Harnwegsinfektionen: Allgemeines
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Harnwegsinfektionen sind eine der häufigsten Gründe für den Arztbesuch von Frauen. Sie spielen nicht nur bei jüngeren Frauen eine Rolle. Auch Frauen über 65 Jahren erkranken häufig an Harnwegsinfektionen. Das Risiko zu erkranken, steigt zudem bei älteren Männern, da Prostataprobleme die Funktion der Harnwege beeinträchtigen.
Für im Wesentlichen gesunde ältere Erwachsene sind Harnwegsinfektionen im Allgemeinen gut behandelbar und stellen nur selten eine ernste gesundheitliche Bedrohung dar. Aus Gründen, die noch nicht vollständig bekannt sind, können allerdings manchmal Bakterien aus den unteren Harnwegen in die Nieren wandern, wo sie lebensbedrohliche Komplikationen verursachen können.
Die Wechseljahre machen Sie anfälliger
Eine der Hauptrisiken für eine Infektion der unteren Harnwege bei älteren Frauen ist die Abnahme der Östrogen-produktion, die die Wechseljahre begleitet. Gemeinsam mit dieser Abnahme kommt es zu einer Veränderung der örtlichen Abwehr gegen bakterielle Infektionen in den unteren Harnwegen. Wenn diese Abwehrmechanismen geschwächt sind, können sich Bakterien dort besser ansiedeln und sich vermehren. Bei älteren Menschen kann die Unfähigkeit, die Blase vollständig zu entleeren, ein weiterer Risikofaktor sein, da normale Entleerungsmechanismen eine wichtige Abwehrfunktion gegen Bakterien darstellen.
Bakterien werden mit dem Harn ausgespült
Vorhandene Bakterien werden mit dem Harn aus der Blase gespült, bevor sie sich ansiedeln können. Bei Frauen kann ein Blasenvorfall (Cystocele) die vollständige Entleerung der Blase erschweren. Dabei senkt sich die Blase ab und verändert ihre normale Lage im Becken.
Bei Männern wird der Harnfluss meist durch eine vergrößerte oder entzündete Vorsteherdrüse (Prostata) gehemmt. Nervenschäden können sowohl bei Männern als auch bei Frauen dazu führen, dass die Fähigkeit zur Blasenentleerung eingeschränkt ist.