Scheidengesundheit: Hauseigene Verteidigungsmaßnahmen
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Wussten Sie, dass bei jedem Geschlechtsverkehr die Scheide der Frau mit Millionen von fremden, auch krank machenden Keimen überschwemmt wird? Oder dass sich tagtäglich Hunderttausende von Bakterien, Viren, Pilzen und andere Erreger auf der Scheidenhaut festsetzen? Frauen, die in einer festen Beziehung leben, kann das meist nicht mehr viel anhaben, denn sie entwickeln mit ihrem Partner ein gemeinsames Keimspektrum. Wechseln die Partner jedoch oder geht der eigene fremd und schleppt zu Hause fremde Keime ein, kommt es rascher zu Infektionen – das Abwehrsystem ist gewissermaßen in Daueralarmbereitschaft.
Bis zu einem gewissen Grad verfügt die Scheide allerdings auch über hauseigene Verteidigungsmaßnahmen: Bestimmte Bakterien, die so genannten Laktobazillen (Döderlein-Stäbchen), vernichten normalerweise alle möglichen krank machenden Erreger und halten die Scheide gesund. Doch dieser Schutzschild kann geschwächt werden, so dass das Abwehrsystem der Scheide nicht mehr genügend Kraft besitzt, um die Gesundheit aufrechtzuerhalten.
Vor allem diese Faktoren begünstigen eine Anfälligkeit für Scheideninfektionen:
- allgemeine Erkrankungen – etwa ein grippaler Infekt
- Schlafmangel und Stress
- eine einseitige und unausgewogene Ernährung
- Unterwäsche und Strumpfhosen aus synthetischen Fasern (besser ist Baumwolle)
- zu enge Jeans oder Hosen
- nasse Badesachen
- Blutarmut
- Hormonschwankungen während des Zyklus
- Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika, Kortison, Pille, Wechseljahrs-therapeutika
- Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern
- zu häufige oder falsche Intimhygiene (zu rigides „Schrubben“ im Intimbereich, Intimsprays, Scheidenspülungen, zu häufige Schaum-Vollbäder
- Rauchen (behindert die Zellatmung)
- chemische Verhütungsmittel wie Schaumzäpfchen (sofern Sie dagegen allergisch sind)