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Gebärmutterkrebs: Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlung

Die Gebärmutter (Uterus) ist das Organ, in dem das Baby während der Schwangerschaft heranwächst und sich entwickelt. Gebärmutterkrebs beginnt in der Schleimhaut des Uterus (Endometrium).

Dabei handelt es sich um bösartige Tumoren im Gebärmutter-Körper, was für die Bezeichnung  Korpus-Karzinom verantwortlich ist.

Glücklicherweise ist diese Krebs-Form bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung in den meisten Fällen heilbar. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt die relative Überlebensrate im 1. Jahr nach der Diagnose-Stellung bei über 80%.

Die Letalitäts-Rate (Wahrscheinlichkeit, an Gebärmutterkrebs zu versterben) liegt je nach Art des Tumors zwischen 6 und 51%. Erkrankte Patientinnen behalten ferner lebenslang ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs.

Starke Zunahme von Gebärmutterkrebs

In den vergangenen Jahrzehnten diagnostizierte man Gebärmutterkrebs immer häufiger:

Während zu Beginn unseres Jahrhunderts auf 1 Korpus-Karzinom 17 Zervix-Karzinome (Gebärmutterhalskrebs) kamen, beträgt das Verhältnis heute 1:1. Mit 6 – 10% aller bösartigen Tumoren der Frau steht es damit an 4. Stelle.

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg erkranken in Deutschland jährlich etwa 10.000 Frauen an Gebärmutterkrebs.

Gründe für die merkliche Zunahme:

  • Diese Zunahme führt man zum einen auf die gestiegene Lebenserwartung der Frau zurück; früher verstarben viele Frauen, bevor sie Gebärmutterkrebs bekamen.
  • Zum anderen verbesserte sich die Diagnostik.
  • Darüber hinaus ist die Tatsache, dass heute die Gebärmutter nicht mehr so schnell entfernt wird, für die Zunahme in den letzten Jahren mitverantwortlich.

Ursachen und Risikofaktoren für Uterus-Krebs

Mit zunehmendem Alter tritt die Erkrankung häufiger auf. Betroffen sind dabei vorwiegend Frauen zwischen 55 und 65 Jahren nach den Wechseljahren. Lediglich 5% aller Erkrankten sind jünger als 40 Jahre alt.

AlterspanneRisiko
39 oder jünger1 von 1.832
40 bis 591 von 144
60 bis 791 von 64
Lebenslang1 von 38

 

Als Ursache von Gebärmutterkrebs bzw. Gebärmutterschleimhautkrebs gilt im Allgemeinen eine erhöhte oder verlängerte Östrogen-Zufuhr. Das kann beispielsweise der Fall sein bei:

  • frühem Einsetzen der Pubertät,
  • spätem Einsetzen der Wechseljahre
  • oder Östrogen-Therapien.

Die Einnahme der Anti-Baby-Pille sowie Schwangerschaften senken dagegen das  Risiko.

Abnormale Blutungen als Warnsignal

Das Leitsymptom von Gebärmutterkrebs sind starke  Blutungen nach den Wechseljahren.

Aber auch vor der Menopause sollten Sie irreguläre Blutungen ärztlich abklären, die selbstverständlich nicht immer eine bösartige Ursache haben.

Symptome für Gebärmutterkrebs

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Anzeichen für Gebärmutterkrebs:

  • unerwartete vaginale Blutungen oder Ausfluss nach der Menopause oder in zeitlicher Nähe zur Menopause (Perimenopause) – Diese ersten Hinweise finden sich bei mehr als 90% der von dieser Krankheit Betroffenen.
  • ungewöhnlich starke Monats-Blutungen oder Blutungen außerhalb der Regel
  • wässriger, rosa, weißer, brauner, fleischfarbener oder blutiger Ausfluss der Vagina
  • Schmerzen im Unterbauch oder Becken-Bereich – Schmerzen sind eher selten und können auf einen fortgeschrittenen Krankheits-Verlauf hindeuten.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt, wenn unnormale Vaginal-Blutungen oder andere Symptome bei Ihnen auftreten. Dieser klärt, ob es sich um Krebs oder eine andersartige Ursache wie eine Vaginal-Infektion, Gebärmutter-Fibroide oder -Polypen handelt.

Diagnose von Gebärmutterkrebs

Anders als beim Zervix-Karzinom (Gebärmutterhalskrebs), bei dem der Zellabstrich ein gutes Verfahren zur Früherkennung darstellt, wirken hier Methoden der mikroskopischen Analyse wenig ergiebig.

Für ein Screening wenden die Ärzte aus diesem Grund die modernen Ultraschall-Untersuchungen mithilfe einer Sonde über die Scheide sowie das sogenannte Farb-Doppler-Verfahren an.

Die entscheidende diagnostische Methode besteht jedoch in der fraktionierten Kürettage: Man führt sie in Kurznarkose durch und sie liefert sehr genaue Ergebnisse. Dabei schabt der Chirurg die Gebärmutterschleimhaut von Zervix und Gebärmutterhöhle nacheinander aus und untersucht sie.

Ihr Arzt stellt die Diagnose also im Endeffekt durch eine Ausschabung der Gebärmutter und Untersuchung des entfernten Gewebes sicher.

Mögliche Behandlungs-Maßnahmen

Die Operation allein stellt häufig die einzige und ausreichende Therapie-Maßnahme zur Behandlung des Uteruskrebses dar. Diese beginnt mit einer Entfernung der Gebärmutter – oft mitsamt der Eierstöcke, des Gebärmutterhalses und der benachbarten Lymphknoten.

Es können jedoch auch noch weitere Schritte nötig sein:

  • Der OP folgt in höheren Stadien eine Strahlen-Therapie.
  • Ist der Tumor inoperabel, behandelt man ihn ebenfalls mittels Bestrahlung. In Einzelfällen verordnen die behandelnden Ärzte bisweilen eine Chemo-Therapie.
  • Lymphknoten in dem Gebiet kann der Arzt ebenfalls entnehmen, um eine weitere Ausbreitung von Tumor-Zellen zu erkennen und deren Ausbreitung zu verhindern.
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