Mastopathie: Behandlung
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Steht die Diagnose Mastopathie fest und konnten Veränderungen in Richtung Bösartigkeit ausgeschlossen werden, hängt die Therapieentscheidung nicht nur von den medizinischen Gegebenheiten ab, sondern auch vom Leidensdruck der betroffenen Frau. Nicht wenige Frauen haben eine so ausgeprägte Angst vor Brustkrebs, dass ihnen nur mit der operativen Entfernung der Mastopathie-Bezirke geholfen werden kann.
In der Regel wird aber eine Behandlung mit Hormonpräparaten ausreichen. Sie zielt auf die Rückbildung der Brustdrüsen-Veränderungen und vor allem auf die Schmerzen und das Spannungsgefühl ab. In Frage kommen z. B. Gestagen-Präparate oder Gonadotropin-Hemmer wie Danazol (Gonadotropine sind Hormone der Hirnanhangsdrüse). Da keines dieser Mittel nebenwirkungsfrei ist, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin das für Sie jeweils bestgeeignete herauszufinden versuchen. Die Therapie dauert in der Regel drei bis sechs Monate. Nach Absetzen der Medikamente kommt es allerdings vor, dass die Beschwerden erneut auftreten und die Therapie wiederholt werden muß. Unerlässlich sind dabei regelmäßige Kontrolluntersuchungen.
Was außer Hormonen noch in Frage kommt
Oft wird den Frauen ein pflanzliches Präparat aus den Früchten des Agnus castus (Keuschlamm, auch Mönchspfeffer genannt) verordnet, das sie lange nehmen können. Es stimuliert den Gelbkörper und führt damit zu einer vermehrten Gestagen-Freisetzung, die das Gleichgewicht zwischen Östrogenen und Gestagenen wieder herstellt. Ergotaminpräparate (normalerweise bei niedrigem Blutdruck und in der Migränevorbeugung eingesetzt) verbessern den venösen Rückfluß aus dem Gewebe und mindern so die Schwellung. Sie kommen aber wegen ihrer Nebenwirkungen, vor allem der Blutdruckerhöhung, nicht für jede Frau in Frage. Vitamin B1 fördert den Abbau der Östrogene in der Leber und sorgt somit für einen Ausgleich des hormonellen Ungleichgewichts. Auch Akupunktur, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Homöopathie sind erfolgversprechend, insbesondere bei Mastopathie, die nicht vom Zyklus abhängt.
Beachten Sie die Nebenwirkungen
Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung der Mastopathie treten zwar meist nur vorübergehend auf, sie sollten der Frau aber unbedingt bekannt sein, damit sie sich nicht unnötig ängstigt. So können Gestagene im ersten Therapiezyklus die Beschwerden zunächst einmal verstärken. Außerdem erhöhen sie das Risiko einer Thrombose und sind für gefährdete Frauen daher nicht geeignet. Unter Kombinationspräparaten (Östrogene + Gestagene) setzen gelegentlich Schmier- oder Zwischenblutungen ein. Gonadotropin-Hemmer können Akne, Gewichtszunahme und vermehrte Körperbehaarung zur Folge haben.
Eine Operation ist nur selten nötig
In unklar gebliebenen Fällen, aber nur als allerletzte Möglichkeit für Frauen mit extremer Krebsangst, ist die operative Beseitigung der Knoten angezeigt. Diese werden mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe entfernt. Dabei wird auf ein kosmetisch befriedigendes Ergebnis großer Wert gelegt.
Nur unter strengster Indikation, d. h. wenn starke Beschwerden nicht anders gelindert werden können, kann heute die sogenannte subkutane Mastektomie durchgeführt werden. Das ist die Herausnahme des gesamten Brustdrüsenkörpers, möglichst in einem Stück, wobei die äußere Hülle, also Haut und Brustwarze, sowie ca. 5 – 15 Prozent des Brustgewebes belassen wird. Wenn die Frau die flach gewordene Brust nicht hinnehmen will, kann sie gleich oder später eine Rekonstruktion vornehmen lassen. Mit der subkutanen Mastektomie soll in Risikofällen einer Krebsentartung vorgebeugt werden. Meist bedeutet ein solcher Eingriff jedoch allenfalls eine Minderung des Risikos.
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