockfunktion spielt wohl eine Rolle. Untersuchungen zeigen, dass die Werte für Östrogen bei Frauen mit starken Wallungen meist deutlich niedriger sind als bei Frauen ohne Hitzen. Das bedeutet natürlich auch, dass die Wallungen noch einige Zeit nach der Menopause andauern können, wenn die Eierstöcke nicht genug Östrogen abgeben, damit sich die Gebärmutterschleimhaut dick aufbauen und eine Monatsblutung einsetzen kann. Der Körper hat sich insgesamt noch nicht an den niedrigeren Hormonspiegel gewöhnt. Bis sich ein neues Gleichgewicht dauerhaft eingependelt hat, können auch weiterhin Hitzewallungen auftreten. Ja, sie können sogar auch länger nach der letzten Menstruation erstmals auftreten, insbesondere bei Frauen, deren Menopause sehr früh erfolgte.
Von Frau zu Frau ist vieles anders
Wie stark und wie häufig die Wallungen sind, lässt sich auch nicht vorhersagen. Manche Frauen erleben die Wechseljahre völlig ohne Hitzen, andere haben sie täglich zehnmal oder häufiger. Bei manchen Frauen treten sie nur wenige Monate auf, bei anderen zwei bis fünf Jahre lang. Körpergewicht, Berufstätigkeit oder Schlafdauer haben darauf – entgegen vielen anders lautenden Annahmen – wenig Einfluss. Kaffee und Alkohol hingegen können Hitzewallungen begünstigen, weil sie den Östrogenspiegel senken. Trotzdem brauchen Sie auf eine Tasse Espresso oder ein Glas Wein oder Sekt nicht zu verzichten. Sorgen Sie einfach dafür, dass Sie rasch ein Fenster öffnen und/oder Pullover, Blazer oder Weste ausziehen können.
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