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Grundlagenwissen zum Thema Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Unterleibskrämpfe im Vierwochentakt und depressive Verstimmungen an den Tagen vor den Tagen: Was viele belächeln und als Unpässlichkeit abtun, stellt in Wahrheit eine ernst zu nehmende Krankheit dar. Rund 30 Prozent aller Frauen im dritten und vierten Lebensjahrzehnt ereilt monatlich das Prämenstruelle Syndrom (PMS).

Art und Stärke der Beschwerden fallen bei jeder Patientin unterschiedlich aus: Plagen die eine Dauerschmerzen in Bauch und Rücken sowie geschwollene, schmerzüberempfindliche Brüste, kämpft die andere mit Übelkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Darüber hinaus stellen Angstzustände, Tränenausbrüche, Erschöpfung, Reizbarkeit bis hin zu Aggressivität und Feindseligkeit oder das Gefühl der Überforderung keine Seltenheit dar.

Achtung! Starke Regelblutung oder PMS?

Im Gegensatz zur schmerzhaften Regelblutung (Dysmenorrhoe) beginnen die Symptome bei PMS bis zu zwei Wochen vor Einsetzen der Periode. Sie nehmen bis zur Regel an Heftigkeit zu und klingen im Normalfall mit ihrem Beginn ab. Hinsichtlich ihrer Ursachen unterscheiden sich PMS und die schmerzhafte Regelblutung nur bedingt. Allerdings tappen Wissenschaftler bei der Suche nach den Auslösern des Prämenstruellen Syndroms teilweise im Dunkeln.

Als gesichert gilt: PMS steht in engem Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus. So halten Wissenschaftler ein Ungleichgewicht im weiblichen Hormonhaushalt als auslösenden Faktor für wahrscheinlich. Daneben spielen unter Umständen Funktionsstörungen der Nebennieren, zu hoher Zucker- oder Fettkonsum sowie vitaminarme Kost eine Rolle.

Spiegelbild der Psyche

Eventuell haben weiterhin psychosoziale Aspekte einen wesentlichen Einfluss auf die Krankheit. Nach Ansicht von Experten wirken sich Dauerstress, Depressionen, Partnerschaftsprobleme oder unerfüllter Kinderwunsch auf das allmonatliche krankhafte Geschehen vor der Menstruation aus.

Um das herauszufinden, sollten Sie ein Tagebuch führen. In das tragen Sie ein, an welchen Tagen Sie welche Schmerzen haben. Vermerken Sie des Weiteren haargenau, wie Sie sich fühlen und was Ihnen positiv oder negativ auf die Seele schlägt. Auf diese Weise beurteilen Sie, an welchen seelischen Problemen Sie zusätzlich arbeiten müssen, damit es Ihnen an den Tagen vor den Tagen besser geht.

Ganz wichtig: Fitness und Entspannung

Schmerzen ertragen und still vor sich hin leiden: Schon längst gilt das nicht mehr als heldenhaft. Es nutzt weder Ihnen als Betroffener noch Ihren Mitmenschen. Nach einer genauen Diagnose kann man PMS heute effektiv behandeln.

Darüber hinaus sorgen Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Gymnastik sowohl vor als auch während der Tage für Ablenkung. Anderen Patientinnen helfen Atemübungen, Autogenes Training oder Yoga. Auch eine Akupunktur-Behandlung kann Ihnen helfen; beginnen Sie sie einige Tage vorher.

Medikamente lindern die Beschwerden

Rezeptfreie Wirkstoffe wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure lindern die Beschwerden in Unterleib, Rücken und Kopf. Vor dauerhaftem Gebrauch sei gewarnt, da diese Arzneimittel bei längerer Einnahme Magenprobleme oder neue chronische Schmerzen verursachen. Wenn Sie zu starker Regelblutung neigen, verzichten Sie auf Präparate mit Acetylsalicylsäure: Dieser Arzneistoff verdünnt das Blut verdünnt und verstärkt den Blutverlust.

Der rezeptfreie Arzneistoff Butylscopolamin befreit von krampfartigen Unterleibsschmerzen. Die Pille unterbindet Hormonschwankungen im Verlauf des gesamten Zykluses. Hormonell bedingte Schmerzen und psychische Beschwerden können durch das Verhütungsmittel nachlassen.

Alternative Möglichkeiten

Als Alternative gegen Schmerzen und Krämpfe bieten Apotheken Präparate an, die Extrakte der Traubensilberkerze oder des Mönchspfeffers enthalten. Gegen depressive Verstimmungen bewährten sich Johanniskraut-Zubereitungen. Des Weiteren empfiehlt sich das Öl der Nachtkerze. Dieses gibt es auch als Kapseln, allerdings ist es dann verschreibungspflichtig.

Salzarme, vitaminreiche Kost wie Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, Fisch und Geflügel sowie pflanzliche Öle mit ungesättigten Fettsäuren sollten vor allem bei Frauen mit PMS auf dem täglichen Speiseplan stehen. Krampfartigen Beschwerden beugen Sie mit magnesiumreichen Lebensmitteln wie Milch- und Vollkornprodukten, Kartoffeln und Nüssen oder mit Magnesiumpräparaten aus Apotheke oder Reformhaus vor.

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