Harnwegsinfektionen: Selbsthilfe
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Zwei Maßnahmen sind gleichermaßen wichtig:Trinken Sie viel und halten Sie sich warm!
Besonders bewährt hat sich eine gründliche Durchspülung der Harnwege.Trinken Sie jede Stunde eine Tasse Tee, Saft oder Mineralwasser – Hauptsache, Sie nehmen viel Flüssigkeit zu sich. Starker schwarzer Tee, Bohnenkaffee und alkoholhaltige Getränke sind damit natürlich nicht gemeint! Nehmen Sie in Kauf, daß Sie durch die Trinkkur zunächst noch häufiger die Toilette aufsuchen müssen: Sie werden schon nach den ersten paar Tassen feststellen, daß die Schmerzen beim Wasserlassen erträglicher werden.
Für die Durchspülungstherapie sind spezielle Blasen- und Nierentees besonders gut geeignet.In der Apotheke erhalten Sie die fertigen Teemischungen.Allerdings können Sie einen hochwirksamen Heiltee aus Goldrute, Birkenblättern, Petersilieund Johanniskrautauch selbst herstellen. Neben der Durchspülung der Harnwege ist das Warmhalten des Unterbauchs und der Füße wichtig.Begeben Sie sich am besten ins Bett und nehmen Sie eine Wärmflasche mit (Vorsicht, nicht zu prall und nicht mit kochendem Wasser füllen!). Sie können auch einen feuchten, heißen Wickel auf den Unterbauch legen. Die schmerzlindernde Wirkung werden Sie sofort wahrnehmen.
Ein warmes Sitzbad ist eben-falls eine rasch wirksame Hilfe. Auch ein ansteigendes Fußbadlindert die Beschwerden: Stellen Sie die Füße in eine geeignete Schüssel mit warmem Wasser und gießen Sie langsam heißes Wasser hinzu, solange Sie die Temperatursteigerung als erträglich empfinden. Danach trocknen Sie die Füße ab und ziehen warme Strümpfe an.
Hilfreich können ebenfalls verschiedene homöopathische Zubereitungensein.Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, welches Mittel für Sie am besten geeignet ist. Wenn Sie wiederholt an Harnwegsinfekten leiden, sollten Sie „Ihr” homöopathisches Mittel in der Hausapotheke vorrätig haben. Diese homöopathischen Mittel sind bei akuten Beschwerden geeignet:Cantharis, Capsicum, Dulcamara, Equisetum, Lycopodium, Preira brava, Sarsaparilla, Thuja occidentalis und andere.
Wenn Sie an chronisch-rezidivierenden Harnwegsinfekten leiden, sollten Sie in den beschwerdefreien Intervallen etwas zur Stärkung Ihrer körpereigenen Ab-wehr tun, dann haben die Krankheitserreger künftig kein so leichtes Spiel.
Sollten Ihre Beschwerden nicht innerhalb von drei Tagen nachlassen, suchen Sie Ihren Arzt auf. Bei hinzukommendem Fieber oder Schüttelfrost rufen Sie gleich den Arzt – es gilt, eine Ausweitung der Entzündung in das Nierenbecken oder eine Chronifizierung zu verhindern.