Mastopathie: Grundlagen
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Vor und in den Wechseljahren am häufigsten:
Vielfältige, hormonabhängige Umbauvorgänge des Brustdrüsengewebes betreffen vor allem Frauen von 35 bis 50 Jahren. Danach tritt die Mastopathie viel seltener auf oder verschwindet wieder.
Die Ursachen der Brustveränderungen sind noch nicht restlos geklärt. Doch scheint ein Ungleichgewicht von Östrogenen und Gestagenen die wichtigste Rolle zu spielen. Frauen mit Mastopathie haben aber kein größeres Risiko für Brustkrebs als Frauen ohne solche Beschwerden.
Die Brust ist ein flüssigkeitsproduzierendes Organ. Meist ist die Produktion so gering, dass sie sofort wieder aufgesogen wird. Unter bestimmten Bedingungen (Stress? Anstieg des milchfördernden Hormons Prolaktin) bildet sich mehr Flüssigkeit und kann sich in Bläschen (Zysten) oder den Milchgängen ansammeln (Duktektasie).
Etwa jede fünfte Frau sucht die gynäkologische Praxis wegen Beschwerden auf, hinter denen eine fibrozystische Mastopathie steckt (fgibrozystisch meint eine Vermehrung und Verhärtung von Bindegewebe, teilweise mit Bildung von Zysten.) Tatsächlich kommen Mastopathien aber noch viel häufiger vor, so daß eine geringfügige Mastopathie fast schon als physiologisch (körperlich-normal) und damit nicht als krankhaft angesehen wird, zumal wenn sie keine Beschwerden macht.
Wenn Östrogene das Übergewicht bekommen
Ein deutliches Übergewicht von Östrogenen über die Gestagene wird als wichtigste Ursache einer Mastopathie angesehen. Dafür sprechen auch die wechselnden Beschwerden im Verlauf des Menstruationszyklus. Eine nicht unbedeutende Rolle spielt offenbar auch das frühere Stillverhalten: Frauen, die nicht gestillt haben, leiden auffallend häufiger an einer Mastopathie als jene mit langen Stillzeiten.