MenüMenü

Mammographie: Die beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs

Eine Mammographie ist eine Röntgen-Untersuchung der weiblichen Brust, die man im Bedarfsfall auch an Männern durchführt. Sie eignet sich zur Diagnose und Früherkennung von Brustkrebs, der bei Frauen die häufigste Krebs-Erkrankung darstellt.

Der  beste Zeitpunkt für eine Mammographie für Frauen im gebärfähigen Alter ist während oder in der 1. Woche nach der Periode. Dann lagert das Brustgewebe hormonell bedingt am wenigsten Wasser ein und der Arzt kann das Röntgenbild leichter beurteilen.

Die Untersuchung kann er in dringenden Fällen jederzeit durchführen. Bei Frauen nach der Menopause spielt der Zeitpunkt der Untersuchung keine Rolle.

In Deutschland führt eigens geschultes Personal Mammographien durch.

Mammographie: Ablauf der Untersuchung

Während der Mammographie drückt man die Brust zusammen, um die Strahlung niedrig zu halten. Zu diesem Zweck setzt der Arzt darüber hinaus Film-Folien-Kombinationen bei der Untersuchung ein.

Einige Patientinnen empfinden dieses Zusammendrücken als unangenehm bis leicht schmerzhaft. Man kann zudem auch Schmerzen empfinden, wenn eine technische Hilfskraft Ihre Brüste gegen den Röntgenschirm drückt.

Doch gerade dieser feste Druck ermöglicht eine gute Darstellung underleichtert die Entdeckung von Krebszellen.

Grundsätzlich röntgt man immer beide Seiten, sodass Vergleiche möglich sind und man nichts übersieht. Man fertigt bis zu 3 Mammographie-Aufnahmen pro Seite an:

  1. eine durchleuchtet das Gewebe von oben nach unten,
  2. eine seitliche Aufnahme der Brust
  3. und in manchen Fällen eine Schräg-Aufnahme mit Achselhöhle.

Die Mammografie zeigt hauptsächlich 3 Faktoren:

  1. eine Asymmetrie (Ungleichmäßigkeit) zwischen links und rechts,
  2. einen „Schatten“ (Herd)
  3. oder Mikrokalk-Einlagerungen.

Mammographie: Sinnvoll oder nicht?

Aus einer Mammografie einen Befund zu erheben, ist schwierig:

  • bei jüngeren Frauen, die ihre Menstruationen  haben,
  • in der Schwangerschaft und Stillperiode
  • sowie für Frauen, die Hormone einnehmen.

Bei ihnen ist das Gewebe sehr dicht, so dass sich Karzinome gut „verstecken“ können. Es bleibt oft zur Klärung einer Verdachts-Diagnose lediglich der direkte Weg durch eine Gewebe-Probe (Biopsie).

Experten diskutierten u. a. daher den Nutzen einer vorbeugenden Mammographie in den letzten Jahren kritisch. Erfahren Sie hier, wann eine Mammografie für Sie wirklich sinnvoll sein kann.

Regelmäßige Mammografien retten Leben

Es besteht die Möglichkeit, dass eine Frau, die regelmäßig an Mammographie-Screenings teilgenommen hat, nie an Brustkrebs erkrankt.

So senken Frauen über 40 nach einer in den USA veröffentlichten Studie deutlich das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, wenn sie regelmäßig eine  Mammografie vornehmen.

Die Mayo Clinic unterstützte diese Studie der U.S. Preventive Service Task Force: Sie erklärt, dass die Ärzte Brustkrebs durch eine Mammografie nicht in jedem Fall entdecken.

Dennoch ist es die zurzeit beste und genaueste Vorsorge-Maßnahme, um Brustkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken; nur durch eine frühzeitige Diagnose entfernt man den Tumor, ohne dass sich Metastasen im Körper ausbreiten.

Da selbst durch Mammografien einige Tumore unentdeckt bleiben, ist eine regelmäßige ärztliche Untersuchung und eine monatliche Selbstuntersuchung besonders wichtig.

Ihr Arzt sollte jeden von Ihnen ertasteten Brustknoten auf Brustkrebs untersuchen, auch wenn er durch eine Mammografie nicht sichtbar ist.

Mammographie Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Mammografie: Wann sie wirklich sinnvoll sein kann

Frauen zwischen 50 und 69 haben ein Anrecht auf kostenlose Reihenuntersuchungen auf Brustkrebs. Wann eine Mammografie sinnvoll ist: