Hysterektomie: Alternativen
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Bevor wegen einer gutartigen Erkrankung die Entscheidung für eine Hysterektomie gefällt wird, sollten folgende Behandlungen in Betracht gezogen werden:
Medikamente – Durch die so genannten Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Agonisten wie Leuprolid und Nafarelin können einige Symptome unter Kontrolle gebracht werden, die mit Myomen, abnormen Unterleibsblutungen und Endometriose in Verbindung stehen.
Es kann aber zu Symptomen kommen, die sonst nur in den Wechseljahren auftauchen. Außerdem kann das Risiko für Osteoporose steigen. Antibaby-Pillen oder Nicht-Steroidale-Antirheumatika (NSARs), die unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, können die Unterleibsblutungen normalisieren. Es kann aber bis zu einem Monat dauern, ehe die Wirkung einsetzt.
Endometriale Ausschälung – Dieses Verfahren stoppt oder vermindert die Blutungen bei etwa 70% der Frauen mit starken Monatsblutungen. Kälte, Hitze oder Elektrizität wird verwendet, um die Uterus-Schleimhaut zu zerstören. Es ist gewöhnlich nur bei Frauen geeignet, die keine Kinder mehr bekommen wollen, da eine Schwangerschaft nach dieser Behandlung potenziell gefährlich ist.
Myomektomie – Bei dieser Methode werden nur die Myome entfernt. Dadurch können Blutungen sowie Unterleibsschmerzen gestoppt werden. Dies auch bei einem Laparoskop-Einsatz möglich. Leider tauchen bei 30% der Frauen innerhalb von 5 Jahren nach der Operation neue Tumore auf. Diese Möglichkeit sollte deshalb auf Frauen beschränkt bleiben, die noch Kinder gebären wollen.
Embolie der Gebärmutterarterien – Ein dünner Schlauch (Katheter) wird über eine Beinarterie in die Gebärmutter eingeführt, die das Myom versorgt. Der Blutfluss wird unterbrochen, indem kleine Plastikpartikel oder Gelatine in der Arterie injiziert werden. Ohne Blutzufuhr schrumpfen die Myome mit der Zeit, so dass die Blutungen zurückgehen. Noch ist unklar wie dadurch zukünftige Schwangerschaften beeinflusst werden und ob die Myome wieder auftreten.