Geschlechtskrankheiten: Herpes
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GNL5356
Die Herpesviren (Herpes simplex II) werden bei der Erstinfektion durch den Partner übertragen. Sie verkapseln sich in den Nervenzellen des Körpers und nisten sich dort ein, leben gewissermaßen im Verborgenen. Sie können, auch ohne Sexualkontakt, immer wieder aufflammen. Herpes genitalis ist deshalb keine Geschlechtskrankheit im eigentlichen Sinne. Herpes bricht oft auch dann aus, wenn der Körper geschwächt ist sowie in Stress- und Kummerphasen. Schon ein ausgiebiges Sonnenbad, eine Erkältung, Fieber, ein Umzug oder eine Reise reichen aus, um die Viren wieder zu neuer Aktivität anzuregen. Der schmerzende Ausschlag an den Genitalien, am Po und an den Oberschenkeln kann heute wirksam mit virenhemmenden Medikamenten behandelt werden. Das gilt auch für Lippen-Herpes – ausgelöst durch Herpes simplex I.