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Grundlagenwissen zum Thema Hysterektomie

Erkrankten Sie als Frau an einem Krebs der Gebärmutter (Uterus) oder des Gebärmutterhalses (Zervix), bedeutet eine Hysterektomie für Sie unter Umständen das Überleben. Diese Methode beinhaltet eine operative Entfernung des Uterus oder des Zervix. Sie stellt die wirksamste Behandlung für viele frauenspezifische Krebsarten dar. Aber ist eine Hysterektomie notwendig, wenn Sie keinen Krebs haben? Die Antwort kann kompliziert sein.

Wo ein Tumor entsteht

Der Uterus ist ein muskulöses Organ in der Beckenregion und öffnet sich zur Scheide. Während der Schwangerschaft trägt und ernährt die Gebärmutter den Fötus. Bei der Geburt helfen ihre starken Kontraktionen dabei, das Baby zur Welt zu bringen. Solange eine Frau nicht schwanger ist, stößt der Uterus einmal monatlich seine Schleimhaut (Endometrium) ab und es kommt zu einer Menstruation.

Verschiedene Störungen können sich in der Beckenregion bemerkbar machen. Dazu gehören bösartige (Krebs) oder gutartige Geschwülste sowie Probleme, die starke unregelmäßige Blutungen, Schmerzen oder andere Symptome verursachen.

Dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen

Die Hysterektomie gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Behandlung von Krebs der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses. Jedes Jahr stellen Mediziner in Deutschland bei etwa 11.000 Frauen die Diagnose Uteruskrebs (Endometriumkarzinom). Es stellt die dritthäufigste Krebserkrankung der Frau dar. Im gleichen Zeitraum stellt man hierzulande bei 5.800 Frauen einen Zervikalkrebs fest. Diesen entdecken die Ärzte am häufigsten mit einem Pap-Test (nach Herrn Papanicolaou).

Hinweise auf Uteruskrebs ergeben sich besonders zwischen den Perioden durch unregelmäßige Blutungen bei Frauen vor den Wechseljahren sowie bei Blutungen in der Menopause. Bei frühzeitigem Entdecken kann man beide Krebsformen durch eine Hysterektomie heilen. Etwa 95 Prozent der Frauen mit Uteruskrebs im Frühstadium weisen fünf Jahre nach der Hysterektomie keine Zeichen von Krebs auf. Unter den Frauen mit Zervikalkrebs ist der Anteil geringer, aber immer noch hoch: Er liegt bei 85 bis 90 Prozent.

Testosteron: Nicht nur für Männer wichtig

Auch wenn es überraschend klingt, benötigen Frauen Testosteron. Nach der Pubertät beginnt der weibliche Körper mit einer gleichmäßigen Testosteronproduktion. Diese findet in den Eierstöcken, den Nebennieren und der Hypophyse statt. Bei einigen Frauen sinken die Testosteronspiegel deutlich ab, besonders wenn Ärzte ihre Eierstöcke im Zuge einer Hysterektomie operativ entfernen mussten oder eine Unterfunktion der Hypophyse oder Nebenniere vorliegt. In diesen Fällen treten gegebenenfalls Symptome wie Erschöpfung, nachlassende Libido oder Knochenschwund auf.

Einige Frauen mit niedrigem Testosteronspiegel profitieren von einem Ersatz dieses Hormons. Überdosierungen rufen jedoch unter Umständen Nebenwirkungen hervor. Dazu gehören Akne, dauerhafte Änderung der Stimmlage, höhere Cholesterinwerte, stärkere Körperbehaarung, Haarausfall auf dem Kopf und Klitorisvergrößerung.

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