Eine Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust, die aber auch im Bedarfsfall an Männern durchgeführt wird. Die Mammographie wird zur Diagnose und Früherkennung von Brustkrebs genutzt, der bei Frauen die häufigste Krebserkrankung darstellt.
Der beste Zeitpunkt für eine Mammographie ist für Frauen im gebärfähigen Alter während oder in der ersten Woche nach der Periode, weil das Brustgewebe dann hormonell bedingt am wenigsten Wasser einlagert und das Röntgenbild darum leichter zu beurteilen ist; die Mammographie kann aber in dringenden Fällen jederzeit durchgeführt werden. Bei Frauen nach der Menopause spielt der Zeitpunkt der Untersuchung keine Rolle. Die Einnahme von Hormonpräparaten kann die Untersuchung erschweren, weil sie das Brustgewebe verdichten. Mammographien werden in Deutschland von eigens geschultem Personal durchgeführt.
Während der Mammographie wird die Brust zusammengedrückt, um die Strahlung niedrig halten zu können; dies kann von Patientinnen als unangenehm bis leicht schmerzhaft empfunden werden. Es folgen Aufnahmen aus zwei verschiedenen Perspektiven, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten.
Der Nutzen einer vorbeugenden Mammographie ist in den letzten Jahren kritisch diskutiert worden, weil die Möglichkeit besteht, dass eine Frau, die regelmäßig an Mammographie-Screenings teilgenommen hat, nie an Brustkrebs erkrankt, was die Untersuchung im Nachhinein unnötig macht.
Finden Sie hier zwei wichtige Argumente und lesen Sie, wann eine Mammographie wirklich sinnvoll ist.