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Bach-Blüten für die Wechseljahre

Lassen Sie sich entsprechend Ihren persönlichen Bedürfnissen und Ihrer Seelenlage von einer fachkundigen Therapeutin oder einem Therapeuten eine Mischung von Bachblüten zusammenstellen.

Wenn Sie die Mischung kennen und ihre Wirkung schätzen gelernt oder schon Erfahrung im Umgang mit Bachblüten haben, können Sie selbst die eine oder andere Bachblüte hinzufügen oder auswechseln. In Apotheken erhalten Sie Vorratsfläschchen (oder können diese bestellen) mit den einzelnen Blüten-Essenzen, aus denen Sie sich tropfenweise selbst Mischungen herstellen können. Die Vorratsfläschchen sind äußerst ergiebig, und ihr Inhalt verdirbt nicht so schnell. Sie können bis fünf Blüten-Essenzen mischen.

Für eine Mischung von Bachblüten empfiehlt sich eine 10-ml-Flasche aus der Apotheke mit Tropfverschluss, die Sie nicht ganz randvoll mit klarem Wasser füllen. Geben Sie 1 Tropfen von jeder gewählten Blüten-Essenz aus den Vorratsfläschchen hinzu. Füllen Sie zur Konservierung mit einigen Tropfen hochprozentigem Alkohol (Kognak, Rum o. ä., 40 %) oder bei Alkohol-Unverträglichkeit mit Obstessig auf und schütteln Sie die verschlossene Flasche einige Male durch.

Von dieser Lösung nehmen Sie täglich 4 x 4 Tropfen auf die Zunge.

Bei typischen Wechseljahrsproblemen haben sich bewährt:

  1. Agrimony (Odermenning) zur besseren Akzeptanz der Realität
  2. Cherry Plum (Kirschpflaume) und
  3. Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen) gegen Angstattacken, begleitet von vegetativen Symptomen
  4. Impatiens (Drüsentragendes Springkraut) bei allgemeiner Unruhe, Nervosität
  5. Larch (Lärche) für mehr Selbstvertrauen, bei Ängsten vor dem Unbekannten und beim Gefühl, als Frau nicht mehr vollwertig zu sein
  6. Mustard (Wilder Senf) – bei depressiven Verstimmungen
  7. Walnut (Walnuss) für mehr psychische Stabilität in der Umstellungszeit

Speziell bei Hitzewallungen können Sie folgende Mischung ausprobieren:

Nr. 2 Cherry Plum + Nr. 4 Impatiens + Nr. 3 Rock Rose + Nr. 7 Walnut

Auch Soja hilft gegen Beschwerden

Japanerinnen haben weniger Wecheljahrsbeschwerden, wie z. B. Hitzewallungen oder depressive Verstimmungen. Außerdem tritt bei ihnen seltener Brustkrebs auf. Auf der Suche nach den Ursachen gingen jetzt Wissenschaftler einer Vermutung nach, wonach die Ernährung der Japanerinnen eine Rolle spielen könnte. Bekanntlich werden in Japan viel Sojaprodukte verzehrt, die reichlich Phytoöstrogene enthalten.

Es zeigte sich, daß diese pflanzlichen Hormone bei Tieren nicht nur einen östrogenähnlichen, sondern auch einen antiöstrogenen Effekt entfalten. Phytoöstrogene liefern also den für Östrogene nötigen Gegenspieler gleich mit. Das könnte ihren doppelten Schutz erklären: Einerseits wirken sie einem Östrogenmangel entgegen und mildern damit Wechseljahrsbeschwerden, andererseits mindern sie das Risiko eines östrogenabhängigen Brustkrebses. In der Tat hemmte im Laborversuch das Phytoöstrogen Genestein die Vermehrung von Krebszellen.

In Studien konnte nun nachgewiesen werden, daß eine zwölfwöchige Soja-Diät bei westlichen Frauen Wechseljahrsbeschwerden leicht verringert. Auch scheinen Flavonoide, meist gelbe Pflanzenfarbstoffe und Sojaeiweiße einer Osteoporose vorzubeugen. Da eine Sojadiät, die reich an Phytoöstrogenen ist, insgesamt den Cholesterinspiegel – vor allem das schädliche LDL – sowie die anderen Blutfette, die Triglyzeride, senkt, scheint sie auch noch herzschützend zu sein.

Noch fehlen weitere Studien, die diese Ergebnisse erhärten. Trotzdem sollten insbesondere Frauen ab 40 reichlich Gemüse und Getreide essen, weil diese ebenfalls Phytoöstrogene enthalten, und auch Sojaprodukte (erhältlich Reformhäusern und Naturkostläden) in ihren Speisenplan einbauen, damit sie den – möglicherweise vielseitigen – Schutz durch Phytoöstrogene genießen. Viele Therapeuten setzen das Präparat Phytosoja erfolgreich bei Frauen in den Wechseljahren ein.

So hilft die Traubensilberkerze

Was die neuesten Hormonpräparate, die SERMS, zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden können, vermag die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) schon lange: Linderung der Beschwerden, ohne die Gefahr von Brustkrebs zu erhöhen.

