HPV: Impfstoff in greifbarer Nähe
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Humane Papillomaviren (HPV)
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Ich habe Ihnen bereits mehrfach über den Fortschritt von Impfseren gegen HPV-Infektionen und damit gegen Gebärmutterhalskrebs berichtet. Nach neuesten Meldungen stehen gleich zwei Impfstoffe kurz vor der Zulassung und sind damit jetzt bald verfügbar. Sie beugen den aggressiven HPV-Arten HPV 16 und HPV 18 vor. In den Vortests waren die geimpften Frauen bis zu über 90 % gegen eine akute Infektion und zu 100 % gegen eine chronische Infektion mit HPV geschützt. Der Wirkstoff des Impfserums, das zuerst auf den Markt kommt, wurde von der Firma Sanofi Pasteur MSD entwickelt.
Gedacht ist der Impfstoff für Mädchen ab 9 Jahren – also lange bevor sie Geschlechtsverkehr haben und sich infizieren können. Je früher geimpft wird, desto mehr Abwehrstoffe kann der Körper bilden. Es können aber auch noch erwachsene Frauen geimpft werden – selbst wenn sie schon andere HPV-Infektionen durchgemacht haben. Diskutiert wird derzeit noch, ob es sinnvoll ist, auch Jungen zu impfen, um die Verbreitung von HPV wirksam einzudämmen. Damit könnte die Zahl der Gebärmutterhalskrebs-Fälle weiter wirksam reduziert werden.
Die dreimalige Impfung soll ab Anfang 2007 zur Verfügung stehen und etwa 300 € kosten. Nebenwirkungen sind bislang nicht aufgetreten.
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