Humane Papillomaviren (HPV): Grundlagen
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Von den Humanen Papillomaviren gibt es etwa 100 verschiedene Typen, von denen sich 30 auf den Genitalbereich „spezialisiert“ haben. Die Experten unterscheiden zwischen Niedrig- und HochRisikotypen. Die „Niedrig-Varianten“ sind für die Entwicklung von Feigwarzen verantwortlich. Die riskanten Vertreter – insbesondere die Typen HPV-16 und HPV-18 – können den gefürchteten Gebärmutterhalskrebs auslösen.
Etwa 70 Prozent aller sexuell aktiven Frauen infizieren sich mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV. Zu 90 bis 95 Prozent heilt die Infektion wieder aus, ohne dass sie bemerkt wird oder Schaden angerichtet hat. Gefährlich wird es, wenn sich die Hochrisikotypen als Dauergäste einnisten. Denn sie können auch noch Jahrzehnte nach der Ansteckung die Bildung von Tumorzellen am Gebärmutterhals begünstigen. Das höchste Risiko dafür tragen Frauen, die schon früh Sex mit wechselnden Partnern hatten. Der beste Schutz vor Übertragung ist und bleibt das Kondom. In der Pubertät ist die Schleimhaut des Gebärmutterhalses noch besonders durchlässig, und die Erreger können sich leichter festsetzen. Rauchen und ein geschwächtes Immunsystem gelten dafür als zusätliche Risikofaktoren.