Zu den Möglichkeiten des Homonersatzes in den Wechseljahren sind in letzter Zeit neue Kombinationen getreten, welche die Gefahr eines östrogenbedingten Brustkrebses bannen sollen: die so genannten SERMS = Selektive Ostrogen-Ersatz Modulatoren. Die Inhaltsstoffe dieser Präparate wirken selektiv, also nicht auf alle Ostrogen-Rezeptoren (Empfangsstationen) im Körpergewebe. Östrogen-Rezeptoren in der Brust oder der Gebärmutterschleimhaut bleiben unberührt von der Östrogengabe, die Rezeptoren in Knochen, Herz und Hirn aber werden aktiviert. Das ist erwünscht, weil daraus ein Schutz vor Osteoporose, Herzinfarkt oder Schlaganfall abgeleitet wird.

Erstaunlicherweise zeigte sich, dass die bekannte Traubensilberkerze diese Vorzüge schon immer hatte. Cimicifuga racemosa (auch: Wanzenkraut oder indianisches Schlangenkraut) ist sozusagen ein Phyto-SERM. Das haben wissenschaftliche Studien bewiesen. Die östrogen-ähnliche Wirkung beschränkt sich wie bei den neuen Hormonpräparaten (SERMS) auf die Östrogen-Rezeptoren in Knochen, Herz und Hirn. Daraus wird geschlossen, dass dadurch keine besondere Gefahr für ein Mamma-Karzinom entsteht. Dies teilte kürzlich das Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) mit.

Darüber hinaus entfaltet die Traubensilberkerze auch noch andere -nicht-östrogene – Effekte, die den Frauen in dieser Zeit des Übergangs gut tun: Ihre neurotropen (die Nerven beeinflussenden) Substanzen stimulieren die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin, welche für das seelische Gleichgewicht sorgen. Auch der Hypothalamus wird angesprochen. Er steuert die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons LH und damit die Hitzewallungen.

Statt Hormonen oder zusätzlich einzunehmen

Die Traubensilberkerze wird am besten als standardisiertes Pflanzenpräparat (Apotheke oder Reformhaus) eingenommen. Sie sollten sich aber unbedingt vorher mit Ihrer Gynäkologin oder dem Gynäkologen über den Sinn der Einnahme und die Dosis beraten. Cimicifuga eignet sich in vielfältiger Weise für Frauen in den Wechseljahren:

  1. As Alternative für Frauen, die keine Hormone nehmen wollen oder sollen.
  2. Als zusätzliche Gabe, wenn ein Hormonersatz nicht den gewünschten Erfolg bringt. Sie scheint das Ansprechen der Hormontherapie möglich zu machen, weil sie die Selbstregulation des Organismus fördert.
  3. Als Möglichkeit, mit ihrer Hilfe die notwendige Menge der Hormonkombination Östrogen + Gestagen niedrig zu halten.
  4. Als Anschlussbehandlung, wenn zum Beispiel die Hormonersatzbehandlung – aus welchen Gründen auch immer – abgesetzt wird.

Wie oft bei pflanzlichen Präparaten dauert es einige Zeit (3-4 Wochen), bis sich die volle Wirkung entfaltet. Sollte sich keine Besserung einstellen kann eine Erhöhung der Dosis erfolgreich sein.

Akupressur gegen Beschwerden

Die Akupressur der folgenden Punkte wirkt in ihrer Gesamtheit psychovegetativ ausgleichend und damit gegen Hitzewallungen, Nervosität, Reizbarkeit, sexuelle Unlust, Konzentrationsschwäche oder das Gefühl der Überforderung.

  1. Akupressur zweier Punkte unterhalb der Schilddrüse sorgt gleichzeitig für die Straffheit Ihres Halses.Legen Sie die Hände in den Nacken, die abgespreizten Daumen zeigen nach vorn. Neigen Sie den Kopf leicht nach hinten und entspannen die Halsmuskeln. Mit den Daumen üben Sie unterhalb der Schilddrüse, zwischen Kehlkopf und Sehnen, einen leichten Druck aus. Fünfmal, wirklich sehr sanft. Sie können diese Stellen auch leicht beklopfen. Morgens und abends.
  2. Klopfen Sie auf dem Kopf mit den Fingern beider Hände den Mittelscheitel entlang, von vorn nach hinten. Oder legen Sie die Hände mit nach hinten zeigenden Fingern auf den Mittelscheitel. Die kleinen Finger berühren sich. Verschieben Sie die Kopfhaut einige Male von vorn nach hinten. Lockernd, entspannend, konzentrationsfördernd. Dreimal täglich.
  3. Akupressur des Unterleibs: Kalte Hände reiben Sie vorher warm oder halten Sie unter fließendes warmes Wasser.Drücken Sie mit der Kuppe des Mittelfingers leicht in die Mitte des Bauchnabels. Je empfindlicher Sie reagieren, desto sanfter müssen Sie vorgehen. Fünfmal, morgens und abends.

    Danach legen Sie die warme Handfläche mit leichtem Druck unterhalb des Nabels auf die Bauchdecke. Sobald Sie spüren, wie die Wärme der Hand in den Bauchraum ausstrahlt, gehen Sie einen Fingerbreit weiter nach unten, warten auf die ausstrahlende Wärme und so fort bis zum Schambein. Morgens und abends, am besten im Bett.

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