Myome: Häufigste Neubildung der Gebärmutter
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Neben dem Zervixkarzinom, das am Gebärmutterhals wuchert, können im Uterus eine ganze Reihe gutartiger Tumoren wie Myome.
Myome – kugelig wachsende, feste Muskelgeschwülste – sind die häufigsten Neubildungen in der Gebärmutter. 20 bis 30% aller Frauen jenseits des 30. Lebensjahres tragen diese gutartigen Tumoren in sich. Vor dem 18. Lebensjahr sind sie extrem selten zu finden, und nach den Wechseljahren geht ihre Zahl deutlich zurück. Der Altersgipfel liegt zwischen 30 und 50 Jahren.
Als primäre Ursache für das Wachstum eines Myoms wird eine vermehrte Stimulation durch Östrogene angenommen. Dafür spricht die Tatsache, daß sich durch Östrogen-Blockade die Myome verkleinern lassen. Aber auch andere Einflüsse werden diskutiert: So ist eine familiäre Häufung zu beobachten; Übergewicht und Bluthochdruck sollen ebenfalls eine gewisse Rolle spielen.
Myome variieren sehr stark in ihrer Größe. Oft sind sie etwa faustgroß, wenn sie operiert werden. Zwei Drittel aller Myome treten an mehreren Stellen der Gebärmutter gleichzeitig auf. Die Geschwülste können ins Innere der Gebärmutter oder gestielt an der Außenwand oder ganz im Bereich der Uterus-Muskulatur wachsen.
Kennzeichen: Blutungen und Druck auf Nachbarorgane
Knapp ein Drittel aller Myome verursacht überhaupt keine Beschwerden. Meist geben aber zu häufige und zu starke Blutungen erste Hinweise auf das Tumorwachstum. Die Geschwülste können sich auch durch Druck auf die Nachbarorgane bemerkbar machen. Wird zum Beispiel die Blase komprimiert, äußert sich das in häufigem Harndrang oder manchmal sogar in Harnsperre. An der Hinterwand des Uterus (gegen die Wirbelsäule) gelegene Myome drücken auf den Darm. Sie können für Schwierigkeiten beim Stuhl-gang verantwortlich sein und im schweren Fall einen Darmverschluß auslösen. Gestielte Tumoren drehen sich manchmal um sich selbst und verursachen dann heftige Schmerzen.
Bei jüngeren Frauen können sich Myome auch über Unfruchtbarkeit bemerkbar machen, wenn sie den Weg des befruchteten Eis blockieren oder seine Einnistung in der Gebärmutter verhindern.
Die Diagnostik eines Myoms
Festgestellt wird die Geschwulst in erster Linie durch die gynäkologische Tastuntersuchung; der Ultraschall bestätigt oder widerlegt den Verdacht. In Zweifelsfällen, etwa wenn sich im Myom Zysten gebildet haben, die nicht von krankhaften Befunden am Eierstock abgegrenzt werden können, wird der Arzt die Computertomographie oder die Kernspintomographie einsetzen. Wenn auch diese Verfahren die exakte Unterscheidung nicht zulassen, ist eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) angezeigt, die den direkten Blick auf diese Organe ermöglicht.
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