Während die „klassischen“ Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe (Tripper) und Syphillis in den vergangenen Jahren in den Hintergrund getreten (aber beileibe nicht überwunden) sind, haben andere einen teilweise rapiden Anstieg erfahren: Chlamydien, Genitalwarzen, Pilze, Viren oder Bakterien siedeln sich bei immer mehr Frauen und Männern in den Geschlechtsorganen an.

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Die Herpesviren (Herpes simplex II) werden bei der Erstinfektion durch den Partner übertragen. Sie verkapseln sich in den Nervenzellen des Körpers und nisten sich dort ein, leben gewissermaßen im Verborgenen. Sie können, auch ohne Sexualkontakt, immer wieder aufflammen.

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Mit Pilzen – vor allem Hefepilzen (Candida albicans) – im Geschlechtsbereich plagen sich ebenfalls sehr viele Frauen herum. Die Keime stammen häufig aus dem eigenen Darm. Pilze holen Sie sich aber auch in Whirlpools, auf Saunabänken oder fremden Toiletten.

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Diese Erreger waren vor etwa 30 Jahren noch völlig unbekannt. Sehr oft machen Sie sich gar nicht bemerkbar. Selten führen sie zu einem weißlichen Ausfluss oder einem leichten Brennen beim Wasserlassen. Doch die Infektion schreitet trotzdem weiter fort. Es kommt relativ häufig zu aufsteigenden Entzündungen mit Verklebungen oder Verwachsungen der Eileiter und drohender Unfruchtbarkeit.

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Viren sind auch die Ursache für Feigoder Feuchtwarzen (Condylome). Auch diese Viren – verschiedene Arten von Papilloma-Viren – können beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Nach einer Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und Auftreten der ersten Symptome) von etwa vier bis sechs Wochen treten zunächst vereinzelt kleine warzenförmige Knötchen auf.

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